Direktvermarkter auf Abwegen Dell-Systemhäuser fiebern Partnerprogramm entgegen

Redakteur: Stefan Riedl

Trotz des Credos: »Dell gibt es in keinem Geschäft«, gibt es sie schon jetzt: Systemhäuser, die im Projektgeschäft mit Dell zusammen arbeiten. IT-BUSINESS sprach mit Tobias Freiwald von der Rednet AG über das Tagesgeschäft als Dell-Partner und das anrollende Partnerprogramm.

Anbieter zum Thema

ITB: Ein Dell-Leitsatz, den man immer wieder zu hören bekommt, lautet: »Dell gibt es in keinem Geschäft«. Da gibt es allerdings Ausnahmen, oder?

Freiwald: Richtig. Dell arbeitet bekannterweise auch mit Systemhäusern zusammen, wenn die Umstände es erfordern. Die Rednet AG ist besonders bei Ausschreibungen von Behörden und mittelständischen Unternehmen stark. Das ist ein Markt, in dem naturgemäß nicht im Geschäft gekauft wird, auf den Dell aber verständlicherweise nicht verzichten will. Ganz im Gegenteil.

ITB: Seit wann arbeiten Sie schon mit Dell zusammen?

Freiwald: Im Mai dieses Jahres haben wir die ersten Gespräche mit Dell geführt. Seitdem packen wir Projekte gemeinsam mit Dell an und konnten bereits erfreuliche Erfolge verbuchen. Deswegen werden wir auch beim kommenden Partnerprogramms mit an Bord sein.

Bildergalerie

ITB: Wie kann man sich die Zusammenarbeit in Projekten mit Dell konkret vorstellen? Von Dell kommt die Hardware und von Ihnen der ganze Rest?

Freiwald: Vom Grundsatz her verkaufen wir Dell-Hardware im Bundle mit eigenen Leistungen. Beispielsweise zählen wir zu den wenigen Partnern, die selbst Dell-Produkte reparieren dürfen, wenn auch nur die Hardware, die wir selbst verkauft haben. Dass von Dell in Direktvermarkter-Manier nur die Hardware käme, so einfach ist es aber nicht. Wir waren vielmehr sehr vom Projekt-Know-how überrascht. So vermarktet Dell über diese Vertriebsschiene auch Storage-Produkte von EMC. Das ist mitunter ein sehr erklärungsbedürftiges und komplexes Geschäft, bei dem der Dell-Außendienst mit uns gemeinsam zum Kunden geht und Überzeugungsarbeit leistet. Wir als Dell-Partner leisten klassische Installations- und Service-Arbeiten, wie beispielsweise auf den Kunden zugeschnittene Image-Bespielungen. Zum anderen bringen wir unsere Kundenkontakte ein sowie viel Know-how und Erfahrung in Sachen Ausschreibungen und rechtlichen Gesichtspunkten im Projektgeschäft.

ITB: Haben Sie sich als Service-Center für die Hardware-Reparatur zertifizieren lassen?

Freiwald: Wie bereits angedeutet, sind die Partnerstrukturen noch im Aufbau, so dass ich das Abkommen eher als »Gentlemans Agreement« bezeichnen würde. Unsere von Dell zertifizierten Techniker sind für die Reparatur der verkauften Systeme geschult. Ich gehe aber davon aus, dass es solche Service-Partnerschaften nach dem Start eines Reseller-Programms bei Dell ganz regulär geben wird.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2009448)