Der Geschäftsteil von Atos veranstaltete am 5. Juni einen Analystentag, um seinen aktuellen Transformationsplan zu erläutern. Das Unternehmen stimmte seine Aktionäre positiv und vermeldete, die bis zum Jahr 2026 gesetzten Ziele früher zu erreichen als bisher angenommen.
Atos Tech Foundations hebt seine mittelfristigen Ziele an und prognostieziert eine Rückkehr zum Umsatzwachstum im Jahr 2026.
(Bild: Olivier Le Moal - stock.adobe.com)
Tech Foundations, der im Bereich Managed Services führende Geschäftsteil von Atos mit Fokus auf hybride Cloud-Infrastrukturen, Employee Experience und Technologiedienstleistungen, veranstaltete am 5. Juni einen Analystentag, um den aktuellen Transformationsplan zu erläutern. Dieser skizziert einen klaren und beschleunigten Weg hin zur Wertschöpfung und benennt die Ambitionen für 2026.
Hintergrund
Atos ist ein weltweiter Anbieter für die Digitale Transformation mit 110.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 11 Milliarden Euro. Die Atos Gruppe bietet maßgeschneiderte, ganzheitliche Lösungen für sämtliche Branchen in 69 Ländern. Atos ist eine SE (Societas Europaea), die an der internationalen Börse Euronext Paris notiert ist.
Im zweiten Halbjahr 2023 soll die Aufteilung des IT-Dienstleisters in zwei eigenständige börsennotierter Unternehmen namens Eviden und Tech Foundations erfolgen. Der Spin-Off Eviden bedient dabei die neuen und wachstumsstarken Bereiche rund um KI, Cloud und weitere Wachstumsmärkte. Tech Foundations bündelt dagegen die Legacy-Geschäftsfelder des französischen IT-Dienstleisters.
Blick auf Wachstumsmärkte
Infolgedessen hat Tech Foundations sein Kernportfolio neu definiert um die wichtigsten Kundenwünsche besser zu adressieren und sich strategisch neu auszurichten. Das Unternehmen will von Markttrends wie der hybriden Arbeit nach Covid, dem schnellen Wechsel zu Multi-Cloud- und Hybrid-Konfigurationen sowie der zunehmenden Bedeutung von Sovereign-Clouds und Künstlicher Intelligenz profitieren.
Durch die strategische Neuausrichtung auf Kernangebote konzentriert sich Tech Foundations auf einen großen adressierbaren Markt von ca. 705 Milliarden Euro weltweit. Dies liegt 40 Prozent über dem, was auf dem letztjährigen Atos Capital Markets Day prognostiziert wurde. Die Neuausrichtung zielt insbesondere auf einen erweiterten Markt für Technologieberatung und maßgeschneiderte Dienstleistungen sowie auf neue Geschäftsbereiche in den Feldern hybride und Multi-Cloud-Infrastrukturen sowie digitale Geschäftsplattformen. Dieser größere adressierbare Gesamtmarkt soll nach Aussage von Atos zwischen 2022 und 2026 jährlich um 3 bis 5 Prozent wachsen (CAGR).
Ein neu definiertes Portfolio
Das Portfolio von Tech Foundations besteht aus insgesamt vier Kerngeschäften. Diese erwirtschafteten im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro.
Hybrid- und Cloud-Infrastrukturen: für die Verwaltung, den Betrieb und die Modernisierung geschäftskritischer Abläufe im Cloud-Kontinuum, nahtlos von Edge bis Public Cloud und überall dazwischen. Dieses Angebot, inklusive neuer Dienstleistungen, hatte im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro.
Digitaler Arbeitsplatz: Mit digitalen Tools für die Zusammenarbeit und Produktivität sowie durch intelligente Kundenbetreuungsdienste soll eine umfassende Employee Experience bereitgestellt werden. Dieses Angebot hatte einen Anteil von 1,2 Milliarden Euro am Umsatz im Jahr 2022.
