Deception-Technologie

Das Trojanische Pferd von Illusive Networks

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Wie unterscheidet sich Illusive zu EDR?

Mittlerweile hallt die Aussage, Endpoint Detection and Response (EDR) sei nicht mehr ausreichend, wie ein Echo durch die ITK-Branche. Rummel schließt sich dieser Meinung an: „Prinzipiell ist eine EDR-Lösung gut. Allerdings auch nicht ganz zuverlässig und sie muss mit weiteren Technologien ergänzt werden.“

Die Cyberangreifer können die Lösung von Illusive nicht umgehen. Denn sie wissen gar nicht, dass sie da ist.

Jochen Rummel, Director Sales Central & Eastern Europe bei Illusive

Das liege daran, dass EDR agentenbasiert arbeitet. Das bedeutet, dass die Lösung für die Cyberangreifer sichtbar ist. Damit können die Angreifer sie umgehen, indem sie die Agenten analysieren und die Schutzmaßnahmen als solche erkennen.

Kombinieren Unternehmen die Active Defense Platform mit einer EDR-Lösung, haben sie laut Rummel eine „99,99 prozentige Chance, einen Angreifer zu erkennen“. Denn die Illusive-Lösung arbeitet ohne Agenten und ist darauf ausgelegt, nur kurzzeitig am Endpunkt sichtbar zu erscheinen, um einen Köder auszulegen. Dafür nutzt Illusive die Softwareverteilungsmechanismen beim Kunden. Rummel zufolge dauert dies maximal ein paar Sekunden. Danach verschwindet sie vom Endpunkt und ist wieder unsichtbar.

Was kommt nach Deception?

Die Geschichte des Trojanischen Pferdes ist mittlerweile weltbekannt. Würde ein solcher Trick nochmal funktionieren? Oder wären die Trojaner bei einem zweiten Versuch vorsichtiger?

Auch die Methoden der Cyberangreifer verändern sich. Was, wenn sie einen Weg finden die Deception-Technologie zu erkennen? Reichen die Köder als Täuschung dann noch aus?

„Wir haben uns große Mühe gegeben und den Angreifer-Background unserer Gründer genutzt, um die Architektur unserer Active Defense Platform so zu gestalten, dass sie bis jetzt unüberwindbar ist“, sagt Rummel. „Ob das für immer so bleibt, ist schwer vorherzusagen. Selbstverständlich sind wir ständig auf der Suche nach weiteren Verbesserungen, damit das auch so bleibt.“

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