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Streit um Wartungsdienstleistungen von Netzwerken

Cisco wird Missbrauch seiner Monopolstellung vorgeworfen

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Martin Fryba / Martin Fryba

Marktführer Cisco behindert angeblich Wettbewerber im Wartungsmarkt.
Marktführer Cisco behindert angeblich Wettbewerber im Wartungsmarkt.

Das IT-Serviceunternehmen Multiven wirft Cisco vor, den Markt für Wartungsdienstleistungen abzuschotten und den Wettbewerb systematisch auszubremsen. Multiven hat nun beim Bundeskartellamt eine Beschwerde gegen Cisco eingereicht.

Der Wartungsdienstleister Multiven würde gerne Cisco-Switche und die Netze seiner Kunden betreuen, doch dazu sieht sich das Unternehmen nicht in der Lage, weil es durch zahlreiche Maßnahmen von Cisco daran gehindert werde. Es ist sogar von einem „Monopol Ciscos“ die Rede, da der weltgrößte Netzwerkausrüster diesen Markt mit einem Anteil von rund 75 Prozent dominiere. Laut der Beschwerde, die von der Schweizer Tochtergesellschaft des US-Unternehmens Multiven beim Bundeskartellamt in Bonn eingereicht wurde, stellt Cisco erforderliche Software-Updates nicht allen Kunden zur Verfügung, sondern nur jenen, die auch den „SMARTnet Service“ von Cisco kaufen. Doch ohne Patches und Updates funktioniert ein herstellerunabhängiges Wartungskonzept nicht.

Ein weiterer Vorwurf an die Adresse des Branchenprimus: Cisco erkläre die Softwarelizenzen von Kunden für ungültig, die ihre gültige Cisco-Software auf authentischer Cisco-Ausrüstung installieren, die von Cisco-unabhängigen Lieferanten erworben wird. „Diese Handlungen zielen darauf ab, Konkurrenten wie Multiven an der Wartung von Cisco-Netzwerkausrüstung zu hindern“, beschwert sich der Mitbewerber.

Kunden zahlen überhöhte Preise

Multiven sieht sich selbst und alle von Cisco nicht autorisierten Wartungsdienstleister ausgeschlossen. Den Nachteil hätten die Kunden, die keine freie Wahl des Dienstleisters hätten und letztlich die „überhöhten“ Preise zahlen müssten.

Im weltweiten Markt der Wartungsdienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen werden jährlich mehrere Milliarden Dollar umgesetzt. Einen fairen und freien Wettbewerb gäbe es hier nach Meinung von Multiven nicht. Cisco habe diesen Markt einzigartig abgeschottet. Nicht einmal Apple, Hewlett-Packard oder Microsoft würden solche marktbehindernden Praktiken ausüben wie dies Cisco tue, beschwert sich Multiven.

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