Aktueller Channel Fokus:

Cloud Infrastructure Services

Digitalprojekte in deutschen Unternehmen

Entwicklung intern, Umsetzung extern

| Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Jeder dritte IT-Dienstleiter wurde bereits nach einer Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken gefragt.
Jeder dritte IT-Dienstleiter wurde bereits nach einer Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken gefragt. (Bild: Pixabay / CC0)

Mehr zum Thema

Laut einer Bitkom-Studie mangelt es bei der Umsetzung von IT-Projekten intern an Fachleuten und Expertise. An dieser Stelle kommen externe IT-Dienstleister zum Einsatz. Diese müssen sich zunehmend um geeigneten Versicherungsschutz kümmern.

Eine aktuelle repräsentative Bitkom-Studie im Auftrag des Versicherers Hiscox zeigt, dass externe IT-Dienstleister oft bei Digitalprojekten im Unternehmen zum Einsatz kommen, wenn eine interne Umsetzung nicht möglich ist.

Mangel an Fachpersonal und Expertise im Unternehmen

Zwei von drei der 304 befragten IT-Dienstleistern (66 %) werden der Studie zufolge engagiert, da der Auftraggeber kein geeignetes Personal zur Verfügung hat. Bei 53 Prozent gibt es keine freien Kapazitäten oder es mangelt an interner Expertise (46 %). 41 Prozent der Befragten geben an, dass der Auftraggeber Verantwortung abgeben will, wobei nur jeder Vierte (26 %) sagt, dass die Kostenersparnis im Unternehmen im Vordergrund steht. „IT-Dienstleister sind unerlässlich dafür, dass die Digitalisierung in Deutschland erfolgreich gestaltet werden kann. Während die neuen digitalen Geschäftsmodelle im Unternehmen entwickelt werden müssen, kann die Umsetzung durchaus erfolgreich mit externer Hilfe erfolgen“, so Dr. Axel Pols, Geschäftsführer bei Bitkom Research. 72 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihre Arbeit maßgeblich zum Geschäftserfolg ihres Auftraggebers beiträgt.

Im Schnitt nutzen 22 Prozent der befragten IT-Dienstleister bereits eine Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken. Aufgeschlüsselt nach Größe des Dienstleisters sind es mit 54 Prozent vor allem die größeren, die einen solchen Versicherungsschutz genießen.
Im Schnitt nutzen 22 Prozent der befragten IT-Dienstleister bereits eine Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken. Aufgeschlüsselt nach Größe des Dienstleisters sind es mit 54 Prozent vor allem die größeren, die einen solchen Versicherungsschutz genießen. (Bild: Bitkom Research / Hiscox)

Versicherungen für IT-Dienstleister

Bei 82 Prozent der befragten Dienstleister kam es vor, dass sie ihrem Auftraggeber einen Nachweis über eine IT-Betriebshaftpflicht vorlegen mussten. 72 Prozent mussten eine IT-Berufshaftpflicht vorweisen, immerhin 44 Prozent eine Versicherung von Elektronik und Büroinhalt. Auch nach einer Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken wurde jeder Dritte (34 %) gefragt. Fehler können laut Marc Thamm, Underwriting Manager Technology, Media & Communications bei Hiscox, existenzbedrohend sein: „Es ist eine Aufgabe der Versicherungsbranche, an dieser Stelle geeignete Angebote zu entwickeln, die zu Unternehmen der Digitalwirtschaft passen und mit Zusatzleistungen im täglichen Geschäft unterstützen.“

Größtes Hindernis: schlechte Absprachen

Aus Sicht der Dienstleister scheitern IT-Projekte vor allem an ungenügenden oder nicht eindeutigen Absprachen (80 Prozent) oder einer unsicheren Vertragslage (60 Prozent). Auf der anderen Seite passen nur drei von fünf (62 %) ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen an und nur 49 Prozent halten Absprachen mit dem Auftraggeber vertraglich fest. „Gerade kleinere IT-Dienstleister stehen vor der Herausforderung, dass sie nicht die Kapazitäten haben, sich neben dem Kerngeschäft mit der Absicherung aller Projektrisiken zu beschäftigen.“, erklärt Thamm.

Der Ergebnisbericht ist hier kostenfrei erhältlich.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45541262 / Marktforschung)