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Storage und Datamanagement

HR-Leadership-Panel 2018 von Rochus Mummert

Erfolgreich die Digitalisierung meistern

| Redakteur: Heidemarie Schuster

„VUKA“ beschreibt schnell wandelnde Bedingungen durch „Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität“. Unternehmen sollten dem gegenüber achtsam und jederzeit für Veränderungen bereit sein.
„VUKA“ beschreibt schnell wandelnde Bedingungen durch „Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität“. Unternehmen sollten dem gegenüber achtsam und jederzeit für Veränderungen bereit sein. (Bild: Pixabay)

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Die Digitalisierung verändert den Markt und erhöht den Druck auf Unternehmen und Mitarbeiter. Eine Studie der Personalberatung Rochus Mummert hat sich mit den Erfolgsfaktoren wirksamer Führung im Zeitalter der Digitalisierung beschäftigt und zeigt, dass sich Unternehmen ranhalten müssen.

Laut dem „HR-Leadership-Panel 2018“ von Rochus Mummert spüren Unternehmen einen steigenden Druck der „VUKA“-Welt: Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer gibt an, dass sie hinsichtlich Volatilität (71 %), Komplexität (69 %), Ambiguität (61 %) und Unsicherheit (50 %) starke bis sehr starke Veränderungen erwarten. Gleichzeitig geben zwölf Prozent der Befragten an, dass sie diese Veränderungen extrem schnell und 53 Prozent kurzfristig bis schnell spüren werden. Nur 35 Prozent erwarten weniger schnelle Veränderungen.

Während sich die befragten Unternehmen der starken Veränderungsdynamik bewusst sind, haben sich viele von ihnen noch wenig damit auseinandergesetzt. Zum Beispiel, ob sie die richtigen Führungskräfte für die anstehenden Veränderungsprozesse an Bord haben.

Auf den ersten Blick sind die Studienteilnehmer mit der eigenen Führungsqualität überdurchschnittlich zufrieden. Knapp 40 Prozent geben gute Noten. Auf den zweiten Blick wird allerdings Handlungsbedarf sichtbar. Während 44 Prozent ihrer Mitarbeiter motiviert sind, sich den Veränderungen zu stellen, so die Aussage der Studienteilnehmer, sehen die befragten Unternehmen aber nur 22 Prozent ihrer Mitarbeiter mit den dafür notwendigen Kompetenzen, die Veränderungen umzusetzen, ausgestattet. Bei den Führungskräften sind immerhin 57 Prozent motiviert zum Wandel. Doch auch bei ihnen fehlen die entsprechenden Qualifikationen, die Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Die Befragten sehen nur 37 Prozent ihrer Führungskräfte als gut bis sehr gut dafür gerüstet.

Leadership und Management

Laut der Studie sind Führungskräfte mit Leadership-Kompetenzen künftig am ehesten in der Lage, die Herausforderungen der sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu bewältigen. Sie gelten als Erfolgsgaranten gelungener Veränderungen.

Während Manager sich vor allem über logisch-analytische sowie organisatorisch-prozessuale Aufgaben definieren, reicht das für Leader nicht aus. Bei ihnen kommt es auf unternehmerische Kompetenzen an. Zu den Top-3-Kompetenzen eines Leaders zählen nach Angaben der befragten Unternehmen das Vereinen aller Mitarbeiter hinter einer attraktiven Vision, persönliches Charisma und die strategische Weitsicht, Chancen zu erkennen und zu nutzen und somit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

33 Prozent der Befragten geben an, dem Unterschied zwischen Manager und Leader in Zukunft mehr Bedeutung beizumessen. 68 Prozent der Studienteilnehmer haben darüber hinaus angegeben, in Zukunft die Kompetenzunterschiede zwischen Leader und Manager noch stärker herauszuarbeiten und bei der Auswahl der richtigen Führungskräfte zu berücksichtigen.

Selbsteinschätzung

In der Studie bewerten 15 Prozent der Unternehmen ihre Führungsleistung als sehr gut und 34 Prozent als gut. Damit sehen knapp die Hälfte der Studienteilnehmer ihr Unternehmen mit Blick auf wirksame Führung überdurchschnittlich positiv. Interessant ist, dass gerade unternehmergeführte Unternehmen ihre Führung als besonders wirksam erleben.

In wirksam geführten Unternehmen ist im Verhältnis zu unwirksam geführten Unternehmen mehr Leadership-Kompetenz vorhanden. 71 Prozent der wirksam geführten Unternehmen sehen sich daher gut für die anstehenden Veränderungen gerüstet, sechs Prozent sogar „mit Sicherheit“. In unwirksam geführten Unternehmen fühlen sich dagegen nur 20 Prozent der befragten Unternehmen ausreichend mit Leadership-Kompetenzen ausgestattet.

Während wirksame Führungskräfte nach außen die positive Unternehmensentwicklung gestalten, ist auch die Wirkung nach innen bemerkenswert. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass wirksame Führung einen hohen Anteil daran hat, wie zufrieden Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber sind. Während in Unternehmen mit wenig wirksamer Führung nur 37 Prozent der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber zufrieden sind, sind es in wirksam geführten Unternehmen bereits 67 Prozent.

Wirksame Führung hat einen positiven Einfluss auf das Arbeitgeberimage. Es sind die Leader, die ihre Mitarbeiter für Veränderungsprozesse wie die Digitale Transformation motivieren sowie den Fortschritt ins Unternehmen bringen und damit eine positive Wirkung auf die Ergebnisse und Umsatzrendite der Unternehmen haben.

Agilität als Führungsaufgabe

Nur sechs Prozent der teilnehmenden Unternehmen bezeichnen sich in Bezug auf ihre Führungs- und Leistungskultur als agil. 26 Prozent hingegen attestieren sich kaum Agilität beziehungsweise gar keine Agilität (5 %). Gleichzeitig sehen die Unternehmen einen hohen Bedarf, ihre Agilität zu steigern. Überdurchschnittlich hohen Bedarf sehen dabei Unternehmen, die bereits stark unter dem Veränderungsdruck der VUKA-Welt stehen. Wirksam geführte Unternehmen sind deutlich agiler als unwirksam geführte Unternehmen.

Über die Studie

Zum sechsten Mal untersucht Rochus Mummert mit dem HR-Leadership-Panel die Messbarkeit von Personalstrategien auf den Unternehmenserfolg. Für das aktuelle HR-Leadership-Panel steht die Wirksamkeit von Führung im Mittelpunkt. Dafür wurden von November 2017 bis Januar 2018 in Kooperation mit Dialog.com 180 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen befragt.

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