Geschäftszahlen für das Jahr 2023 Bechtle wächst weiterhin

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das größte deutsche Systemhaus konnte auch 2023 wachsen. Und dies trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Nicht nur Akquisen spielten hier eine Rolle, sondern ebenso der Services- und Cloud-Markt. Es gibt aber ein Segment, das schwächelte.

Bechtle veröffentlicht die Geschäftszahlen für das Jahr 2023.(Bild:  Bechtle)
Bechtle veröffentlicht die Geschäftszahlen für das Jahr 2023.
(Bild: Bechtle)

Trotz einer angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage konnte das größte deutsche IT-Systemhaus Bechtle sein Geschäftsvolumen um 7 Prozent auf 7.793,6 Millionen Euro erhöhen. Das geht aus dem heute vorgestellten Geschäftsbericht für das Jahr 2023 hervor. Auch der Umsatz wuchs deutlich um 6,5 Prozent auf 6.422,7 Millionen Euro. „Vor allem mit Blick auf die große Unsicherheit über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, aber auch in unseren übrigen europäischen Märkten haben wir uns bemerkenswert gut behauptet. Dass es uns gelungen ist, erneut stärker als der Markt zu wachsen und damit Marktanteile zu gewinnen, spricht für die Resilienz unseres Geschäftsmodells“, sagt Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender bei Bechtle.

Performance der Geschäftsbereiche

Besonders erfreulich entwickelte sich das serviceorientierte Segment IT-Systemhaus & Managed Services. Hier stieg der Umsatz um 13,5 Prozent. Unter anderem Projekte zur Konzeption, Implementierung und zum Betrieb von Multi-Cloud-Architekturen zeigten eine hohe Nachfrage, ebenso wie die begleitenden Services rund um Netzwerkinfrastruktur und IT-Security. Bechtle baute 2023 vor allem das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern und mit großen, international aufgestellten Großkunden deutlich aus.

Der Umsatz im Segment IT-E-Commerce ging dagegen um 5,1 Prozent zurück. Insbesondere mittelständische Kunden hätten angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage im gesamten

Jahresverlauf Projekte rund um die Erneuerung ihrer klassischen IT-Infrastruktur, vor allem im Bereich der Arbeitsplatzausstattung, verschoben. Diese Geschäfte seien im Segment IT-E-Commerce besonders stark vertreten, so der Dienstleister.

Akquisestrategie

Bechtle stärkte über insgesamt sieben internationale wie auch nationale Akquisitionen die Marktpräsenz in Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Frankreich sowie Deutschland und erweiterte das Portfolio dadurch auch um Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz.

Fokus auf Ausbildung

Die Zahl der Mitarbeitenden an den europaweit über 120 Standorten

erhöhte sich 2023 um mehr als tausend. Fast die Hälfte der neuen Angestellten kam über Akquisitionen. „Im Kontext der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir uns bewusst entschieden, bei Neueinstellungen nur ein moderates Wachstum vorzusehen. Das betrifft aber ausdrücklich nicht unser Engagement bei der Ausbildung“, sagt Olemotz.

Ausblick 2024

Für 2024 haben sich die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu Jahresbeginn eingetrübt. Nach wie vor sind die konjunkturellen Unsicherheiten sehr hoch. Die Aussichten für den IT-Markt sind allerdings etwas besser. So prognostiziert der Branchenverband Bitkom für Deutschland ein Wachstum von 6,1 Prozent. Zum einen treibt der technologische Fortschritt die Investitionen in Digitalisierung voran. Zum anderen können auch Ersatzinvestitionen in der IT nicht dauerhaft aufgeschoben werden. Daher ist Bechtle optimistisch und geht für 2024 erneut von einer überdurchschnittlichen Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt aus. „Die wirtschaftliche Anspannung zu Jahresbeginn 2024 ist deutlich spürbar. Wir gehen aber davon aus, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahresverlauf und insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sukzessive verbessern wird. Damit sollte auch die Investitionsbereitschaft unserer mittelständischen Kunden wieder zunehmen. Wir haben mehr als einmal bewiesen, dass wir auch in herausfordernden Zeiten profitabel wachsen können“, so Olemotz.

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