Co-Location-Riese streicht 400 Stellen Equinix entlässt

Von Ulrike Ostler 2 min Lesedauer

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Equinix gehört weltweit zu den größten Co-Location-Anbietern. Jetzt hat das Schwergewicht in Sachen Rechenzentrumsdienstleistungen Entlassungen angekündigt. Insgesamt sollen 3 Prozent der weltweiten Belegschaft gehen, rund 400 Stellen fallen weg.

Von insgesamt 13.000 Stellen bei Equinix weltweit fallen 400 weg. (Bild:  Equinix)
Von insgesamt 13.000 Stellen bei Equinix weltweit fallen 400 weg.
(Bild: Equinix)

Wie der Colo-Gigant ausführt, werden vor allem Stellen im Rahmen der Neuausrichtung gestrichen, die das Unternehmen angestrebt hat. Equinix hatte Anfang des Jahres Adaire Fox-Martin zum CEO ernannt und schien sich seitdem verstärkt auf sein „xScale“-Angebot für Hyperscaler zu konzentrieren zu wollen. Zu diesem Zweck wollte Equinix mehrere Joint Ventures zur Finanzierung von Großprojekten gründen.

Adaire Fox Martin ist seit Beginn dieses Jahres Chief Executive Officer und President von Equinix und muss nun aufräumen. (Bild:  Equinix)
Adaire Fox Martin ist seit Beginn dieses Jahres Chief Executive Officer und President von Equinix und muss nun aufräumen.
(Bild: Equinix)

Für die Annäherung an Cloud-Angebote hat jedenfalls das Vorhaben gestanden, Bare-Metal-Dienste zu vermarkten. Doch schon Anfang des Monats ist bekannt geworden, dass „Equinix Metal“ eingestellt wird. Der Verkauf ist bereits gestoppt und die Plattform soll es dann im Juni 2026 Geschichte sein.

Equinix bestätigte weltweit rund 13.000 Mitarbeiter. Der Co-Location-Betreiber führt weltweit mehr als 260 Rechenzentren in 33 Märkten und meldete für das dritte Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar an, 7 Prozent mehr als 2023.

Die Entlassungen hat der Konzern zunächst gegenüber der Publikation „Lightreading“ bestätigt: „Equinix entwickelt seine Dienstleistungen ständig weiter, um sicherzustellen, dass wir den höchsten Wert bieten, um die sich ändernden Bedürfnisse unserer Kunden zu unterstützen“, zitiert das Blatt eine Mitteilung aus dem Hause.

Im dritten IDC-Marketscape-Bericht zum Markt für Rechenzentrumsdienste im Jahr 2023 wurde Equinix als führendes Unternehmen erkannt. Dies zeige das Engagement für die Zukunft der Kunden durch das Anbieten maßgeschneiderter Infrastrukturen für beliebige Clouds, direkten Zugriff mit geringer Latenz sowie KI-fähige Vielseitigkeit.(Bild:  IDC)
Im dritten IDC-Marketscape-Bericht zum Markt für Rechenzentrumsdienste im Jahr 2023 wurde Equinix als führendes Unternehmen erkannt. Dies zeige das Engagement für die Zukunft der Kunden durch das Anbieten maßgeschneiderter Infrastrukturen für beliebige Clouds, direkten Zugriff mit geringer Latenz sowie KI-fähige Vielseitigkeit.
(Bild: IDC)

„Zu diesem Zweck haben wir vor kurzem eine begrenzte Anzahl von Stellen (etwa drei Prozent unserer weltweiten Belegschaft) gestrichen, um sie mit den aktuellen Prioritäten in Einklang zu bringen. Wir werden weiterhin aktiv neue Talente rekrutieren, um unsere Kunden zu bedienen und unser Wachstum voranzutreiben“, heißt es darin.

Bekannte Streichungen

Das Unternehmen teilte in einem Zulassungsantrag mit, dass 87 Stellen am Hauptsitz in Redwood City, Kalifornien, wegfallen werden, wobei diese Mitarbeiter das Unternehmen bis zum 6. Dezember verlassen sollen. Sie folgen auf CIO Milind Wagle und CISO Michael Montoya, die beide bereits in den vergangenen Monaten dem Unternehmen den Rücken kehrten.

Ob in der EU oder gar in Deutschland Stellen betroffen sind, ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unbekannt. In Deutschland stehen neun Rechenzentren, in Hamburg und Düsseldorf je eins und in München drei.

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