Internet beschleunigt in Krisenzeiten den Wandel im Handel

E-Commerce ist mehr als nur Online-Shopping

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Talent- statt Fachkräftemangel

Harald Fortmann, Vizepräsident des BVDW konstatiert: „Auch 2009 hat sich an der guten Beschäftigungssituation nur wenig geändert. Allerdings sprechen wir nicht mehr von einem Fachkräftemangel sondern einem Talentemangel.“ Fachkenntnis allein reiche in einer innovationsgetriebenen Branche nicht aus, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen, so der Verbands-Vize.

Keine Kurzarbeit

Typische Krisenerscheinungen wie Kurzarbeit sind auch nicht als Thema in der digitalen Wirtschaft anzusehen: Nur vier Prozent der Befragten arbeiten in einem Unternehmen, beziehungsweise zehn Prozent kennen ein Unternehmen der Branche, in dem Kurzarbeit zum jetzigen Zeitpunkt zur Anwendung kommt.

Von wegen Jobhopper

Weitere Ergebnisse der BVDW-Umfrage: 44 Prozent der Befragten sind seit mehr als fünf Jahren in demselben Unternehmen beschäftigt und 42 Prozent aller Teilnehmer planen langfristig keinen Wechsel des Unternehmens. So fasst dann auch Arndt Groth, der Präsident des BVDW zusammen: „Die Beschäftigungssituation in der digitalen Wirtschaft ist nach wie vor positiv. Die Unternehmen wollen an ihren Beschäftigten festhalten und zum anderen zeigen die Mitarbeiter eine hohe Loyalität ihren Firmen gegenüber.“

Treibende Kraft hinter dem Erfolg einer ganzen Branche ist – wie sollte es anders sein – das liebe Geld. Der Umsatzanteil des Bestellwegs „Internet“ stieg laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH) zuletzt von 39,5 im Jahr 2007 auf 46,9 Prozent im Jahr 2008. Tendenz weiter steigend. Online-Handel ist damit längst keine Randerscheinung mehr, sondern für die meisten Deutschen der Bestellstandard. Die weiterhin steigende Anzahl an Usern und die zunehmende Nutzungsintensität des Mediums „World Wide Web“ garantieren auch weiterhin hohe Wachstumsraten.

Maus statt Autoschlüssel

Immer mehr Leute greifen also lieber zur Maus als zum Autoschlüssel, wenn sie etwas kaufen wollen. Dass es dabei längst nicht mehr nur um das berühmte Buch von Amazon geht, belegt unter anderem die Tatsache, dass Amazon inzwischen mehr Umsatz mit Elektronik-Artikeln als mit Büchern macht. Inzwischen lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Das, was früher das Schaufenster am Laden war, wird auch für kleinere Unternehmen zusehends der Webauftritt. Die Buch-, Flachbildschirm- und Müsli-Käufer sind dabei nur eine Seite der Medaille.

Wirtschaftskrise hilft sogar

Auch Software-Hersteller Sage hat die Tragweite des Themas erkannt. Das Unternehmen hat 375 kleine und mittelständische Unternehmen zu ihrer Meinung in Sachen eCommerce befragt. Das Ergebnis in aller Kürze: Vor allem kleine Unternehmen erwarten im Online-Handel deutlich steigende Umsätze und setzen zukünftig verstärkt auf das Internet als Vertriebskanal. Hintergrund ist, dass offenbar angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise immer mehr Konsumenten im Internet auf Schnäppchenjagd unterwegs sind. Bereits jetzt ist etwa jedes sechste Kleinunternehmen (13,8 Prozent) mit einem eigenen Online-Shop im Web. Diese Unternehmen erwirtschaften so im Schnitt immerhin fast ein Drittel (32 Prozent) ihres Gesamtumsatzes.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Selbsteinschätzung der wirtschaftlichen Lage von Web-Shops sowie zu einer neuen Shop-Lösung von Sage für KMUs.

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