Technologieberatung und maßgeschneiderte Dienstleistungen: Der Bereich umfasst professionelle technische Beratung und Dienstleistungen einschließlich erweiterter Lösungen wie KI, Datenanalyse, Automatisierung und IoT. Dieses erweiterte Angebot belief sich im Jahr 2022 auf einen Umsatz von 0,9 Milliarden Euro
Digitale Geschäftsplattformen:Darunter befinden sich wachstumsstarke Lösungen wie generative KI und Green-IT sowie Großveranstaltungen und weitere Bereiche. Mit diesem neuen Angebot wurde 2022 ein Umsatz von 0,3 Milliarden Euro erzielt.
Parallel dazu reduziert Tech Foundations aktiv seine Beteiligung in Nebengeschäften (BPO, Hardware- und Software-Reselling und UCC), die im Jahr 2022 einen Umsatz von 0,9 Milliarden Euro ausmachten. Über den Verkauf der UCC-Sparte Unify (ehemals Siemens Enterprise Communications) wird derweil mit dem kanadischen Telekommunikationsunternehmen Mitel verhandelt.
Der Weg zur nachhaltigen Wertschöpfung
Außerdem gab Tech Foundations bekannt, seine Margen umfassend auszuweiten. So sollen Kosten gesenkt und die betriebliche Effizienz verbessert werden. Bis zum Ende des ersten Quartals 2023 konnte das Unternehmen einen Bruttogewinn von 270 Millionen Euro erzielen. Dies sei nach Aussage von Tech Foundations in erster Linie durch den Abbau von 900 Stellen in Ländern mit hohen Kosten, Preiserhöhungen bei mehr als 85 Kunden und durch die Kündigung von 66 Prozent der unwirtschaftlichen Accounts erreicht worden. Das Unternehmen sieht sich selbst auf dem „besten Weg“, die angestrebten Bruttogewinne von 1,2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2026 aus seinem Transformationsplan zu erzielen.
Parallel dazu erklärte Tech Foundations seine Leistung durch den schrittweisen Wiederaufbau einer robusten und selektiveren kommerziellen Pipeline stabilisiert zu haben. Dies habe zu neuen Kunden und großvolumigen Geschäftsabschlüssen sowie zu einem verbesserten Book-to-Bill-Verhältnis im Quartalsvergleich geführt. Auch hier rechnet das Unternehmen künftig mit einer weiteren deutlichen Beschleunigung.
Aufwertung der mittelfristigen Ambitionen
Aufgrund der jüngsten Outperformance und der langfristigen strategischen Vision aktualisiert Tech Foundations seine Ambitionen für das Jahr 2026. Das Unternehmen erwartet, dass:
der Umsatz im Jahr 2024 seinen Tiefpunkt bei ca. 5 Milliarden Euro erreichen wird, eine Kombination aus organischem Wachstum von 0 bis 2 Prozent pro Jahr im Kerngeschäft und einem kontinuierlichen, kontrollierten Rückgang im Nicht-Kerngeschäft. Die Einnahmen von Tech Foundations werden 2026 wieder auf einen Wachstumspfad einschwenken.
Die Betriebsmarge im Jahr 2026 6 bis 8 Prozent erreichen wird.
Der freie Cashflow vor Zinsen und Steuern im Jahr 2025 positiv wird und im Jahr 2026 über 250 Millionen Euro erreicht.
Im Vergleich zum vorherigen, auf dem letztjährigen Atos Capital Markets Day vorgestellten Plan, zielt dieser aktualisierte Plan darauf ab, den Kernumsatz zwei Jahre früher zu stabilisieren sowie eine um 100 bis 300 Basispunkte höhere operative Marge im Jahr 2026 und einen um mehr als 300 Millionen Euro höheren kumulierten freien Cashflow vor Zinsen und Steuern im Zeitraum 2023 bis 2026 zu erzielen. Dies resultiert aus einer höheren operativen Marge sowie aus um etwa 10 Prozent niedrigeren Gesamtkosten des Transformationsplans. Diese Kosten werden nun auf 780 Millionen Euro für den Zeitraum 2022 bis 2026 geschätzt und gewährleisten eine Amortisationszeit von weniger als zwei Jahren.
Stand: 08.12.2025
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