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Porträt des Startups Nitrobox Der Letzte macht das Licht aus

Autor: Sarah Nollau

Wenn man Opfer des eigenen Erfolgs wird, hilft die Nitrobox. Dank der Order-to-Cash-Plattform aus Hamburger Hand werden der Buchhaltung Überstunden erspart bleiben. Sie automatisiert Abrechnungsprozesse und basiert auf Cloud-Infrastrukturen.

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Die Nitrobox automatisiert Abrechnungsprozesse. So bleiben der Buchhaltung Überstunden erspart, wenn beispielsweise ein Shop online geht und die Komplexität der Transaktionen rapide steigt.
Die Nitrobox automatisiert Abrechnungsprozesse. So bleiben der Buchhaltung Überstunden erspart, wenn beispielsweise ein Shop online geht und die Komplexität der Transaktionen rapide steigt.
(Bild: Coloures-Pic - stock.adobe.com)

Die leuchtende Idee, im wahrsten Sinne des Wortes, kam den Gründern des Startups Nitrobox während eines abendlichen Rundgangs über das Betriebsgelände eines Kunden. Im Bürogebäude brannte noch genau ein Licht – das der Buchhaltung. Sie war seit dem Launch eines Online-Shops zu Überstunden verdammt, um die Anzahl der Transaktionen zu bewältigen.

Schneller, dichter, komplexer

Werner Nelz-Böttcher (CSO), Henner Heistermann (CEO) und Sven Grimminger (CTO)
Werner Nelz-Böttcher (CSO), Henner Heistermann (CEO) und Sven Grimminger (CTO)
(Bild: Nitrobox)

Als „ShopStrategen“ beraten Henner Heistermann und Sven Grimminger E-Com­merce-Unternehmen. Oft kamen Letztere an ihre Grenzen, wenn Online-Shops oder andere digitale Geschäftsmodelle erfolgreich und die Transaktionen zunehmend dichter getaktet wurden. Meist kommen dann noch verschiedene Zahlungsmethoden und Länder hinzu. „Bestehende Lösungen am Markt waren einfach nicht in der Lage, diese Komplexität adäquat abzu­bilden“, so Heistermann. Deshalb wollten die Gründer zusammen mit Werner Nelz-­Böttcher Abhilfe schaffen und riefen 2012 die Nitrobox ins Leben. Nach dreieinhalb Jahren Produktentwicklung mit Pilot­kunden ging die Lösung Mitte 2016 an den Markt.

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Das kann die Nitrobox

> Zu den Funktionen der Order-to-Cash-Plattform zählen die automatische Zuordnung und Verbuchung der Konto­bewegungen sowie die Generierung und der Versand von Rechnungen. Das „Offene-Posten-Management“ liefert
eine sekundengenaue Übersicht überfälliger Rechnungen. Per API-Schnittstelle können Visualisierungen der Vorgänge weiterverarbeitet werden.

Die Order-to-Cash-Plattform ist skalierbar und führt Abrechnungsprozesse an einem Ort – in der Box – zusammen. Zu den Kernbereichen gehören das Erfassen der Zahlungsströme und die Fakturierung. Bereits integriert sind aber auch Payment-Anbieter, Bonitäts- und Risikoprüfer, Inkasso-Unternehmen und Anbieter für revisionssichere Belegarchivierung. Laut Heistermann müssen Geschäftsmodelle heute nicht mehr an der Abrechnung scheitern. „Insbesondere Großunternehmen sind somit in der Lage, ohne größere technische Aufwände neue Produkte und Dienstleistungen zu schaffen.“ Die Nitrobox basiert auf Cloud-Infrastrukturen, kann aber auch auf On-Premises-Lösungen im eigenen Rechenzentrum eingesetzt werden.

Growr-Plattform

Das Startup ist Mitglied in der Growr-Plattform von Comteam. Dort kann es auf Unterstützung zählen, wenn eine weitere Hürde bevorsteht. Brauchen das Unternehmen eine bestimmte Hardware oder weitere drei Mitarbeiter, ist das Growr-Netzwerk mit den richtigen Kontakten zur Stelle. Das gleiche gilt für Rechtsanwälte, die die Mitarbeiter aus Hamburg bei Rechtsfragen unterstützen, um Enterprise-Anforderungen gerecht zu werden.

Die Nitrobox sorgt also nicht nur für Durchblick, sondern auch für den rechtzeitigen Feierabend der Buchhaltung.

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Über den Autor

 Sarah Nollau

Sarah Nollau

Redakteurin