Samsung verkauft bereits seit vier Jahren Falt-Smartphones. Das Galaxy Z Fold gibt es bereits in der fünften Generation. Nun stellt sich ihm ein echter Herausforderer in den Weg: Googles Pixel Fold.
Faltbare Smartphones sind gefragt und die Entscheidung für den Kauf eines Falt-Phones sollte gut überlegt werden.
(Bild: Samsung)
Der Kauf eines faltbaren Smartphones will gut überlegt sein. Schließlich muss man für ein größeres Foldable der neusten Generation 1.500 Euro oder mehr hinblättern.
Bis vor Kurzem fiel die Entscheidung aber nicht schwer: Neben Samsung spielte kaum ein anderer Anbieter eine Rolle. Doch mit dem Pixel Fold von Google kommt nun Bewegung in den Markt. Im direkten Vergleich läuft der Newcomer aus den USA dem aktuellen Samsung-Spitzenmodell Galaxy Z Fold 5 sogar in manchen Punkten den Rang ab.
Beide faltbaren Handys verfügen aufgeklappt über große 7,6-Zoll-Innendisplays, aber ihr Design ist trotzdem sehr unterschiedlich. Zusammengeklappt ist das Galaxy eher hoch als breit und dadurch deutlich schmaler als der Herausforderer von Google.
Das 5,8 Zoll große AMOLED-Außendisplay beim Pixel Fold bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Samsung bietet einen 6,2 Zoll großen AMOLED-Screen mit einer Auflösung von 2.316 x 904 Pixeln und einer variablen Bildrate von 48 bis 120 Hertz.
Praktisches Google-Außendisplay
Schaut man sich also die reinen Diagonalen der Außendisplays an, liegt Samsung vorne. Doch in der Praxis stellte sich heraus, dass man mit dem Google-Gerät zusammengeklappt deutlich mehr erledigen kann als beim Samsung-Foldable.
Beim Pixel Fold funktionieren fast alle Apps besser, weil das Seitenverhältnis viel eher den Dimensionen eines gewöhnlichen Smartphones entspricht. Und es ist auch einfacher, darauf zu tippen.
Auf dem hyperschlanken Z Fold 5 lassen sich zwar auch einfache Aufgaben erledigen, beispielsweise Benachrichtigungen lesen, Wegbeschreibungen anschauen oder Musikwiedergabe steuern. Zum Tippen und für andere umfangreichere Aufgaben sollte man das Gerät aber besser aufklappen.
Beim großen Innendisplay hat das Samsung leicht die Nase vorn. Das Display des Z Fold 5 kommt auf eine Bildschirmhelligkeit von maximal 1.750 Nits ist damit heller als das Pixel Fold mit seinen 1.450 Nits. Der Unterschied macht sich aber nur in der prallen Sonne richtig bemerkbar. Es fällt außerdem auf, dass die Farben des Samsung-Displays etwas kräftiger erscheinen als beim Konkurrenten.
Dünner und spaltfrei
Im fünften Anlauf ist den Samsung-Ingenieuren nun eine wichtige Verbesserung in der Feinmechanik des Scharniers gelungen, mit das Z Fold 5 auf- und zugeklappt wird. Es ist nun endlich so konstruiert, dass die beiden Displayhälften zusammengeklappt flach und ohne Spalt aufeinanderliegen. Das sieht nicht nur besser aus, sondern verringert auch die Gefahr, dass Staub oder Schmutz ins Innere gelangen.
Durch den Wegfall der Lücke ist das Z Fold 5 jetzt auch dünner: Es misst 13,4 mm. Zum Vergleich: 15,8 mm waren es an der dicksten Stelle des Vorgängers Z Fold 4. Trotzdem geht hier das Pixel Fold als Sieger vom Platz. Die Konstrukteure haben das spaltlose Design nicht nur gleich im ersten Anlauf hinbekommen. Das Pixel Fold fällt auch dünner aus (12,1 mm).
