KI, Regulierung, Spezialisierung und Kooperation Chancen am Horizont und wie iTeam die Segel setzt

Von Sylvia Lösel 4 min Lesedauer

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Mark Schröder und Nicole Bade enthüllten auf der iTeam-Geschäftsführertagung die entscheidenden Trends und Chancen für Dienstleister. Von KI-Revolution bis zur Stärkung von Partnerschaften – ein spannender Ausblick auf eine vielversprechende Dekade.

iTeam setzt die Segel für die Zukunft.(Bild:  soysuwan123 - stock.adobe.com)
iTeam setzt die Segel für die Zukunft.
(Bild: soysuwan123 - stock.adobe.com)

„Ein außerordentliches nächstes Jahrzehnt“ erwartet die IT-Branche. Dessen ist sich Mark Schröder, Vorstand der Synaxon, sicher. Auf der iTeam-Geschäftsführertagung forderte er deshalb einen Chancen-orientierten Blick auf die Zukunft. Dazu gehört in einer Zeit der Umbrüche und multiplen Herausforderungen, dass Unternehmen ihre Strategien anpassen und flexibel bleiben. Und genau das passiert auch gerade bei den Dienstleistern, die der iTeam angeschlossen sind und folglich auch bei der Verbundgruppe selbst. Denn dort hat seit einem knappen Jahr Nicole Bade die Geschäftsführung übernommen, als Nachfolgerin des langjährigen Chefs Frank Roebers. Große Fußstapfen, in die sie hier tritt. Und dennoch ist es vielleicht jetzt genau die richtige Zeit. Das sieht auch Roebers so – der sich auf der diesjährigen iTeam-Geschäftsführertagung in Düsseldorf von den Mitgliedern verabschiedete – auch in seiner Funktion als Geschäftsführer der Synaxon. Ab Januar wird er sichin einer neuen Rolle als Franchise-Nehmer der Einsnulleins mit einer neuen Perspektive in der Verbundgruppe wiederfinden.

Zwei Faktoren, die über die Zukunft entscheiden

Und neue Perspektiven sind es, die heute gefragt sind. Die Frage sei, wie die Mitglieder der iTeam die Zukunft gestalten können. Aus Schröders Sicht sind zwei Dinge entscheidend: Spezialisierung und Partnerschaften. „Der Bauchladen ist für kleine Systemhäuser eine Sackgasse“, ist er überzeugt. Und betont: „Wir als Verbundgruppe entwickeln uns ja auch mit den Partnern weiter. Das heißt, wir stellen uns auf deren Bedürfnisse ein. Denn die Herausforderungen der iTeam-Mitglieder verändern sich, beispielsweise, wenn man mehrere Standorte eröffnet, zentralisiert, oder sich überlegen muss, wie man unterschiedliche Unternehmenseinheiten bedient.“

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Starker Verbund, starke Partner

Diese Veränderungen müssen ungünstigerweise in Zeiten passieren, in denen Wachstum nicht in dem Maße geschieht, wie man es sich gewünscht hätte. Auch Synaxon musste die ambitionierten zweistelligen Wachstumsziele für 2024 kassieren. „Dennoch sind wir stark gewachsen“, betont Schröder. „Zwar eben im einstelligen Bereich, aber dennoch stärker als der Markt. Und das ist unser Anspruch. Wenn wir uns dauerhaft besser entwickeln als der Markt, stärken wir unsere Partnerbetriebe.“ Denn für mittelständische Unternehmen wird es wohl ohne Kooperationen künftig noch weniger gehen als bisher. „Denn ich kann nicht in allen Bereichen gleich gut sein und nicht alles selbst machen.“ Eine vertrauensvolle Umgebung, in der man Partnerschaften ausloten kann wird damit wichtiger denn je – und diese bietet eine Verbundgruppe. Zum Tragen kommen nun Investitionen, die vor Jahren getätigt wurden. „Zum Beispiel die Managed Services unter Markus Rex oder auch die Einsnulleins.“ Gerade der Cloud- und Managed-Services-Bereich sei stark gewachsen.

