In Deutschland setzen erstaunliche 56 Prozent der Windows-Nutzer immer noch auf Windows 10. Doch am 14. Oktober 2025 wird Microsoft den Support für Windows 10 einstellen. Das heißt: keine Sicherheits-Updates und kein technischer Support mehr.
Das Windows-10-Support-Ende naht. Einfach abzuwarten, darf für Unternehmen aus Sicherheits- und Compliance-Gründen keine Option sein.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Während die meisten Nutzer ihre aktuellen Geräte problemlos auf Windows 11 aktualisieren können, benötigen einige – vor allem Unternehmen – möglicherweise völlig neue Systeme, damit sie sicher und konform mit den Vorschriften bleiben. Dies wirft eine entscheidende Frage für Organisationen auf: Wie können sie vor Ablauf der Frist die richtigen Upgrade-Entscheidungen treffen?
Nichts tun
Nichts tun und Windows 10 nach dem Support-Ende weiter verwenden, ist riskant. Ohne Sicherheits-Updates und technischen Support werden Systeme anfällig für Cyberbedrohungen und Compliance-Probleme.
Diese Option ist also nicht ratsam für Organisationen, für die Sicherheit und die betriebliche Stabilität an erster Stelle stehen.
Für Unternehmen, die nicht bereit sind, auf Windows 11 umzusteigen oder in neue Hardware zu investieren, ist die Beibehaltung von Windows 10 und die Zahlung für erweiterten Support eine weitere Option.
Microsoft bietet kostenpflichtige „Extended Security Updates“ (ESU) an, die kritische Sicherheits-Updates über das Enddatum des Supports hinaus bereitstellen. Dies ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung, da der erweiterte Support in der Regel nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung steht und die Unternehmen schließlich doch auf ein unterstütztes Betriebssystem umsteigen müssen.
Neue Hardware kaufen
Die Investition in neue Geräte, auf denen Windows 11 vorinstalliert ist, scheint eine einfache Lösung zu sein. Neue Hardware sollte kompatibel mit den neuesten Software- und Sicherheitsfunktionen sein und einen nahtlosen Übergang zu Windows 11 bieten.
Diese Option kann jedoch kostspielig sein und kommt nicht für alle Organisationen in Frage, insbesondere nicht für solche mit begrenztem Budget. Außerdem ergibt sich für Unternehmen bei der Entscheidung über die Anschaffung neuer Geräte eine weitere Frage. Nämlich, ob KI-PCs angeschafft werden sollen.
Investition in KI-PCs
Wenn Unternehmen über neue Hardware nachdenken, müssen sie die Vor- und Nachteile von KI-PCs gegenüber herkömmlichen Modellen ohne KI abwägen. KI-PCs bieten hochmoderne Funktionen und zukunftssichere Fähigkeiten, die von High-End-Komponenten wie NPUs und fortschrittlichen CPUs/GPUs gestützt werden. Sie sind jedoch teuer und bringen gelegentlich Kompatibilitätsprobleme mit sich – insbesondere bei x86-Anwendungen auf ARM-basierten Systemen wie dem Snapdragon, die oft eine Emulation erfordern. Das kann die Leistung beeinträchtigen.
Andererseits verfügen PCs ohne Künstliche Intelligenz über eine bessere Kompatibilität mit aktueller Software und sind in der Regel erschwinglicher, weshalb sie die sicherere Wahl zu sein scheinen. Bei einer durchschnittlichen Gerätelebensdauer von drei bis fünf Jahren werden sie jedoch kaum mithalten können, wenn sich KI-gesteuerte Anwendungen immer mehr durchsetzen. Wenn Sie sich heute für einen PC ohne KI entscheiden, könnte das bedeuten, dass Sie früher als erwartet eine weitere Hardware-Aktualisierung in Betracht ziehen müssen.
Kurz gesagt: KI-PCs sind für die Zukunft gebaut, bieten aber möglicherweise nicht für jedes Unternehmen einen unmittelbaren Nutzen. PCs ohne KI sind heute praktisch, könnten aber schon morgen überholt sein.
Hardware-Upgrades
Die Aufrüstung vorhandener Geräte auf Windows 11 ist eine kostengünstige Alternative. Dieser Ansatz verlängert die Lebensdauer aktueller Hardware und bietet gleichzeitig Zugang zu erweiterten Sicherheits- und Produktivitätsfunktionen.
Mit dem Ende des Windows-10-Supports stehen Unternehmen vor wichtigen Entscheidungen. Die Anschaffung neuer Windows-11-Geräte ist zwar eine Option, aber die Aufrüstung vorhandener Hardware mit zusätzlichem Speicher und SSDs ist ein intelligenter, kostengünstiger Weg. Denn dies steigert die Leistung und Sicherheit, ohne dass eine sofortige vollständige Aktualisierung erforderlich ist.
Diese Aufrüstung kann die Leistung erheblich verbessern und die Lebensdauer der aktuellen Hardware verlängern, wodurch Unternehmen eine vollständige Hardware-Aktualisierung hinauszögern können, bis der Markt ausgereifter und somit die Notwendigkeit eines sofortigen Austauschs geringer ist.
Stand: 08.12.2025
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Fazit
Mit dem Näherrücken des End-of-Life-Termins von Windows 10 stehen Unternehmen vor wichtigen Hardware-Entscheidungen. Während einige Geräte auf Windows 11 aktualisiert werden können, müssen viele vollständig ersetzt werden, damit sie sicher und konform bleiben.
Eine rechtzeitige, strategische Hardware-Aktualisierung kann die langfristige Sicherheit, Leistung und Investitionsrentabilität gewährleisten. Die richtige Entscheidung heute kann dazu beitragen, dass Unternehmen morgen nicht zweimal kaufen müssen.
* Der Autor: Christian Marhöfer, Regional Direktor DACH, Benelux und Nordics – Kingston EMEA