Investor kauft Bremer Systemhaus Basys Bartsch wird Teil der AWK IT-Dienstleistungsgruppe

Autor: Michael Hase

Der Investor Aurelius Wachstumskapital (AWK) hat das Bremer Systemhaus Basys Bartsch übernommen. Zusammen mit der süddeutschen AWK-Beteiligung Id.kom werden die Hanseaten künftig eine überregionale Dienstleistungsgruppe bilden.

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Das Systemhaus Basys Bartsch aus dem Bremer Stadtteil Horn-Lehe hat einen neuen Eigentümer.
Das Systemhaus Basys Bartsch aus dem Bremer Stadtteil Horn-Lehe hat einen neuen Eigentümer.
(Bild: Basys Bartsch)

Finanzinvestoren finden zunehmend Geschmack am ITK-Channel. Jetzt hat Aurelius Wachstumskapital (AWK) mit Sitz in Grünwald bei München das Bremer Systemhaus Basys Bartsch übernommen. Das Unternehmen agiert seit 32 Jahren am Markt und betreut mit gut 60 Mitarbeitern mittelständische Kunden, die hauptsächlich in der Metropolregion Nordwest ansässig sind. Basys wird künftig im Verbund mit dem süddeutschen Systemhaus Id.kom, an dem sich AWK im Oktober 2019 mehrheitlich beteiligte, eine überregionale IT-Dienstleistungsgruppe bilden. Das Schwesterunternehmen unterhält Standorte in Kempten und Augsburg.

Olaf Brandt, Geschäftsführer bei Basys, sieht für das Systemhaus mehr Wachstumschancen in einer Gruppe.
Olaf Brandt, Geschäftsführer bei Basys, sieht für das Systemhaus mehr Wachstumschancen in einer Gruppe.
(Bild: Basys Bartsch)

„Als Teil der AWK IT-Dienstleistungsgruppe ergeben sich für uns ganz neue Möglichkeiten des Wachstums und der Umsetzung neuer Ideen“, betont Olaf Brandt, Geschäftsführer bei Basys. Der Manager nimmt diese Funktion nach dem Eigentümerwechsel weiter wahr. Im Dienstleistungsgeschäft der Bremer liegen Schwerpunkte auf Modern Workplace, IT-Security und Cloud. Im Herbst 2018 erwarb das Unternehmen durch die Akquisition des ebenfalls in der Hansestadt ansässigen Mitbewerbers Hollmann IT zusätzliche Expertise für Microsoft Office 365 und Azure.

Weitere Zukäufe geplant

Ergänzend dazu fokussiert sich Id.kom auf Managed Services, die die Schwaben in zwei eigenen Rechenzentren bereitstellen, sowie auf die Integration von Infrastruktursystemen und Software. Was die Herstellerpartnerschaften betrifft, gibt es etliche Überschneidungen mit Basys wie etwa bei den Anbietern Cisco, Citrix, Fujitsu, Trend Micro oder Veeam. Die Systemhausgruppe soll künftig durch weitere Zukäufe in Deutschland und der DACH-Region „wachsen und gedeihen“, wie es Brandt formuliert.

In den vergangenen Monaten stiegen auffällig häufig Kapitalgesellschaften bei IT-Dienstleistern ein. Erst im Juli beteiligte sich die Fulcrum Technology Group mit Sitz in den Niederlanden am Hamburger Systemhaus Sysback. Waterland Private Equity, ebenfalls aus den Niederlanden, übernahm im April den Essener MSP Binary sowie die Beratungshäuser Beck et al. aus München und Direkt Gruppe aus Hamburg, um aus den Unternehmen den Verbund „Cloud Champions“ zu formen. Mit dem Garchinger Beratungshaus Infowan wurde das Trio im August zum Quartett erweitert. Im Oktober 2019 war der Investor Waterland, der auch am Dortmunder UCC-Anbieter Swyx beteiligt ist, mehrheitlich bei der Borkener Systemhausgruppe Netgo eingestiegen.

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