Kaspersky: EDR und MDR für alle Unternehmensgrößen An Managed Security und der Cloud führt kein Weg vorbei

Autor: Sylvia Lösel

Der Trend zu Managed Security und Präventionsmaßnahmen ist auch bei Kaspersky deutlich zu spüren. Wohin die Reise mit den Partnern 2021 geht, erläutern Christian Milde, Zentraleuropa-Chef sowie der deutsche Channel-Chef Waldemar Bergstreiser.

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Moderator Martin Puscher, Geschaeftsführer Christian Milde, Channel Account Manager Sören Kohls und Head of Channel Germany Waldemar Bergstreiser bei der virtuellen Partnerkonferenz von Kaspersky.
Moderator Martin Puscher, Geschaeftsführer Christian Milde, Channel Account Manager Sören Kohls und Head of Channel Germany Waldemar Bergstreiser bei der virtuellen Partnerkonferenz von Kaspersky.
(Bild: Kaspersky)

Cloud-Dienste und Remote-Möglichkeiten sind derzeit ein großes Thema“, so Waldemar Bergstreiser, Head of Channel Germany, zum Potenzial für die Partner. „Der Channel kann Kunden umfassend unterstützen, die neue Situation zu meistern und sich als Experte und Ansprechpartner für IT-Sicherheitsbelange etablieren.“

Waldemar Bergstreiser, Channelchef Germany bei Kaspersky
Waldemar Bergstreiser, Channelchef Germany bei Kaspersky
(Bild: Kaspersky)

Ein bestimmendes Thema für Kaspersky ist Endpoint Detection and Response (EDR). Vor allem im Mittelstand mangele es häufig an der nötigen Expertise und den Ressourcen, was die Analyse und Reaktion auf komplexe Bedrohungsszenarien angeht. Durch die EDR-Lösung könnten Unternehmen von automatisierter Vorfallauswertung und Reaktionsmöglichkeiten profitieren, ohne die Teamstärke zu erhöhen oder andere innerbetrieblichen Ressourcen zu belasten, ergänzt Geschäftsführer Christian Milde, der seit diesem Jahr dem Headquarter in Moskau unterstellt ist, und nicht mehr, wie bislang, dem in London.

Gewinne mit der Cloud

Christian Milde, General Manager Central Europe bei Kaspersky
Christian Milde, General Manager Central Europe bei Kaspersky
(Bild: Kaspersky)

Ein Kassenschlager war bereits im vergangenen Jahr die Lösung „Endpoint for Business Advanced“. Hier konnte Kaspersky im Jahresvergleich ein Wachstum von 34 Prozent verbuchen. Ähnlich sah es bei den beiden Cloud-Produkten des Anbieters aus. Während die Hybrid-Cloud-Lösung 16 Prozent zulegte, waren es bei der Endpoint-Lösung aus der Wolke satte 90 Prozent. Auch Kaspersky-Partner stellten massiv auf Cloud Security um, freut sich Milde. Dabei ist es ihm wichtig, dass sich die Partner weiterentwickeln und die neuen EDR- und MDR-Lösungen nicht nur für Enterprisekunden einsetzen. „Diese Produkte eignen sich auch für den mittelständischen Kunden“.

Ohnehin hat neben dem Onlinekanal vor allem der Channel dafür gesorgt, dass Kaspersky im Coronajahr wachsen konnte. Bei den MSPs konnte der Security-Spezialist ein Wachstum von 80 Prozent verbuchen. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei den systemintegratorischen Lösungen, die über AWS und Azure bezogen werden. Obwohl dieses Geschäftsfeld noch keinen großen Anteil am Gesamtgeschäft habe, schränkt Milde ein. Denn darunter fallen keine eigenständigen Produkte, sondern Bausteine, die OEM-Partner in Gateways oder Firewalls integrieren.

Zugpferd Managed Security

Die Bedeutung des MSP-Geschäfts spiegelt sich bei Kaspersky auch darin wieder, dass hier personell aufgestockt wurde und wird. Dennoch spiele hier auch die Distribution eine wichtige Rolle, erläutert Bergstreiser. Denn im Markt bestehe noch ein enormer Aufklärungs- und Beratungsbedarf hinsichtlich rechtlicher Vorschriften, der Angebotserstellung und vielem mehr. „Wir bieten dem Channel unsere Managed Services als Dienstleistung an. Wir können einem MSSP diese aber auch als Werkzeuge für ein eigenes Security Operations Center (SOC) an die Hand geben", beschreibt Bergstreiser die verschiedenen Geschäftsmodelle, die mit den Kaspersky-Lösungen möglich sind. Rund 23 Prozent der Channel-Partner von Kaspersky arbeiten momentan mit MSP-fähigen Produkten. Milde drängt: „MDR muss in allen Unternehmen zügig zu einem Standard werden! IT-Notfallpläne mit Schwachstellenanalyse werden eine entscheidende Rolle für eine nachhaltige Business-Continuity-Strategie in der Wirtschaft spielen.“

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Chefredakteurin