Unified Observability Alluvio: Die neue Marke von Riverbed
Neuausrichtung ist das Ziel von Riverbed, das nun mit der Marke Alluvio Kunden Unified Observability zur Verfügung stellt. Dabei ist sich das US-amerikanischen IT-Unternehmen sicher, sich mit seinem Angebot von anderen Anbietern erheblich zu unterscheiden.
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„Der moderne Arbeitsplatz“, „Die Cloud“ und „Serverless Computing“ sind nur drei, der aktuellen Anforderungen an Unternehmensnetze. Denn jetzt müssen nicht nur verteilte Standorte miteinander vernetzt, sondern auch Cloud-, Edge- und Remote-Anbindungen sowie kabelgebundene und drahtlose Netze integriert werden. Ganz abgesehen davon, dass alles auch noch sicher sein soll. Die Herausforderungen für IT-Administratoren von Netzwerken steigen damit exorbitant.
Um Einblicke in den Zustand des Netzwerks zu bekommen, setzen Unternehmen zunehmen auf Überwachungs- (Monitoring) oder Beobachtungs-Tools (Observability). Eben diesen Markt möchte Riverbed nun erschließen. Dafür hat das US-amerikanische IT-Unternehmen Alluvio geschaffen. Die Marke steht für das neue Software-Portfolio an Unified-Observability-Lösungen.
Dafür wurde auch weiterhin auf die bekannte Flussmetaphorik gesetzt. „Der Name Alluvio leitet sich von Alluvium ab, dem Ort, an dem sich Flussbetten vereinigen und die nährstoffreichste Umgebung zum Goldschürfen schaffen, wobei das ‚o‘ für Observability steht“, erklärt Jürgen Metko, Vice President Germany / Austria bei Riverbed.
Unified Observability von Alluvio by Riverbed
Alluvio umfasst die bestehenden Visibility-Tools des Herstellers für Network Performance Management (NPM), IT Infrastructure Monitoring (ITIM) und Digital Experience Management (DEM), das Application Performance Management (APM) und End User Experience Monitoring (EUEM).
Zudem haben Kunden auch Zugang zu dem bestehenden Riverbed-Portfolio, wie Acceleration- sowie SD-WAN-Lösungen.
Bei dem Unified-Observability-Portfolio von Alluvio werden die Telemetriedaten aller Netzwerkbereiche in eine zentrale Datenbank überführt, von einer Künstlichen Intelligenz interpretiert und daraus Maßnahmen generiert. Ferner werden also nicht nur Tools miteinander verbunden, um eine bessere Beobachtung zu gewährleisten, sondern Daten mit Erkenntnissen verknüpft, um daraus entsprechende Maßnahmen und Handlungen abzuleiten. Dafür ist Künstliche Intelligenz im Einsatz.
Das Ziel ist es künftig, von einer einfachen Künstlichen Intelligenz in der Netzwerkbeobachtung zu Maschinellem Lernen zu kommen.
Was kann Alluvio besser als andere? Aternity
Observability ist jedoch keine Neuheit im ITK-Markt. Für Riverbed, das bereits seit Jahren im Netzwerk-Markt mit dem Fokus auf WAN-Optimierung unterwegs ist, liegt der Schritt, nun in Richtung Observability zu gehen, nahe. Im Markt gibt es bereits bekannte Player wie Cisco, Oracle, Dynatrace oder VMware, um nur ein paar zu nennen. Was unterscheidet Alluvio nun von den anderen Lösungen?
„Das Erbe“, ist sich Metko sicher. „Jeder Anbieter möchte in Bezug auf Observability alles abdecken können. Jedoch hat jeder seinen Sweet Spot.“ Riverbed konnte in den vergangenen acht Jahren durch einige Zukäufe und Merger sein Netzwerk-Portfolio erweitern. Die letzte Komponente, so Metko, ist nun: Aternity. Das US-Amerikanische Unternehmen bietet eine Digital-Experience-Management-Plattform (DEM) an, die Daten über jeden Endpunkt, alle Anwendungen und Transaktionen im Unternehmen kontextualisiert. „Mit Aternity können wir von den vier Netzwerk-Bereichen Desktop abdecken, denn Infrastruktur, Netzwerk und Applications hatten wir schon im Angebot“, erläutert Metko.
Channel-Strategie: Managed Observability
Die Strategie für den Markteintritt ist neben dem Marketing zunächst Bestandskunden zu adressieren. So werden Acceleration-Kunden, die Riverbed wegen der WAN-Optimierung haben, bezüglich Observability angesprochen. Des Weiteren will Riverbed über die Partnerschaft mit Aternity neue Observability-Kunden gewinnen. Bei Letzteren können Partner mit einem Upselling werben. Durch den Einsatz von Alluvio können beispielsweise Tools verringert werden, da die Lösung mehrere vereint. Das spart Kosten sowie Ressourcen.
Vermarktet wird Alluvio über den Channel, denn bis auf ein paar Ausnahmen im US-amerikanischen Markt vertreibt Riverbed überwiegend indirekt. Das bestehende Partnerprogramm bleibt und wird entsprechend ergänzt. Kerstin Andersson-Kucharik, Channel Sales Managerin Deutschland bei Riverbed, zufolge stoßt das Thema Observability bei den Partnern auf reges Interesse, da sie sich schon längeren mit dem Outcome sowie der Digital Experience des Kunden beschäftigen.
Neben Schulungen bietet Riverbed ein Managed-Service-Modell für Partner an. Sie können mit Alluvio bei Kunden nun Managed Observability anbieten. In Anlehnung zu SOC bzw NOC soll der Dienst VOC heißen, Visability Operation Center. Dazu gibt Riverbed ein Launch-Event am 21. Juli.
Bei der Vermarktung über den Channel setzt das Unternehmen weiterhin auf ein zweistufiges Modell. Distributionspartner sind die VADs Arrow und Nuvias.
Technologie-Metapher
Ist „Observability“ das neue Monitoring?
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