Die Digitalisierung sorgt für volle Auftragsbücher bei den Synaxon-Partnern – und für eine rege Nachfrage nach den Leistungen der Kooperation, wie Frank Roebers und Mark Schröder bestätigen. So groß die Aufbruchstimmung ist, bei einem Thema ist keine Entspannung in Sicht.
Synaxon hatte nach Kassel geladen und rund 350 Partner kamen zur Impulse 2022.
(Bild: Vogel IT-Medien)
„Ich spüre eine Aufbruchstimmung“, sagt Mark Schröder, GeschäftsführerSynaxon gut gelaunt auf der Partnerveranstaltung Impulse. Rund 350 Partner der Verbundgruppe haben den Weg nach Kassel gefunden, um sich nach über zwei Jahren endlich einmal wieder live zu treffen und die brennendsten Themen zu diskutieren. Dass im Kongress Palais der Stadt trotz steigender Inflation und Energiepreise, trotz Fachkräftemangel und Lieferengpässen eben dennoch eine Aufbruchstimmung herrscht, erklärt Frank Roebers: „Die Zeiten sind zwar von den externen Einflussfaktoren verstörend, aber für unser Kerngeschäft bin ich für die nächsten Jahre ziemlich optimistisch und auch unsere Partner werden gute Geschäftsbedingungen sehen.“
Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender bei Synaxon
(Bild: Synaxon)
Allen Grund für diesen Optimismus hat er, wenn man die Vielfalt an Themen betrachtet, die Dienstleister in den kommenden Jahren bei ihren Kunden angehen, die aber auch bei Synaxon auf der Agenda stehen, um Partner wettbewerbsfähig zu machen. Ein Spiegel dessen sind die Vorträge, die bei der Tagung in Kassel auf der Agenda stehen. Da geht es um ganz viel Veränderungen. Etwa von einer Hardware-orientierten Organisation zu mehr Services im Vortrag „Serviceorganisation – Mindset, Prozesse und technische Umsetzung“, oder „Vom IT-Techniker zum Unternehmensberater.“ Auch der Fachkräftemangel ist ein Riesenthema, wie der Vortrag „Unternehmenswachstum in Zeiten von Fachkräftemangel“ zeigte.
Welche Services boomen?
Mark Schröder, Vorstand Synaxon
(Bild: Synaxon)
Für Schröder kumuliert all dies in den Fragen: „Habe ich noch die richtigen Systeme im Einsatz bei mir? Wie stelle ich mich beim Thema Fachkräftemangel richtig auf und bin als Arbeitgeber attraktiv? Durch Managed Services, Cloud und Transformationsprozesse ist viel Dynamik im Markt . „Wir als Verbundgruppe sind da ja in beide Richtungen unterwegs“, führt er aus. Einerseits als Infrastruktur-Services-Anbieter und -Vermittler, andererseits durch zahlreiche Dienstleistungen hinsichtlich Betriebsorganisation und Personal.
So erfährt im Moment beispielsweise das Master-MSP-Programm regen Zulauf. „Die Steigerungsraten sind beeindruckend. Inzwischen erbringen hier über 400 Partner über uns Managed Services an den Endkunden. Das zeigt, dass es hier hohen Bedarf gibt“, freut sich Roebers. Allerdings weiß er auch, „bei der Automatisierung stehen wir so was von am Anfang. Hier wird in den nächsten Jahren auch die meiste Musik spielen, denn noch ist erstaunlich viel Handarbeit dabei“.
Bei aller Freude über diese Aussichten, dämpft er aber die Erwartungen in einem Punkt: Personal. „Ich glaube, dass unsere Partner da in den nächsten Jahren keine Entspannung erwarten dürfen. Das wird nicht besser. Und im Gegensatz zu anderen Branchen, werden wir das durch Zuwanderung nicht lösen können, weil unsere Partner auf Personal mit guten Deutschkenntnissen angewiesen sind.“ Die Zahl, die im Raum stehe sei, dass in Deutschland in den nächsten Jahren 500.000 mehr Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden als eintreten.
Zentrale Bündelung, positive Effekte
Die Lösung, Leistungsbereiche, die zuvor beim Partner waren, zur Synaxon zu holen, wie dies bereits mit dem 1st- und 2nd-Level-Support, der HR-Akquise, Marketing und Einkauf sowie Managed Services passiert. „Eben alles, wo es sinnvoll ist, durch zentrale Bündelung positive Effekte zu erzielen. Das erklärt auch unseren überproportionalen Personalzuwachs, denn wir haben uns in den letzten drei Jahren personell fast verdoppelt. Da sehen wir auch unsere Aufgabe: die Dinge, die zentral gemacht werden können, zu uns zu holen und andererseits zu unterstützen, damit diese Partner in den nächsten Jahren auch noch erfolgreich am Markt sein können.“ Ein weiteres Wachstumsfeld für Synaxon sehen die beiden Manager bei der Führungskräfteentwicklung für ihre Partner. „Hier haben wir nun die Ressourcen geschaffen. Denn es macht für Partnerunternehmen keinen Sinn, sich mit einer eigenen Führungskräfteentwicklung auseinanderzusetzen“, betont Roebers. Und Schröder ergänzt: „Gerade bei den aktuellen Veränderungen in den Unternehmensgrößen. Wer von 10 auf 30 oder noch mehr Mitarbeiter skaliert, muss Strukturen verändern. Und das betrifft viele unserer Partner und die bringen ihren Führungsnachwuchs zu uns.“ Auch, um ein Netzwerk an Kontakten aufzubauen.
