Vorsichtige Wachstumserwartungen trotz Wirtschaftsflaute DexxIT navigiert durch herausfordernde Marktlandschaft 2025

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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„2025 ist ein Blick in die Sterne“, sagt Judith Öchsner, DexxIT-Vertriebsleiterin, während der Distributor trotz konjunktureller Herausforderungen auf vorsichtiges Wachstum setzt. Optimierte Prozesse und ein breites aktuelles Sortiment sollen es ermöglichen.

Stefanie Gundlach (l.) und Judith Oechsner von DexxIT stellen sich den Herausforderungen des Jahres 2025.(Bild:  DexxIT)
Stefanie Gundlach (l.) und Judith Oechsner von DexxIT stellen sich den Herausforderungen des Jahres 2025.
(Bild: DexxIT)

Das vergangene Jahr hinterließ in vielen deutschen Branchen tiefe Spuren. Die Volkswirtschaft musste einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent verkraften – eine Folge sowohl konjunktureller als auch struktureller Herausforderungen. Parallel dazu führte die anhaltende Inflation zu einem gedämpften Konsumverhalten und zurückhaltenden Unternehmensinvestitionen. Zusätzlich verschärften chinesische Online-Plattformen den Wettbewerbsdruck auf dem heimischen Markt. Diese Entwicklungen machten auch vor DexxIT nicht halt.

„Für uns war das natürlich auch zu spüren“, bestätigt Judith Öchsner, DexxIT-Vertriebsleiterin. Der Würzburger Distributor verzeichnete 2024 einen leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Doch das Bild zeigt sich differenziert: Während das Telekommunikationssegment schwächelte, konnten Bereiche wie Office-Equipment, Netzwerktechnik und Speichermedien ein stabiles Wachstum verbuchen.

Neue Erwartungen an die Distribution

Weitsichtig startete DexxIT bereits 2024 eine umfassende Prozessoptimierung. Diese umfasst unter anderem die Automatisierung der Auftragsübernahme und die Anreicherung der Datenbanken für Kunden. Ein wichtiger Schritt, denn inzwischen werden laut Öchsner 53 Prozent aller Aufträge elektronisch abgewickelt. Aber auch, um mehr Luft für die persönliche individuelle Ansprache mit Kunden – die immer wichtiger wird – zu haben, war die Automatisierung einiger Prozesse erforderlich, wie Öchsner erläutert.

Diese Neuausrichtung reflektiert die veränderten Erwartungen an die Distribution. Denn die muss heute mehr und anderes leisten als noch vor einigen Jahren. Dabei steht die maßgeschneiderte Beratung im Fokus, Vertriebsteams müssen Kundenbedürfnisse präzise erfassen, über bestimmtes technisches Knowhow verfügen, die Warenverfügbarkeit garantieren und Partnern verlässliche Planungssicherheit bieten. Gleichzeitig muss die Lieferkette optimiert und die Logistik gestemmt werden, die sich mit steigenden Transportkosten konfrontiert sieht, nennt Öchsner die neuen Aufgaben.

Neue und alte Hersteller im Portfolio

Um diesen vielschichtigen Aufgaben gerecht zu werden, hat der Distributor sein Sortiment gezielt erweitert. Im vergangenen sowie im laufenden Jahr kamen Beamer und Monitore von BenQ und InFocus hinzu, ergänzt durch Storage-Lösungen von Adata, TV-Geräte von Sony und Sharp sowie Küchenelektronik von Vitamix und Shark Ninja. Damit umfasst das Gesamtportfolio des Würzburger Unternehmens 45.000 Artikel von 550 Herstellern.

Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Produktpalette gut für die Zukunft aufgestellt sind. Die Technologien, die wir heute anbieten, ermöglichen es unseren Kunden, effizienter und vernetzter zu arbeiten.

Judith Öchsner, Vertriebsleiterin bei DexxIT

Neue Bereiche wolle DexxIT Öchsner zufolge erst einmal nicht erschließen. „Wir sind bei vielen Bereichen noch nicht am Ende angekommen und es findet eine stetige Weiterentwicklung statt“, erläutert die Vertriebsleiterin. Vielmehr wolle sich der Distributor innerhalb bestehender Bereiche noch breiter aufstellen.

KI ist bereits allgegenwärtig

„Mit unseren Produkten ermöglichen wir digitalen Wandel“, erklärt Öchsner und hebt hervor, dass DexxIT schon seit geraumer Zeit KI-gestützte Produkte im Sortiment führt. Oft würde zunächst gar nicht wahrgenommen, dass viele Produkte bereits mit intelligenten Funktionen ausgestattet sind. Die Vertriebsleiterin nennt Smartwatches und smarte Gesundheitswaagen als Beispiele für KI-basierte Artikel im Distributionsportfolio. Gleiches gilt für Speichermedien, wo DexxIT mit Herstellern kooperiert, um leistungsstarke Lösungen für datenintensive KI-Workloads anzubieten.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Produktpalette gut für die Zukunft aufgestellt sind. Die Technologien, die wir heute anbieten, ermöglichen es unseren Kunden, effizienter und vernetzter zu arbeiten. Wir blicken optimistisch auf die Chancen, die der digitale Wandel mit sich bringt“, erklärte Öchsner und betont zugleich: „Es ist wichtig, dass Innovation darauf aufbaut, das Bestehende zu verstehen.“

KI – aber unauffällig

Laut Öchsner können bereits eine Vielzahl der von DexxIT geführten Produkte mit intelligenten Funktionen dienen – auch wenn das nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Neben Artikeln aus dem Gesundheits- und Speicherbereich nennt die Vertriebsleiterin die Imagine-Sparte mit smarter Bildbearbeitung oder direkten Fotoverbesserungsvorschlägen durch die KI. Auch Notebooks mit Künstlicher Intelligenz sind Teil des Distributionsportfolios.

Vorsichtiger Optimismus für 2025

Mit dieser zuversichtlichen Grundhaltung formuliert der Distributor auch seine Erwartungen für das Jahr 2025. DexxIT prognostiziert ein vorsichtiges, einstelliges Wachstum, plant dabei jedoch agil zu bleiben, um auf sich verändernde Marktbedingungen flexibel reagieren zu können. „Wir setzen auf eine direkte und effiziente Distribution ohne Umwege. Unser Ziel ist es, unseren Kunden schnelle, zuverlässige Lieferungen und eine enge Zusammenarbeit zu bieten“, so Öchsner. Wenngleich 2025 ein Blick in die Sterne bleibt, konnte der Distributor das erste Quartal schon einmal mit einem leichten Plus abschließen.

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