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Content-Marketing in Unternehmen Bestehen im digitalen Grundrauschen

Autor / Redakteur: Harald Knapstein / Sarah Böttcher

Auch mal gegen den Strom zu schwimmen und Durchsetzungsvermögen zu zeigen, hilft IT-Dienstleistern und Systemhäusern, im digitalen Grundrauschen nicht unterzugehen. Eine Content-Marketing-Strategie kann hier hilfreich sein.

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Eine Content-Marketing-Strategie kann die Web-Präsenz von Unternehmen verbessern.
Eine Content-Marketing-Strategie kann die Web-Präsenz von Unternehmen verbessern.
(Bild: © Romolo Tavani - stock.adobe.com)

Die Überfülle mal mehr, mal weniger nützlicher Informationen im Web und auf Social-Media-Plattformen erschwert es Systemhäusern, mit ihren Aussagen durchzudringen. Der alleinige Fokus auf den Web-Auftritt greift deshalb zu kurz – zu schnell geht die eigene Message unter. Eine dem Unternehmen angepasste Content-Marketing-Strategie hilft hier weiter.

Systemhäuser kämpfen ständig damit, die Aufmerksamkeit von Interessenten zu gewinnen. Sich gegen das Überangebot an Informationen durchzusetzen ist das eine große Hindernis, das andere die enorm hohe Zahl an Kanälen für Kundenkontakte. Einen Teil der Interessenten, so die Ergebnisse der Erhebungen des Beratungshauses IQITS, erreiche man mittels Suchmaschinenoptimierung (SEO) bei der Web-Recherche; ein anderer Benutzerkreis hingegen suche konkrete Fachinformationen. „Man muss zur Stelle sein, wenn sich jemand nach Fakten zu einem Thema umschaut, das man selbst anbietet,“ so IQITS. Das Marktforschungshaus rät Systemhäusern und IT-Dienstleistern deshalb, sich eine Content-Marketing-Strategie zurechtzulegen. Content-Marketing bedeutet das Erstellen von Fachinformationen und die Platzierung dieser an strategisch günstigen Stellen, um Interessenten von der eigenen Kompetenz zu überzeugen und so neue Kunden zu gewinnen.

Ergänzendes zum Thema
Was ist Content-Marketing?

„Content-Marketing“ bezeichnet eine Variante des Online-Marketings: Das Unternehmen stellt nicht Werbeaussagen oder die eigene Marke in den Mittelpunkt der Kommunikation, sondern versucht, Interessenten durch nützliches Wissen, Fachinformationen und gegebenenfalls Unterhaltsames für sich zu gewinnen. Damit eignet sich Content-Marketing für Anbieter, die technische Alleinstellungsmerkmale hervorheben wollen, ebenso wie für Märkte mit erklärungsbedürftigen Produkten (etwa den IT-Markt) oder Umfelder, in denen die Zielgruppe verunsichert ist (derzeit z.B. die Digitalisierung). Üblicher Content reicht von Studien und Analysten-Reports über Whitepaper und Testberichte bis zu Blog-Posts, Kommentaren und Infografiken. Diese lassen sich für die eigene Außendarstellung (Website, Social Media) ebenso verwerten wie für PR und Pressearbeit (Platzieren von Statements und/ oder Fachartikeln) und das Inbound-Marketing (Bereitstellen hochwertiger Inhalte gegen Kontaktdaten zur Lead-Generierung.)

Größeren Anbietern rät IQITS im Haus einen Talent-Pool für die Content-Erstellung aufzubauen: In einem Workshop kann ermittelt werden, welche Mitarbeiter am Verfassen von Fachinformationen Spaß haben. Oft stellt sich dabei heraus: Der eine Mitarbeiter sprüht vor Ideen, der andere betreibt längst einen privaten Blog. Beides kann ein Systemhaus für sein Content-Marketing nutzen. Solche Fähigkeiten könne man im Nachfeld ausbauen und strukturieren, um den Content auf Lead-Kanälen wie etwa dem Unternehmens-Blog, Xing und LinkedIn zu platzieren. Kleineren Dienstleistern mangelt es allerdings oft an Ressourcen, um eigene Inhalte zu erstellen. Ihnen rät IQITS, sich Beratung zum Content-Marketing ins Haus zu holen und die Erstellung der Inhalte nach außen zu geben: Ein gangbarer Weg sind Content-Pools, aus denen man sich gegen Gebühr bedienen kann. Man solle sich aber immer die Zeit nehmen, erworbene Inhalte dem eigenen Marktauftritt anzupassen.

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