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AMD Ryzen 5000 AMD will sich mit Ryzen 5000 die Gaming-Krone holen

| Autor: Klaus Länger

Die CPUs der Ryzen-5000-Serie sollen nun die Intel-Konkurrenten auch bei der Single-Core-Performance schlagen und damit die Gamer ansprechen. Die ersten CPUs der Zen-3-Generation mit bis zu 16 Cores kommen am 5. November auf den Markt.

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Der AMD Ryzen 5000, Codename Vermeer, ist die erste AMD-CPU auf Zen-3-Basis. Die Computercores werden bei TSMC in einem weiterentwickelten 7-nm-Verfahren hergestellt.
Der AMD Ryzen 5000, Codename Vermeer, ist die erste AMD-CPU auf Zen-3-Basis. Die Computercores werden bei TSMC in einem weiterentwickelten 7-nm-Verfahren hergestellt.
(Bild: AMD)

PC-Gaming war bisher das letzte Feld, auf dem die aktuellen Desktop-Prozessoren von Intel noch einen kleinen Vorsprung vor den Ryzen-CPUs von AMD hatten. Mit den Prozessoren der unter dem Codenamen Vermeer entwickelten Ryzen-5000-Serie soll nun auch noch diese Domäne an AMD fallen. Dabei hat AMD hat die Bezeichnung Ryzen 5000 gewählt, um Verwechslungen mit den Ryzen-4000-Mobilprozessoren der Zen-2-Generation zu vermeiden. Denn mit Ryzen 5000 schickt der Hersteller die ersten Zen-3-Prozessoren an den Start.

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Zen 3: Höhere Leistung pro Takt

Mit der Zen-3-Microarchitektur sollen die Ryzen-5000-Prozessoren 19 Prozent mehr Instruktionen pro Takt abarbeiten und damit die auch für Spiele wichtige Singlecore-Performance erheblich steigern. Die Zahl der Kerne bleibt bei Vermeer zwar gegenüber dem Zen-2-Vorgänger Matisse gleich, es gibt weiterhin Prozessoren mit sechs, acht, 12 oder 16 Cores, die in einzelnen Compute-Dies mit sechs oder acht Kernen untergebracht sind.

In den einzelnen Compute-Dies gibt es nun aber nur noch einen CPU-Cluster(CCX) mit acht Cores und 32 MB L3-Cache statt wie bisher zwei CPU-Cluster mit jeweils vier Cores und jeweils 16 MB Cache. Damit kann nun ein Core auf einen doppelt so großen Pufferspeicher zugreifen, und auch bei der Kommunikation zwischen den Cores sinkt die Latenz. Zudem soll es gegenüber Zen2 Verbesserungen innerhalb der Cores geben. AMD nennt hier die Execution Engine, das Cache Prefetching, den Micro-op-Cache und zu einem geringeren Anteil die Sprungvorhersage. Zudem sollen auch das Frontend sowie die Load/Store-Units schneller geworden sein.

Hergestellt werden die Compute-Dies weiterhin bei TSMC, allerdings in einem gegenüber Matisse optimierten 7-nm-Verfahren. Der in 12 Nanometern bei Digitalfoundries gefertigte I/O-Die wurde nur in wenigen Details optimiert; Einzelheiten hat AMD hier nicht genannt.

Die Taktfrequenzen und damit auch die Leistungsaufnahme hat AMD trotz der gestiegenen Leistung nicht erhöht. Damit sind die neuen CPUs gegenüber dem Vorgänger noch effizienter geworden.

Zunächst nur für Mainboards mit 500er-Chipsatz

Die Ryzen-5000-Prozessoren passen weiterhin auf den gewohnter Sockel AM4. Allerdings sind sie beim Launch nur zu Mainboards mit den AMD-Chipsätzen X570 und B550 kompatibel. Voraussetzung ist dabei ein aktuelles BIOS mit AGESA 1.0.8.0, damit ein System überhaupt startet. Die Mainboard-Hersteller sollen Anfang November allerdings bereits BIOS-Versionen mit AGESA 1.1.0.0 parat haben. Eine Lauffähigkeit auf Mainboards peilt AMD für das kommende Jahr an. Im Januar sollen erste Beta-Versionen einer passenden Firmware zur Verfügung stehen.

Gestiegene Preise für Ryzen 5000

Die Preise für die neuen Prozessoren passt AMD an die erwartete Nachfrage an. Das zum Start kleinste Modell, der Ryzen 5 5600X mit sechs Cores, 12 Threads und 35 MB Cache soll 299 US-Dollar kosten. Für den Ryzen 7 5800X mit acht Cores, 16 Threads und 36 MB Cache ruft AMD 449 US-Dollar auf.

Die Ryzen-9-Modelle 3900X mit 12 Cores, 24 Threads und 70 MB Cache schlagen mit 549 US-Dollar zu Buche und das Spitzenmodell 3950X mit 799 US-Dollar. Dafür bekommt man allerdings auch 16 Cores, 32 Threads und 72 MB Cache. Alle Prozessoren sollen ab dem 5. November verfügbar sein.

Auf Desktop-Prozessoren der 11. Generation von Intel muss man dagegen noch bis zum kommenden Jahr warten. Dann soll Rocket Lake auf den Markt kommen. Der basiert zwar auf Intels aktueller CPU-Architektur und kommt endlich auch mit PCI-Express 4.0, wird aber immer noch ein 14-nm-Prozessor sein.

Ausblick auf Radeon RX 6000

Zum Abschluss der Ryzen-5000-Vorstellung gab die AMD-Chefin noch einen Ausblick auf die Grafikkarten der kommenden Radeon-RX-6000-Serie auf RDNA2-Basis. Die präsentierten Benchmark-Ergebnisse einer allerdings nicht näher spezifizierten Karte liegen für die 4K-Auflösung auf einem durchaus hohen Niveau. Einen direkten Vergleich mit einer Nvidia RX 3080 hat AMD allerdings nicht gezogen. Die Vorstellung der neuen Radeon-Karten ist für Ende Oktober geplant.

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