Bei der Leistung des Hauptchips liegt dagegen das Samsung Z Fold 5 vorn. Zumindest bei den Benchmark-Tests (Geekbench 6 für die Gesamtleistung und 3DMark für die Grafikleistung) kommt das Qualcomm-System Snapdragon 8 Gen 2 im Samsung auf deutlich bessere Werte als das von Googles Chipsystem Tensor G2. Diesen Leistungsunterschied spürt man in der Praxis nur bei aufwendigen Games oder der Videobearbeitung.
Im Test fiel aber auf, dass das Pixel Fold das bessere Smartphone für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz ist, die lokal auf dem Smartphone laufen. Bestes Beispiel dafür ist die Google-exklusive App «Rekorder», mit der man Vorträge, Meetings, Vorlesungen oder Interviews aufzeichnen und in guter Qualität transkribieren kann. Da kann das Samsung-Pendant „Diktiergerät“ nicht mithalten.
Kamera-Setup
Das Z Fold 5 von Samsung verfügt über die gleiche 50-Megapixel-Hauptkamera wie das Vorgängermodell. Auch bei der 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und der 10-Megapixel-Telekamera mit optischem Dreifach-Zoom hat sich nichts geändert. Mit diesem Setup werden die Fotos tagsüber sehr gut und mit einem großen Dynamikbereich belichtet.
Die Farbwiedergabe bei Fotos und Videos fällt natürlich und nicht übertrieben bunt aus. Positiv ausgefallen ist auch die hohe Detailtreue bei Video-Aufnahmen. Bei schwachem Licht geht dem Z Fold 5 aber oft zu früh die Puste aus. Man erkennt das an einem deutlich sichtbaren Bildrauschen. Außerdem hat der Autofokus bei schwierigen Lichtverhältnissen seine Probleme damit, das Motiv scharf zu stellen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Das Kamerasystem des Pixel Fold von Google besteht aus einer 48 Megapixel-Hauptkamera, einem 10,8-Megapixel-Sensor für Ultraweitwinkel-Aufnahmen und ebenfalls einer 10,8-Megapixel-Optik für den Zoom, der eine fünffache optische Vergrößerung bietet. Damit gelingt eine gute Belichtung unter den meisten Bedingungen.
Bessere Kamera beim Pixel
Überzeugen konnte das Pixel im Test auch mit effektiver Videostabilisierung sowie einem schnellen und genauen Autofokus. Bei Gegenlicht und schlechten Lichtverhältnissen bemerkten wir zwar auch ein leichtes Bildrauschen, aber nicht so deutlich wie beim Samsung-Gerät. Das Pixel Fold erledigte auch den Zoom-Job besser, wenn es darum ging, weit entfernte Objekte mit möglichst vielen Details zu erfassen.
Bei der Akku-Laufzeit wiederum liegt das Pixel Fold leicht hinten, obwohl Google den größeren Akku verbaut hat: 4.800 mAh im Vergleich zu 4.400 mAh beim Z Fold 5. Bei einem Videoabspieltest hielt das Pixel Fold mit dem Hauptbildschirm 15 Stunden und 25 Minuten durch, beim Außendisplay waren es 22 Stunden und 30 Minuten.
Das Samsung machte erst deutlich später schlapp, egal welches Display verwendet wurde. Beim Hauptbildschirm kamen wir auf knapp 20 Stunden, beim Außenbildschirm waren es mehr als 23 Stunden. Die Google-Werte könnten sich aber nach weiteren Software-Updates noch verbessern.
Fazit
Im Wettstreit zwischen dem Z Fold 5 von Samsung und dem Pixel Fold von Google gibt es keinen eindeutigen Sieger. Gamer sind mit dem Samsung-Foldable besser bedient, Foto-Freude sollten besser zum Google-Gerät greifen. Von der Bedienung her gefiel uns das Pixel Fold besser, weil es nicht immer aufgeklappt werden muss, um viele Dinge zu erledigen.
Preislich liegen die Geräte auf einem Niveau. Das Pixel Fold und das Galaxy Z Fold 5 kosten mit 256 Gigabyte (GB) Speicher jeweils rund 1.900 Euro und mit 512 GB jeweils 2.020 Euro. Von Samsung gibt es noch eine Version mit 1.000 GB (1 Terabyte) für 2.260 Euro.