KI und Security im Homeoffice Die Generation KI arbeitet sicherer

Autor: Melanie Staudacher

Höhere Produktivität, flexibleres Arbeiten und weniger Stress können die Vorteile von Homeoffice sein. Wie junge Deutsche künftig arbeiten wollen und welche Rolle Künstliche Intelligenz dabei spielt, hat Kaspersky im Rahmen einer Studie untersucht.

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35 Prozent der Generation KI nutzen bereits KI-Technologie oder automatisierte digitale Prozesse im Job.
35 Prozent der Generation KI nutzen bereits KI-Technologie oder automatisierte digitale Prozesse im Job.
(Bild: deagreez – stock.adobe.com)

Wie arbeiten junge Deutsche während der Pandemie? Was wissen sie über Künstliche Intelligenz (KI)? Und was erwarten sie in ihrer beruflichen Zukunft? Diesen Fragen geht der Security-Hersteller Kaspersky in der Studie „Arbeitsplatz der Zukunft“ nach.

Wer ist die Generation KI?

Zur Generation KI gehören laut Kaspersky alle unter 31-Jährigen. Damit vereint diese Gruppe die beiden Generationen Y und Z. Als Generation Z werden die Menschen bezeichnet, die um die Jahrtausendwende geboren wurden. Generation Y sind die Vorgänger, die ab 1980 geboren wurden.

Während Generation Y in ihrer Jugend zum Teil mit E-Mail, Handy, CD und MP3 sowie wenigen Fernsehprogrammen aufwächst, kennt die Generation Z ein Leben ohne Smartphone, WhatsApp, YouTube und Netflix nicht. Genau diese Gruppe wird Kaspersky zufolge privat und beruflich voraussichtlich am meisten mit KI zu tun haben. Im Januar und Februar hat Kaspersky online 1.000 Menschen im Alter von 16 bis 30 zu ihrer Wahrnehmung und Einstellung zum zunehmenden Einzug von KI befragt.

Arbeiten im Homeoffice

Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer (55 %) ist der Auffassung, dass die Pandemie die Digitalisierung der Arbeitswelt enorm beschleunigt. Deswegen ist es 48 Prozent der Befragten bei der Wahl eines neuen Jobs nicht nur wichtig, dass Homeoffice angeboten wird, sondern dass der heimische Arbeitsplatz auch mit modernster Technologie ausgestattet wird. Weitere 36 Prozent befürchten, dass die eigene berufliche Karriere durch die Arbeit im Homeoffice ins Stocken geraten könnte.

KI im Arbeitsleben

Nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer erhofft sich Unterstützung durch KI im Arbeitsleben. Konkret gaben 48 Prozent an, sie wären froh, wenn eine KI sie bei der Arbeit in Echtzeit hinsichtlich IT-Sicherheitsfragen beraten und unterstützen könnte. Vor allem, wenn es darum geht, Anhänge zu öffnen oder Links anzuklicken, die eventuell ein Sicherheitsproblem für den eigenen Arbeitgeber darstellen. Dass KI mehr Raum für Kreativität und Kommunikation unter Kollegen schaffen könnte, weil sie monotone Routine-Tätigkeiten im Job übernehmen kann, sehen 46 Prozent so.

Knapp über die Hälfte der Generation KI (51 %) ist zudem der Meinung, dass Menschen, die Kenntnisse im Bereich Automatisierung und KI haben, zukünftig mehr Verantwortung bekommen und Geld verdienen werden. Dennoch haben 37 Prozent die Sorge, ihre Fähigkeiten könnten durch die Zunahme technologischer Systeme nicht mehr ausreichen und befürchten, ihre berufliche Entwicklung könnte dadurch gehemmt werden.

IT-Sicherheit im Homeoffice

Obwohl viele junge Menschen sich mehr KI und Automatisierung im Arbeitsleben wünschen, haben 36 Prozent die Sorge, dass die vermehrte Integration von KI und moderner Technologie zu Lasten der IT-Sicherheit gehen könnte. Demgegenüber stehen 45 Prozent der Befragten, die angaben, dass ihr Bewusstsein hinsichtlich Cybersicherheitsfragen gestiegen sei. Insgesamt nutzt bereits über ein Drittel (35 %) KI-Technologie oder automatisierte digitale Prozesse bei der Arbeit.

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Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH