Exklusiv-Interview mit Igel-Gründer und -Chef Heiko Gloge „Zur Igel-Philosophie gehört die Loyalität gegenüber Partnern“

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Als Marktführer in Deutschland kommt Igel die steigende Nachfrage nach Thin Clients besonders zugute. Weil der Bremer Hersteller konsequent auf den Channel setzt, wie Igel-Chef Heiko Gloge im Gespräch betont, partizipieren am Wachstum genauso die Partner. Ihnen bietet das Desktop-Geschäft darüber hinaus großes Service-Potenzial.

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Heiko Gloge, Geschäftsführer von Igel, begrüßt das wachsende Interesse der IT-Riesen an Thin Clients.
Heiko Gloge, Geschäftsführer von Igel, begrüßt das wachsende Interesse der IT-Riesen an Thin Clients.

ITB: Vor einigen Wochen hat Dell den Thin-Client-Hersteller Wyse übernommen. Was bedeutet der Deal für Igel?

Gloge: Wir begrüßen es, wenn sich ein IT-Konzern wie Dell der Produktkategorie Thin Clients verschreibt. Für uns als mittelständischen Hersteller gibt es nichts Besseres als das Engagement der Großen in diesem Markt. HP, Fujitsu, Oracle/Sun und Dell bieten mittlerweile Thin Clients an. Zugleich werden wir dadurch mehr gefordert: Als Mittelständler müssen wir uns stärker anstrengen, schneller und individueller auf Technologietrends reagieren, als es die großen Anbieter tun.

ITB: Rechnen Sie mit kurzfristigen Auswirkungen der Wyse-Übernahme auf das Geschäft von Igel oder den Channel?

Gloge: Das wissen wir noch nicht. Wir nutzen aber die Situation, um mit einigen Wyse-Partnern über die Langfristigkeit der Igel-Konzepte zu sprechen – und darüber, ob die von Wyse zweifellos sehr gut etablierten Channel-Programme in der Form bestehen bleiben. Das ist aber eine Frage, die letztlich Dell beantworten muss. Wir bieten uns jedenfalls an.

ITB: Thin Clients bilden ein Marktsegment, das deutlich schneller wächst als der gesamte IT-Markt. 2011 stieg der Absatz in Deutschland laut IDC um elf Prozent. Für dieses Jahr erwarten die Analysten erneut zweistelliges Wachstum. Was treibt aus Ihrer Sicht den Markt an?

Gloge: Den Markt treibt vor allem das Thema Virtual DesktopInfrastructure (VDI) an. Die Technologien von Citrix, VMware und Microsoft haben inzwischen die nötige Reife erreicht. Und die Zusatzkosten, die die Desktop-Virtualisierung im Backend, zum Beispiel beim Storage, verursacht, sind beherrschbar geworden. In VDI-Projekten tragen Thin Clients als wesentlicher Bestandteil der Gesamtlösung dazu bei, die ROI-Ziele zu erreichen. Wegen des geringeren Stromverbrauchs und der längeren Lebensdauer, vor allem aber weil sie einfacher zu managen sind als klassische PCs, lassen sich mit Thin Clients auf der Desktop-Seite nachhaltig Kosten sparen.

Warum Unternehmen auf Thin Clients setzen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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