Diese unternehmerischen Entscheidungen wollen wir niemandem abnehmen. Wir sind nur der Lotse. Für das Schiff verantwortlich ist der Kapitän.

Nicole Bade, Geschäftsführerin iTeam

KI als Gamechanger?

Mit KI kommt nun erneut ein Gamechanger. „Ich bin mir sicher, KI wird die Systemhauslandschaft noch mal nachhaltig verändern. Denn kleine Unternehmen können enorm profitieren, wenn man Dinge über die KI erledigen kann.“ Aber auch hier gelte es nun erst einmal, die Hausaufgaben zu machen, und dann in die Umsetzung zu gehen. In puncto KI gibt Schröder bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den neuen Servicepreisspiegel, der Anfang 2025 erscheint: „Während im vergangenen Jahr 42 Prozent keine Veränderungen durch KI erwartet haben, ist dies nun signifikant anders“, so der Manager. Generell werde die Geschwindigkeit mit der KI sich ausbreitet überschätzt, die Auswirkungen allerdings unterschätzt.

Heterogenität als Stärke

Nicole Bade sieht hier eine Riesenchance. „Ich glaub wir haben noch viel Potenzial uns noch besser für die Partner auszurichten. Dank unserer rund 360 Partner haben wir eine unfassbare Heterogenität in dieser Landschaft und darauf setzen wir auf. Wir wollen das Matchmaking noch besser hinbekommen und zielgerichteter agieren. Es sind ja oft auch kleine Ideen, die sich dann weiterentwickeln.“ Und Schröder ergänzt aus Sicht von Synaxon: „Auf technologischer Ebene sehen wir die gleichen Tendenzen, wie vor Jahren im Handelsgeschäft. Die Leistungen werden Commodity, der Preis sinkt. Diese Leistungen lohnen sich dann nur mit einem hochgradigen Automatisierungsgrad und einem vernünftigen Monitoring, Intelligenz und guten Produkten. Und da werden wir noch mehr Gelder bereitstellen als in der Vergangenheit, weil wir hier eine hohe Nachfrage wahrnehmen.“

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Wenn wir uns dauerhaft besser entwickeln als der Markt, stärken wir unsere Partnerbetriebe.

Mark Schröder, Geschäftsführer Synaxon

Hohe Belastungen, Resilienz gefragt

Was viele der iTeam-Partner zudem umtreibt sind die Themen Zertifizierung, Compliance, Regularien. Und dann natürlich die Planungssicherheit in geopolitisch schwierigen Zeiten. „Statt alle Eier in einen Korb zu legen, sollte man eine gewisse Resilienz aufbauen. Möglicherweise gewinnt hier ‚Made in Germany‘ wieder an Bedeutung.“ Bei all diesen Themen könne iTeam unterstützen. Und um das alles stemmen zu können, will Bade noch eine Partnerbetreuungsstelle besetzen und ausloten, wo sie sich noch Ressourcen aus der Synaxon dazu holt. Schröder gesteht ein: „Die iTeam war in den letzten Jahren personell eher zu schwach besetzt und das ändern wir gerade. Ich bin froh, mit Nicole jetzt jemanden zu haben, der sich mit ganzer Kraft der iTeam widmet.“

Für die angeschlossenen Partner „bieten wir ja sozusagen ein Buffet. Die Unternehmer entscheiden dann selbst, was sie davon nehmen und was nicht. „Diese unternehmerischen Entscheidungen wollen wir niemandem abnehmen. Wir sind nur der Lotse. Für das Schiff verantwortlich ist der Kapitän“, so Bade.

Nicht angestaubt

Und als Kapitänin der iTeam ist ihr die Zufriedenheitsumfrage unter den Partnern wichtig. „Wie zufrieden sind diese mit uns, was wünschen sie sich und welche Prioritäten haben sie.“ Mit den Ergebnissen geht es dann an die Umsetzung mit dem Ziel, jedes Jahr besser zu werden.

Denn „der Verbund ist unglaublich stabil und viele Partner sind schon sehr lange dabei. Aber man muss aufpassen, dass man nicht links und rechts Staub ansetzt.“

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