Vom NOC zum SOC?
Ein weiteres Betätigungsfeld ist das Network Operation Center. „Hier sind wir hier noch am Anfang und erproben es gerade bei Einsnulleins, nicht nur für den Eigenbetrieb, sondern eben auch für Partner. Das könnte ein Riesenthema werden, weil das die Anzahl der Störungen, die in den Support wandern drastisch reduzieren könnte, wenn man beispielsweise Monitoring-Daten stärker nutzt. Und sobald das NOC läuft, sollten wir uns auch gleich noch über ein SOC unterhalten“, blickt Roebers in die Zukunft. Doch hier brauchen Synaxon und die Partner erst noch eine Zielgruppe, die bereit ist, dafür zu zahlen. „Denn der SMB-Markt bis 250 Mitarbeiter ist, was Security angeht, sehr unsensibel. Aber die Kryptotrojaner schaffen auch da jetzt mehr und mehr Aufmerksamkeit. Bei Einsnulleins werden wir da vorpreschen und ein Projekt innerhalb unserer Infrastrukturbetreuung wird auch ein SOC sein müssen“, ist Schröder überzeugt. Denn nicht jeder Infrastruktur-Anbieter ist stark beim Thema Security, und wenn man nur 50-60 Kunden hat, lohnt es sich nicht, das alleine zu stemmen.
Stand: 08.12.2025
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Kollisionsquote geht gegen Null
Apropos Einsnulleins: Die Gründung des Franchise-Servicezweiges sorgte vor ein paar Jahren für einen großen Aufschrei in der Partnerlandschaft, befürchteten viele der kooperierten Dienstleister Konkurrenz. Diese Angst ist unbegründet, fühlt sich Roebers inzwischen bestätigt. „Unsere Hypothese war korrekt, dass das Kollisionspotenzial mit unseren Partnern nicht besonders groß ist. Die Anzahl an Konflikten, weil Einsnulleins auf einen Bestandskunden eines Bestandspartners der Synaxon getroffen ist, kann ich an einer Hand abzählen und diese sind, bis auf einen Fall, auch sehr gütlich beigelegt.“ Einsnulleins sei zwar sehr offensiv am Markt unterwegs, aber eben ohne Nachteil für Partner. „Dafür ist das Knowhow, das zurückfließt beachtlich“, zeigt sich für Roebers hier künftiges Potenzial. „Wenn sich erfüllt, was wir planen, sind wir in fünf Jahren uneinholbar. Es gibt ja jetzt schon keinen großen Mitbewerber und die Markteintrittshürde ist hoch. Das kann man nicht mehr einfach so nachmachen. Unsere Partner wachsen wie verrückt, wir haben eine Dienstleistungssteigerung von 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“ „Einsnulleins nutzt Leistungen der Synaxon, die Partnern auch zur Verfügung stehen. Nur, dass es dort noch stärker in die Standardisierung geht. So befruchten sich beide gegenseitig und unser Leistungsversprechen für Partner wird immer umfangreicher. Wir offerieren ein Buffet, und die Unternehmer entscheiden, was sie davon nehmen. Wir bieten halt immer attraktivere Speisen", schmunzelt Schröder.
Auf dem Weg zum Orchestrator?
Synaxon sei in den vergangenen Jahren immer fokussierter geworden und bietet Infrastruktur und Betreuungsdienstleistungen für Unternehmensgrößen von einem bis 250 PC-Arbeitsplätzen. „Wir haben viel Ballast abgeworfen. Und je fokussierter wir waren, desto besser lief es. Diese Strategie empfehlen wir auch unseren Partnern.“ Denn man kann besser wirken, wenn man sich begrenzt. Vor allem wenn der Markt wächst und Infrastruktur an sich schon ein großes Feld ist. „Diversifizieren würde ich nur, wenn ich meinen Markt ausgeschöpft habe“, ist Schröder der gleichen Meinung.
Ein wenig lässt Roebers noch in die Karten für die Zukunft blicken und hat als Vision ein Ökösystem. Wie er das versteht? „ Als Synaxon sind wir ja schon ein Netzwerk mit allen möglichen Spezialisten. Jetzt bräuchte es jemanden, der das orchestriert. Im Moment machen wir das aber nur reaktiv.“