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Bitkom und Allensbach

Bargeldloses Zahlen wird vermehrt gefordert

| Autor: Sarah Gandorfer

Kartenzahlung ist in Deutschland fest etabliert, doch auch die Zahlung per Smartphone ist im Kommen.
Kartenzahlung ist in Deutschland fest etabliert, doch auch die Zahlung per Smartphone ist im Kommen. (Bild: s4svisuals - stock.adobe.com)

Die Zukunft des Bezahlalltags scheint immer bargeldloser zu werden. Darauf weisen die Umfrageergebnisse des Bitkom und des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die junge Generation zahlt auch gerne per Smartphone.

Der Wunsch, bargeldlos in Ladengeschäften zahlen zu können, ist bei einer Mehrheit der Deutschen vorhanden. Das ergab eine Umfrage des Bitkom. Zwei Drittel der Bundesbürger (66 %) ärgern sich häufig, weil sie nicht überall bargeldlos mit Karte oder Smartphone bezahlen können. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 53 Prozent noch deutlich darunter.

Vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahre würden gerne noch öfter elektronisch bezahlen als es derzeit möglich ist. So sagen in dieser Altersgruppe sogar 71 Prozent, dass sie sich häufig über den Zwang zu Bargeld ärgern und fast genauso viele (70 %) fordern eine gesetzliche Wahlfreiheit mit mindestens einer elektronischen Bezahlart in jedem Geschäft oder Restaurant.

Zwei Drittel der Bundesbürger ärgern sich laut Bitkom, wenn sie zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden.
Zwei Drittel der Bundesbürger ärgern sich laut Bitkom, wenn sie zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden. (Bild: Bitkom)

Aber auch bei den Studienteilnehmern ab 65 Jahren ärgert sich inzwischen eine breite Mehrheit von 62 Prozent über Händler und Gastronomen, die Karte oder Smartphone ablehnen, und 58 Prozent wünschen sich eine verpflichtende bargeldlose Bezahlmöglichkeit.

Auch die Initiative Deutsche Zahlungssysteme fragte gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach 1.192 Bundesbürger ab 16 Jahren nach der Nutzung und Akzeptanz von bargeldlosen Bezahlverfahren. Deren Studie geht davon aus, dass es deutschlandweit über 100 Millionen Girocards sowie Kundenkarten von Banken und Sparkassen gibt. Bis Ende 2020 sollen 75 Millionen kontaktlosfähige Girocards im Umlauf sein. Hinzukommt eine steigende Beliebtheit bei der kontaktlosen Bezahlung per Smartphone.

Die Mehrheit derjenigen, die sowohl über eine Girocard als auch eine Kreditkarte verfügen, geben der heimischen Debitkarte (60 %) bei einer Kartenzahlung den Vorzug.

Rund ein Drittel der Bundesbürger bezahlt grundsätzlich lieber mit Karte als mit Scheinen und Münzen. Digitale Vorreiter sind die 30- bis 44-Jährigen: In diesem Alterssegment zückt eine relative Mehrheit an der Kasse lieber Karte statt Bargeld. Die mit Abstand geringste Bedeutung nehmen elektronische Bezahlverfahren in der älteren Generation ein.

Dabei haben die Deutschen großes Vertrauen in die Girocard. Fast drei Viertel der Bürger (73 %) halten die kontaktbehaftete Bezahlung per Girocard und PIN-Eingabe als sicher. Nur wenige berichten von schlechten Erfahrungen. Ein geringer Teil der Befragten gibt an, dass als Folge des Verlusts ihrer Karte schon einmal Geld ohne deren Einverständnis von ihrem Konto abgebucht wurde (5 %). Über negative Erfahrungen mit Bargeld berichten hingegen weitaus mehr (38 %).

29 Prozent der Girocard-Besitzer können sich zudem die kontaktlose Bezahlung mit einem Smartphone vorstellen. Dabei ist auch hier die Bereitschaft stark altersabhängig. Überdurchschnittliches Interesse zeigt die Generation der unter 30-Jährigen. Von ihnen käme es für gut jeden Zweiten (52 %) in Betracht, per Smartphone zu zahlen. Die 60-Jährigen und ältere Bürger, sowie die mittleren Jahrgänge, zeigen sich zurückhaltend.

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