Automobil-Zulieferer Borgers prüft Dateninhalte mit zweistufiger Firewall Doppelter Firewall-Schutz im vertikalen Markt

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Die Geschäftsbeziehungen zu vielen Automobil-Herstellern und großes Know-how sind die Basis für den Erfolg der Borgers-Gruppe. Zum Schutz der Informationen setzt der Automobil-Zulieferer eine zweistufige Firewall ein, die auch den Inhalt des Datenstroms kontrolliert.

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Die Firmengruppe Borgers mit Hauptsitz in Bocholt schützt ihr Netzwerk mit der zweistufigen Firewall von Genua.
Die Firmengruppe Borgers mit Hauptsitz in Bocholt schützt ihr Netzwerk mit der zweistufigen Firewall von Genua.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ganz schön nackt würden viele Autos ohne den Beitrag der Borgers-Gruppe aussehen. Das Unternehmen mit Sitz im westfälischen Bocholt stattet PKW und LKW nahezu aller namhaften Hersteller weltweit mit Teppichen, Verkleidungen, Hutablagen und Dachhimmeln aus. Um in diesem wettbewerbs-intensiven Markt weiter wachsen zu können, steckt das Unternehmen viel Geld in die Entwicklung neuer Materialien und Produkte.

Über das Internet tauscht Borgers ständig Informationen zwischen den verschiedenen Standorten mit Kunden und Lieferanten aus. Vieles wird dabei über E-Mail abgewickelt. Die Zusammenarbeit mit den Automobil-Herstellern und den zahlreichen Lieferanten wird weitgehend über Kundenportale im Internet organisiert. Insgesamt summieren sich die täglichen Datentransfers auf rund 15 Gigabyte. Gleichzeitig sind unbefugte Zugriffe, Spam, Viren und sonstiger Schad-Code abzublocken, bevor sie aus dem Internet in das LAN gelangen. Firewalls sind hier die digitalen Türsteher.

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Schluss mit Formalitäten

Bis Anfang 2010 verwendete Borgers zwischen LAN und Internet eine Paketfilter-Firewall. Diese Sicherheitssysteme werden mit Filterregeln konfiguriert, die auf die ankommenden Datenpakete angewendet werden. Sie prüfen ausschließlich formale Kennzeichen im Header – der eigentliche Inhalt der Datenpakete wird nicht angeschaut. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit der Kontrolle der Empfänger- und Absenderdaten bei einem Paket in der Post, ohne in den Karton hineinzuschauen.

Paketfilter sind daher blind für Gefahren im Content-Bereich. Aktive Inhalte können beliebige Programme auf dem Ziel-Rechner im Unternehmensnetz ausführen, etwa eine animierte Webseite aufbauen oder aber unbemerkt einen Backdoor-Trojaner installieren. Auch Viren und einen großen Teil des Spams können Paketfilter nicht erkennen und somit blocken oder kennzeichnen.

„Als die Erneuerung der Firewall anstand, wollten wir eine Lösung, die auch den Dateninhalt prüft und somit deutlich mehr Risiken ausschließt“, erklärt Ingo Bertulat, IT-Systemadministrator bei Borgers. Bei der IT-Sicherheit wird das Automotive-Unternehmen von Dr. Bülow & Masiak aus Marl unterstützt, einem Spezialisten für Netzwerk-Lösungen. Die Fachleute empfahlen den Einsatz einer zweistufigen Firewall des Typs Genugate. Genugate von Genua kombiniert zwei Firewall-Systeme: ein Application Level Gateway und einen Paketfilter. Die Systeme laufen auf separater Hardware, sind aber direkt in Reihe geschaltet, so dass Datenpakete beide Firewalls durchlaufen müssen.

Welche Vorteile das Sicherheitskonzept von Genua für Borgers bringt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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