Partner gesucht Baramundi öffnet sich dem Channel
Der Markt für automatisierte Softwareverteilung verspricht derzeit erhebliches Potenzial. Zum Launch ihrer »Management Suite 7.5« (BMS) baut die Baramundi Software AG ein indirektes Vertriebsmodell für den Channel auf.
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Softwareverteilung erscheint auf den ersten Blick langweilig – und das ist sie auch, setzt man die gängigen Tools von Herstellern ein, die die Verteilung als notwendiges Übel ihren eigentlichen Produkten beilegen.
Schon beim Patch-Management trennt sich die Spreu vom Weizen. »Im Gegensatz zu dem von Microsoft mitgelieferten Patch-Werkzeug etwa ist unsere Management Suite wesentlich schneller bei der Ausbringung von Security-Patches. Darüber hinaus können die Kunden mit unserer Lösung die Verteilungsgeschwindigkeit noch individuell erhöhen«, erklärt Siegfried Augsten, Leiter des Partner-Managements bei Baramundi.
Siegfried Augsten ist seit März dieses Jahres an Bord von Baramundi. Hier baut er den indirekten Vertrieb als notwendige Ergänzung zum bisherigen Direktgeschäft auf. Mittelfristig, so die Planung, sollen in der DACH-Region 16 »Competence Center« sowie 20 »Solution Center« aufgebaut werden.
Das neue Partnerprogramm des Softwareverteilungs-Spezialisten sieht hierfür drei Stufen vor: Um autorisierter Partner zu werden und als »Solution Center« zu agieren, müssen die Aspiranten eine Produktzertifizierung vor Ort durchlaufen. »Der Partner soll ein verlängerter Arm unseres Unternehmens sein und die gleiche Kompetenz im Umgang mit unseren Produkten besitzen wie wir«, wünscht sich Tobias Frank, Vorstand von Baramundi.
Hands on: Support in der Zentrale
Für das »Competence Center« können sich die Partner zertifizierten lassen, die mindestens drei Projekte erfolgreich abgeschlossen haben und bereits im Support von Baramundi mitgewirkt haben, um First-Level-Support übernehmen zu können. Um den Wissenstransfer von den Partnern zu den Kunden sicherzustellen, »können die Partner fünf bis zehn Tage beim Support in der Augsburger Zentrale mitarbeiten«, erläutert Siegfried Augsten.
Als eine dritte Partnergruppe schließlich sieht der Hersteller die »Tippgeber« vor, die bei Kunden Termine oder Testinstallationen vereinbaren, ohne eigenes Know-how aufzubauen. »Sämtliche Partnerunternehmen werden von uns auch an Folgegeschäften, die sie nicht mehr direkt selbst abgeschlossen haben, anteilsmäßig beteiligt«, fasst Tobias Frank zusammen.
Clients im Aufwind
Mit insgesamt sieben neuen Mitarbeitern speziell für den indirekten Vertrieb – immerhin ein Fünftel des derzeitigen Mitarbeiterstammes – startet Baramundi seit Beginn dieses Jahres durch. Anlass für den Optimismus geben dabei nicht nur die ausgezeichneten Noten, die die Marktforscher des Fraunhofer-Spin-Offs Deron in einer Studie zum Thema »Client Management« der Baramundi Management Suite vergeben, sondern auch der technologische Vorsprung: »Die neue BMS-Version ist unseres Wissens nach die einzige Desktop-Management-Software, die Windows Vista zu 100 Prozent unterstützt“, gibt sich Vorstand Frank selbstbewusst.
Schubkräfte
Ein zusätzlicher Impetus kommt derzeit auch vom Mitbewerb: Nach dem Aufkauf von Altiris zu Jahresbeginn kündigte Symantec an, dass das Software-Deployment-System »On Command CCM« des 2004 ebenfalls aufgekauften Unternehmens On Technology nun nicht mehr auf Vista umgestellt werde. Symantec-Kunden erhalten zwar ein gleichwertiges Software-Paket von Altiris kostenlos, müssen anfallende Kosten für die Umstellung jedoch selbst bezahlen. »Für große Unternehmen mag dies durchaus sinnvoll sein«, kommentiert Siegfried Augsten. »Für mittelständische Kunden kann die Neu-Implementierung des sehr umfangreichen Altiris-Systems aber schnell zur Kostenfalle werden.«
Nur ein geringer Prozentsatz der rund 1.000 CCM-Implementierungen in der DACH-Region, so schätzt Augsten, werden sich daher für eine sofortige Migration auf das relativ komplexe System von Altiris entscheiden. Die meisten Kunden würden erst einmal abwarten und nach Alternativen Ausschau halten. Sie bilden das Potenzial für kommende Baramundi-Partner. Spätestens ab Juli dies Jahres will das Augsburger Unternehmen ihnen einen dezidierten Migrationspfad von On Command CCM auf die eigene Management-Suite zur Verfügung stellen.
Die Preise für die Suite sind jeweils projektbezogen. Laut Tobias Frank ist die Lösung die derzeit einzige Desktop-Management-Suite am Markt, die alle Module separat anbietet. Für öffentliche Einrichtungen bietet der Hersteller Sonderkonditionen. Interessierte Händler können mit Baramundi auch telefonisch unter 0821/5670822 in Kontakt treten.
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