Transformation Day 2025 ADN fokussiert Künstliche Intelligenz

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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„KI ist die größte Chance, die die Welt je hatte“, sagte Bilal Zafar bei seiner Keynote auf dem Transformation Day des Distributors ADN. Und genau darum ging es bei der diesjährigen Veranstaltung: KI als Chance, Unterstützer oder doch als Trojanisches Pferd?

Mut statt Angst beim Einsatz von KI: Dazu rief Bilal Zafar, Keynote-Speaker des ADN Transformation Days, auf. (Bild:  ADN)
Mut statt Angst beim Einsatz von KI: Dazu rief Bilal Zafar, Keynote-Speaker des ADN Transformation Days, auf.
(Bild: ADN)

In seinem Vortrag appellierte der KI-Experte Bilal Zafar, mehr Mut als Angst beim Einsatz von KI zu zeigen und sich nicht hinter dem Datenschutz zu verstecken. Mit Vorführungen konkreter Beispiele legte Zafar den Teilnehmenden des Transformation Days den klaren Nutzen durch die Technologie vor. So kann KI beim Verständnis medizinischer Analysen unterstützen, autonomes Fahren den Verkehr sicherer machen, mit KI generierte Stimmen bei der Trauerbewältigung helfen oder KI dem Krebs den Kampf ansagen.

Warum sich der Bochumer Value Added Distributor ADN mit seinem Transformation Day in Neuss gerade diesem Thema verschrieben hat, liegt klar auf der Hand: KI ist omnipräsent und das Thema dieser Zeit. Doch es gibt weitere Gründe. Im vergangenen Jahr eröffnete der ADN-Geschäftsführer Hermann Ramacher in einen Interview gegenüber der IT-BUSINESS die KI-Strategie des Distributors. Frühzeitig auf den Zug aufspringen, als KI-Excellence-Center positionieren und KI greifbarer machen sind einige Punkte daraus. Auch wurde ein Experte auf diesem Gebiet an Bord geholt.

Als Experte positionieren

Seitdem hat sich der Distributor an eine schnelle Umsetzung dieser Strategie und Ziele gemacht. So hat der VAD die Mitarbeiterzahl von 260 auf 286 erhöht. „Diese Zahl wird sich sicher noch ändern“, verrät Ramacher. ADN investiere in neue Segmente und stelle weitere Kräfte ein – der Fokus liegt auch dabei auf KI. Eine Gruppe ist in Planung, die Unterstützung bieten und das Thema KI weiter vorantreiben soll – und das alles schnellstmöglich. Denn „lange Einführungszeiten mag niemand“, so Ramacher.

Mit dem Fokus des Transformation Days soll unter anderem genau das in Gang gesetzt und Partnern vor Augen geführt werden. ADN will damit verstärkt als Experte in der bestehenden Partnerlandschaft auftreten, aber gleichzeitig neue Partner gewinnen. Ramacher beschreibt den aktuellen Stand der ADN in Sachen KI: Das „Gebäude“ stehe bereits, es würden aber noch weitere Stockwerke fehlen. Denn zahlreiche zertifizierte KI-Experten und KI-gestützte Anwendungen habe man schon an Bord. Dabei ist die Akademie ein großes Eintrittstor.

ADN Transformation Day 2025
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Klare Vorteile für Partner

In der Technologie und dessen Basis erkennt der ADN-Chef nämlich eine klare Umsatzquelle für Systemhäuser. So können diese die richtige Infrastruktur für ihre Kunden schaffen sowie deren Daten entsprechend managen, um ein Unternehmen KI-ready zu machen. Und um eine gute Basis für KI zu schaffen, braucht es Investitionen sowie gute und konkrete Beispiele.

ADN unterstützt unter anderem mit KI-Tools sowie bei der Bereitstellung der passenden Infrastruktur. Außerdem bietet der Distributor die Möglichkeit von „White-Label-Bots“. Der VAD sei in der Lage, eigene Bots herzustellen und diese Partnern für ihre Kunden zur Verfügung zu stellen und gegebenenfalls anzupassen.

So lief 2024 für ADN

Positiver Jahresabschluss

ADN konnte sich über einen positiven Jahresabschluss 2024 freuen. Der VAD sei gewachsen und habe 850 Millionen Euro generieren können. „Das ist ein gutes Ergebnis für ein anstrengendes Jahr“, lobt Ramacher. Der Umsatz sei gestiegen, die Gewinnrate konnte gegenüber den Vorjahren erhöht werden. Besonders die Enterprise Linie sei positiv gelaufen, verrät der ADN-Chef. Die treibenden Themen waren dabei Microsoft Cloud, Storage, Security und – wie kann es anders sein – Künstliche Intelligenz. Und trotz der sinkenden Nachfrage nach Classroom Trainings, sei die Entwicklung der ADN Tech Akademie sehr zufriedenstellend, hebt der Geschäftsführer zudem hervor.

Alternativen für KMU

Neben der allgegenwärtigen Künstlichen Intelligenz, sorgte eine weitere Gegebenheit für Gesprächsstoff: Die Änderungen des Lizenzmodells bei Citrix. Die eingeschlagene Richtung lautet Enterprise-Segment – ein herber Schlag für Klein- und Mittelstandsunternehmen. „Der virtuelle Desktop ist ein Thema, das uns noch stark beschäftigen wird“, weiß Ramacher um die Problematik solcher Änderungen und betont gleichzeitig, dass ADN alternative Lösungen für KMU parat habe. Der Microsoft Azure Virtual Desktop beispielsweise sei eine praktikable Lösung. Darüber hinaus bestehe eine langjährige Partnerschaft mit dem Hersteller Parallels, der ebenfalls Abhilfe schaffen könne. ADN will und wird diesen Markt trotz der großen Veränderungen nicht aufgeben, macht Ramacher deutlich.

ADN-Geschäftsführer Hermann Ramacher beim Transformation Day 2025(Bild:  Vogel IT-Medien)
ADN-Geschäftsführer Hermann Ramacher beim Transformation Day 2025
(Bild: Vogel IT-Medien)

Eine Alternative zu VMware hat der VAD neuerdings auch im Portfolio, dank eines Exklusivvertrags mit Verge.io. Der US-Hersteller wirbt damit, eine Alternative zu VMware zu sein. In der Partnerlandschaft dürfte das an der einen oder anderen Stelle für Jubel sorgen. Ramacher ist vom Hersteller und dessen Produktpalette überzeugt. Per Knopfdruck sei es möglich, unkompliziert von VMware zu wechseln. Für die kostengünstigere Lösung gibt es auch ein Partnerprogramm.

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