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Top-Job Trendstudie

Brauchen wir noch Chefs?

| Autor / Redakteur: Melanie Krauß / Margrit Lingner

(Bild: gemeinfrei (Pixabay, Fotografielink) / CC0)

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Unternehmen mit einer modernen Führung sind laut einer Studie der Universität St. Gallen leistungsstärker als Unternehmen mit einem traditionellen Führungsverständnis. Am erfolgreichsten ist das sogenannte 360-Grad-Leadership.

Unternehmen müssen sich so schnell wie möglich selbst erneuern, Ihre Führungskräfte abschaffen und am besten ganz auf Demokratie umstellen. Danach wird in dieser schönen neuen Arbeitswelt alles viel spaßiger und mitarbeiterfreundlicher. Und vor allem überholen diese modernen Unternehmen traditionelle Arbeitgeber auf der Erfolgsspur. So die extremen Stimmen - andere halten dagegen. Im Auftrag des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität (zeag GmbH) untersuchte die Universität St. Gallen verschiedene Modelle erstmals empirisch und räumt mit einigen hartnäckigen Mythen auf. Insbesondere warnt die Studie davor, Führungskräfte abzuschaffen und rät im Gegenteil zu einem Plus an sinngebender Führung. Die Trendstudie ist kostenlos erhältlich unter www.topjob.de/new-leadership

Dass Unternehmen früher oder später neue Führungsmodelle einführen müssen, konnte im Rahmen der Studie belegt werden. Unternehmen mit einer modernen Führung seien weitaus leistungsstärker als Unternehmen mit einem traditionellen Führungsverständnis und sie seien gleichzeitig gesünder. Die Wissenschaftlerinnen aus St. Gallen untersuchten zwei der aktuellen Modelle der New Leadership - die „Inspiriende Führung", das heißt individuelle sinngebende Führung und „Geteilte Führung". Bei dieser werden die Verantwortung und die Organisation an die Teams abgegeben.

Als das erfolgreichste Modell identifiziert die Untersuchung eine Kombination aus den beiden Formen. Unternehmen mit dieser Führungskultur (360-Grad-Leadership) bringen deutlich höhere Innovationsraten und Leistungswerte hervor, als Unternehmen, die entweder Führung teilen oder inspirierend führen. Dennoch haben erst 22 Prozent der untersuchten Unternehmen eine derartige Führung etabliert.

Die Daten der Studie offenbaren jedoch, dass eine Laissez-faire-Führung definitiv kein Erfolgsrezept ist - ganz im Gegenteil: Sie beeinträchtigt die Unternehmensleistung negativ. Führungskräfte werden also nicht überflüssig, sondern sie sind wichtiger als je zuvor.

„Über moderne Führung besteht noch große Unsicherheit und sie ist alles andere als Laissez-faire-Führung. Deshalb stecken die meisten Unternehmen in einer solchen Null-Grad-Leadership fest, obwohl das die kontraproduktivste Führungskultur ist", resümiert Prof. Dr, Heike Bruch von der Universität St. Gallen.

Silke Masurat, Geschäftsführerin des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität, rät: „Wir empfehlen Unternehmen, die den Weg zur 360-Grad-Kultur gehen wollen, über die inspirierende Führung zu kommen. Denn diese ist Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Abgeben von Führung."

Im Auftrag des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, wertete das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen die Befragungsergebnisse von 19.841 Führungskräften und Mitarbeitern aus 89 Unternehmen aus. Die Unternehmen haben im Rahmen der Arbeitgeber-Analyse Top Job ihre Arbeitgeberattraktivität und Personalarbeit analysieren lassen.

Dieser Artikel erschien zunächst in unserer Schwesterpublikation Maschinenmarkt.

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