MSP Benchmark Report Bricht das KI-Zeitalter für MSPs an?

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Beine hoch und die KI machen lassen – so wird auch in Zukunft kein Managed Service Provider arbeiten können. Aber eine Erleichterung für das Tagesgeschäft bieten die künstlich intelligenten Helfer bereits jetzt. Noch scheint die MSP-Branche nicht überzeugt zu sein.

Künstliche Intelligenz unterstützt MSPs im Tagesgeschäft.(Bild:  KI-generiert / Midjourney)
Künstliche Intelligenz unterstützt MSPs im Tagesgeschäft.
(Bild: KI-generiert / Midjourney)

KI und maschinelles Lernen ermöglichen es nicht nur, spektakuläre Bilder und hilfreiche Texte zu generieren, vielmehr dringen die Techniken in alle IT-gestützten Bereiche vor. Auch das Tagesgeschäft von Managed Service Providern schickt sich an, umgekrempelt zu werden, indem die Vorteile der Automatisierung weiter getrieben werden. „Die Technologie trägt dazu bei, dass IT-Profis Aufgaben schneller lösen können“, sagt Hans ten Hove, Area Vice President Continental Europe von Kaseya, dem Unternehmen, dass den MSP-Tool-Anbieter Datto gekauft hat. Mehr oder weniger gestützt wird diese Annahme durch ein aktuelles Paper aus dem Hause Kaseya, das auf einer jährlichen, relativ breit angelegten Umfrage basiert, der MSP Benchmark Reports. Demnach geht aktuell gerade mal ein Drittel der Befragten davon aus, dass sie zukünftig KI einsetzen werden, um die Bearbeitung von mühsamen und langwierigen Aufgaben zu beschleunigen. Und lediglich 15 Prozent erwarten, dass sie durch KI mehr Zeit für die strategische Planung und Unternehmenswachstum haben werden.

Automatisierung und Cybersecurity

Aber: Speziell im Hinblick auf die Cyber­security verbessert Automatisierung und KI die Reaktion auf verdächtige Vorfälle und Angriffe. Die minimale Reaktionszeit von automatisierten und intelligenten Lösungen verbessert die Aussichten der angegriffenen Unternehmen, die Attacke weitgehend unbeschadet zu überstehen, drastisch. „Auch deshalb erwarten 15 Prozent der befragten MSPs, dass KI einen positiven Einfluss auf die Sicherheit haben wird“, interpretiert ten Hove. Auf der anderen Seite sehen 20 Prozent aber das Potenzial, dass die Technologie die Bedrohungslage weiter verschärft. Speziell Phishing-Angriffe können durch KI ein neues Level erreichen, weiß der Manager.

Cybersecurity zählt zu den wichtigsten Themen, den Top-Umsatztreibern und den größten Herausforderungen von MSPs.

Hans ten Hove, Area Vice President Continental Europe, Kaseya

Rückgang bei Cyberangriffen

Hans ten Hove, Area Vice President Continental Europe, Kaseya(Bild:  Kaseya)
Hans ten Hove, Area Vice President Continental Europe, Kaseya
(Bild: Kaseya)

Nicht ohne Grund zählt Cybersecurity inzwischen zu den Top-Umsatztreibern und gleichzeitig den größten Herausforderungen von MSPs. Deshalb sei es eine positive Überraschung, dass die Anzahl der von Cyberangriffen betroffenen KMU trotz steigender Bedrohungslage gesunken ist, sagt ten Hove mit Blick auf die haus­eigene Studie. Knapp zwei Drittel der befragten MSPs (64 %) bestätigen demnach, dass weniger als zehn Prozent ihrer Mittelstandskunden von einem Angriff betroffen war. Dahinter steht gute Arbeit der MSPs für den Schutz ihrer Kunden, lässt sich postulieren. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, „dass die Anforderungen an erstklassige Cyber­security die MSPs zunehmend an ihre Kapazitäts­grenzen bringen“, bringt es der Manager auf den Punkt. Zudem will der Kaseya-­Manager in diesem Zusammenhang beobachtet haben, dass sich viele MSPs weiterentwickelt haben. „Sie nehmen heute eine beratende Rolle für ihre Kunden ein.“ Immerhin hat fast die Hälfte der MSPs im MSP Benchmark Survey angegeben, dass sich die meisten ihrer Kunden an sie wenden, wenn es um die Cyber­security-Beratung geht.

Personalaufwand reduzieren

Der Fachkräftemangel zählt laut der Umfrage unter MSPs konstant zu den größten Herausforderungen der Branche. Der rasante technologische Fortschritt mache es Unternehmen nicht leichter, qualifizierte IT-Fachkräfte zu finden, resümiert ten Hove. Und hier schließt sich der Kreis zur KI, die eben auch das Zeug dazu mitbringt, Automatisierung voranzutreiben. Aus Sicht von Kaseya können Automatisierung, „aber auch die optimale Integration von Anwendungen“ dem Mangel an IT-Profis entgegenwirken, indem sie den erforderlichen manuellen Personalaufwand reduzieren.

Automatisierungsgrad erhöhen

Entsprechend haben Investitionen in IT-Management-Lösungen mit hohem Automatisierungsgrad Priorität. Für 85 Prozent der Befragten ist Automatisierung unverzichtbar und laut fast 70 Prozent der Befragten steigert die Integration die Effizienz der IT-Profis, sodass sie mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen können. n

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