Vernetzungsaspekt im Vordergrund Emendo gründet Systemhaus-Gruppe

Autor: Sarah Gandorfer

Im B2B-Geschäft gelten andere Voraussetzungen für ein optimales Marketing als für einen IT-Fachhandel, der rein über ein Ladengeschäft vertreibt. Das hat Emendo erkannt und für seine Systemhaus-Mitglieder nun eine eigene Gruppe gegründet.

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Die Gründungsmitglieder der Systemhaus-Gruppe (v.r.): Stefan Heitkamp (Emendo), Dirk Ball (BallIT), Dieter Mühlbauer (mücom), Michael Olteanu (Computer Insider), Andre Vogtschmidt (Emendo), Alexander Bechtold (Newlite-systems) und Phillip Rottner (NCE Computer).
Die Gründungsmitglieder der Systemhaus-Gruppe (v.r.): Stefan Heitkamp (Emendo), Dirk Ball (BallIT), Dieter Mühlbauer (mücom), Michael Olteanu (Computer Insider), Andre Vogtschmidt (Emendo), Alexander Bechtold (Newlite-systems) und Phillip Rottner (NCE Computer).
(Bild: Emendo)

In den knapp elf Jahren, die es die Marketing-Kooperation Emendo gibt, hat sich ihr Mitgliederprofil verändert. „Während zu Beginn nur Händler mit Ladengeschäft dem Verbund angehörten, kommen nun immer mehr hinzu, die zwar ein Ladengeschäft haben, aber deren Fokus auf dem B2B-Bereich liegt“, beschreibt Emendo-Geschäftsführer André Vogtschmidt den Wandel. „In der Zentrale haben wir uns deshalb Gedanken gemacht, wie wir dem gerecht werden können.“

Um für diese eine optimale Strategie zu erarbeiten, hat die Kooperation Mitglieder, die sich als Systemhaus aufgestellt haben, in die Zentrale nach Kirchlegern eingeladen. An sie wurde die Bitte herangetragen, zu erarbeiten, wie sie sich eine für ihr Geschäft geeignete Unterstützung durch Emendo vorstellen. „Diese Wunschliste haben wir uns dann angesehen und innerhalb von acht Wochen geprüft, was wir davon leisten können. Wir kamen dabei auf einen Deckungsabgleich von fast 90 Prozent“ erläutert Vogtschmidt.

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Homogenität

Wichtig war den anwesenden Partnern vor allem das Aussehen der Systemhaus-Gruppe: Die Mitglieder sollen sich auf Augenhöhe unterhalten können, dafür bedarf es einer gewissen Homogenität. Entsprechend einigte man sich, dass die Unternehmen mindestens seit fünf Jahren am Markt sein müssen sowie mindestens fünf, maximal 30 Mitarbeiter haben sollten. Das Augenmerk muss klar auf Geschäftskunden liegen. Zudem ist eine Vorgabe für einen Beitritt eine gesunde Bilanz, die überprüft wird. Der Umsatz der Mitglieder sollte zwischen fünf und zehn Millionen Euro liegen.

Gleichfalls darf die Gruppe nicht zu groß werden. Aktuell gehören 13 Häuser dazu, bis zum Jahresende sollen es 40 werden.

Die letzte Hürde liegt darin, dass die Gruppe die Entscheidung über Neuaufnahmen fällt und jedes Mitglied ein Vetorecht hat. Das soll verhindern, dass möglicherweise regionale Wettbewerber oder IT-Dienstleister aufgenommen werden, mit denen ein Mitglied bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Warum eigentlich eine weitere Systemhaus-Kooperation neben den bereits bestehenden wie Nordanex, iTeam oder Comteam? „In den bestehenden Verbänden haben sich unsere Mitglieder nicht optimal aufgehoben gefühlt. Da diese größtenteils Themen behandeln, die zu weit entfernt sind von dem Geschäft unserer Partner“, führt Vogtschmidt aus. Als Beispiel nennt er Cloud- und Manged-Service-Themen oder Software-Lösungen für große Konzerne, die für kleine Handwerksbetriebe, wie sie die Emendo-Mitglieder häufig betreuen, nicht geeignet sind.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum das Angebot von Emendo erst einmal teuer klingt, sich dann aber als günstig entpuppt.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS