Unentschieden im Match Arques versus Aurelius

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Mit Bluo richtig Gas geben

Das Dream-Team vergangener Tage: Die ehemaligen Arques-Vorstände (v.l.) Martin Vorderwülbecke, Peter Löw und Markus Zöllner. (Archiv: Vogel Business Media)

Während Arques wenigstens Aurelius Paroli bietet, tut sich noch eine weitere Front auf, in Form von Bluo. Das Unternehmen wird von Martin Vorderwülbecke und Peter Löw geleitet. Schon ihr Abgang bei Arques, zusammen mit Markus Zöllner, hatte für Unruhe an der Börse gesorgt und das Image von Arques nachhaltig beschädigt. Vorstands-Chef-Löw war im Februar 2007 ausgestiegen, Vorstand Zöllner hatte seinen Abgang im Oktober 2007 für Ende des Jahres angekündigt, und Löws Nachfolger Vorderwülbecke hatte trotz vorangegangener Dementis im Januar 2008 seinen Hut genommen. Alle drei hatten jeweils »private Gründe« angegeben (IT-BUSINESS berichtete).

Nun kommen sie Arques zwar nicht im Geschäftsalltag in die Quere. Aber mit Stefan Hohberger hatten sie im August den Leiter Operations abgeworben und somit die Managerbasis von Arques weiter geschwächt. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Zahl der angekündigten Übernahmen in diesem Jahr nicht realisiert werden konnte, für Arques ein weiteres Manko beim Versuch, das Vertrauen der Anaylsten zurückzugewinnen.

Nach Informationen der Financial Times Deutschland ist auch der Münchner Jurist Hans-Michael Deml bei Bluo engagiert – als Vorstand der Bluo SE, einer europäischen Aktiengesellschaft, die in Frankfurt registriert ist und demnächst nach Wien verlegt werden soll. Das Datum der Registrierung, der 16. Mai 2007, liegt nur zweieinhalb Monate nach dem Ausstieg Löws bei Arques – offensichtlich hatte sich der Arques-Manager direkt in das neue Projekt gestürzt. Ebenso ist Vorderwülbecke wohl ohne Verzögerung nach seinem Ausstieg bei den Starnbergern dazugestoßen und treibt nun als einer der führenden Personen das Projekt Bluo an.

Die operative Basis soll ein in Luxemburg aufgelegter Fonds bilden, mit dem Löw und Vorderwülbecke »über Zwischenrunden« am Ende eine Milliarde Euro einsammeln wollen, um kränkelnde und unterbewertete Firmen zu übernehmen. »Als erfahrene Manager, die bar zahlen«, so der Ex-Arques-Vorstands-Chef. Im Unterschied zu Arques werde Bluo sich aber in wesentlich größeren Unternehmen engagieren. Anders ausgedrückt: Löw und Vorderwülbecke haben Arques verlassen, weil sie ein viel größeres Rad drehen wollen.

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