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Industrie 4.0 als Chance für die IT-Branche
Dass man als IT-Dienstleister die Prozesse seiner Kunden kennen muss, steht für Horst Reichardt, CEO von Freudenberg IT, außer Frage. Anders als klassische Systemhäuser, deren Schwerpunkt im Infrastrukturgeschäft liegt, kommt Freudenberg aus dem SAP-Consulting und -Outsourcing. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die fertigende Industrie.
Vor diesem Hintergrund sprach Reichardt über Industrie 4.0 und darüber, welche Chancen sich mit dem Zukunftsthema für IT-Anwender und Dienstleister gleichermaßen bieten. Der Manager betonte die zentrale Rolle der Cloud, die „unumgänglich für den Eintritt ins Industrie 4.0-Zeitalter“ sei. Die Akzeptanz von Cloud-Anwendungen gebe daher im fertigenden Mittelstand den Ausschlag für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen und damit für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit, so Reichhardt.
Konkurrenz durch Hoster
Kommen sich Systemhäuser und Consulting-Unternehmen womöglich bei der Prozessberatung ins Gehege, so machte Dr. Christian Böing, Vorstandsvorsitzender von Strato, die Summit-Teilnehmer auf ganz andere Wettbewerber aufmerksam: Unter dem Titel „Drei Erfolgsbausteine für Service-Provider“ beleuchtete Böing die Szene der Hoster. Nach seinen Worten drängen diese Unternehmen mit ihren kostengünstigen Angeboten zunehmend in den Geschäftskundenmarkt.
Freilich richten sich die Services der Hoster vor allem an Klein- und Kleinstunternehmen, und nicht an den klassischen Mittelstand, den Systemhäuser üblicherweise betreuen. Das müsse aber nicht für alle Zeiten so bleiben, gab der Strato-Chef den Zuhörern zu bedenken. „Sie sind sich der Gefahren, von wo sie überall angegriffen werden, noch nicht bewusst.“
Agilität ist gefordert
Als Vertreterin eines Herstellers konzentrierte sich Sabine Bendiek, Geschäftsführerin EMC Deutschland, in ihrer Keynote auf das Thema Agilität. Durch den Trend zu Mobility und Big Data „müssen Unternehmen ihre IT-Infrastrukturen automatisieren, wenn sie trotz stetig wachsender Datenvolumina effizient bleiben wollen“. Dazu benötigten sie hochagile Systeme, um schnell auf Marktveränderungen reagieren und neue Anwendungen bereitstellen zu können. Agilität erreicht man Bendiek zufolge durch integrierte Systeme und die automatisierte Erbringung von Services. Darüber hinaus seien neue Herangehensweisen an Daten und Datenarchitekturen sowie integrierte Sicherheitsmechanismen erforderlich. □
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