Xerox-Strategie Xerox: Präsenter bei Kunden und Partnern

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Durch die geplante Übernahme von Lexmark will Xerox weiter wachsen und Kunden bestmöglich unterstützen. Wie sich der Druckerhersteller in Deutschland die letzten Meter vor dem Gipfel vorstellt, erklärt Melanie Goddard, Geschäftsführerin von Xerox Deutschland.

Melanie Goddard ist Geschäftsführerin bei Xerox Deutschland und will erreichen, dass das Unternehmen bei Kunden und Partnern präsenter ist.(Bild:  Xerox)
Melanie Goddard ist Geschäftsführerin bei Xerox Deutschland und will erreichen, dass das Unternehmen bei Kunden und Partnern präsenter ist.
(Bild: Xerox)

Mit dem Kauf von Lexmark will Xerox das Portfolio weiter ausbauen, um Kunden im derzeit wachsenden A4-Farbdruckmarkt besser bedienen zu können. Außerdem stärkt der Druckerspezialist seine geografische Präsenz unter anderem im asiatischen Raum. Laut Xerox soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen sein. Durch die Übernahme entsteht ein neuer Druckerspezialist, der über 200.000 Kunden in 170 Ländern mit 125 Produktions- und Vertriebsstätten in 16 Ländern bedient. Damit steht auch Xerox Deutschland vor neuen Herausforderungen.

Kommunikation und Feedback-Kultur

Bewältigen lassen sich die Herausforderungen nur im Team. Und genau das gilt es zu stärken, erklärt Goddard. Die Kommunikation müsse auf Augenhöhe laufen, auf Vertrauen basieren und eine gute Feedback-Kultur mit einbeziehen, ist die Deutschland-Chefin überzeugt. Doch nicht nur die interne Kommunikation müsste optimiert werden. „Ganz wichtig ist es auch, dass wir noch präsenter bei den Partnern und den Kunden sind“, führt Goddard aus. Sie fordert mehr Kundennähe und lebt das im Team vor. Dadurch soll eine höhere „Brand Awareness“ bei den Partnern geschaffen werden, unabhängig von der geplanten Lexmark-Übernahme. Schließlich bleibe auch die Partnerbasis der beiden Druckerhersteller bis die Übernahme abgeschlossen ist, getrennt.

Wachstum durch eigenes Portfolio

Unabhängig davon erwartet die Geschäftsführerin auch mehr Wachstum durch das eigene Drucker- und Service-Portfolio. Dabei stützt sie sich auf das 2024 von Xerox ausgerufene Programm „Reinvention“. „Unser Ziel ist es, Prozesse zu vereinfachen und gleichzeitig innovative Lösungen für unsere Kunden und Partner anzubieten,“ führt Goddard aus. So hat Xerox Ende 2024 die Farbdrucker der Primelink-C9200-Series vorgestellt. Die Einstiegsprinter bieten unter anderem verschiedene Cloud- und Produktivitäts-Apps. Damit sollen Workflows vereinfacht, Aufgaben automatisiert und die Produktivität gesteigert werden. „Wir sehen heute, wenn wir weiter nur Hardware verkaufen, stoßen wir irgendwann an eine Grenze.“

Innovative Technologien und Workflow

So will der Druckerhersteller einen stärkeren Fokus auf innovative Technologie etwa bei der Workflow-Automatisierung legen. Das bedeutet aber auch, dass Hersteller wie Xerox nicht nur intern Mitarbeiter schulen müssen, sondern auch die Partner. Zu den Schwerpunkten der Schulungen gehören vor allem Anwendungen und Services, die mit den Printern angeboten werden.

Da kommt Künstliche Intelligenz ins Spiel und eine Reihe smarter Anwendungen und Lösungen, die den digitalen Workflow vereinfachen sollen. So werden etwa über KI-basierte Algorithmen bei den im vergangenen Jahr vorgestellten MFPs der Altalink-B820-Reihe, Nutzungsmuster analysiert. Über das so aufgespürte Nutzerverhalten lassen sich Geräteeinstellungen automatisch anpassen. Wenn also beispielsweise ein User immer wieder die gleichen Schritte an einem Xerox-MFP wiederholt, schlägt das Gerät vor, einen Button einzurichten. Per Knopfdruck werden die Schritte automatisch abgearbeitet, also etwa ein Dokument gescannt und an einem bestimmten Ort archiviert.

Nachhaltigkeit

Und wollen Kunden ihren CO2-Fußabdruck verfolgen, können sie den ebenfalls 2024 eingeführten Verified Carbon Neutrality Service in Anspruch nehmen. Über ein Dashboard lassen sich Kohlenstoffemissionen prüfen, ausgleichen und dokumentieren. Verfolgen können Kunden dabei, wie sich die Druckinfrastruktur auf die eigenen Nachhaltigkeitsziele auswirkt. Bei der Bewertung der CO2-Emissionen berücksichtigt die Lösung auch Möglichkeiten der Fernwartung und des Recyclings am Ende der Lebensdauer der Drucker. Managed Services werden gerade im Printer-Umfeld immer wichtiger, zumal dort immer noch Unmengen von Daten generiert werden. Ein stärkerer Fokus auf Services und Software steht bei Xerox oben auf der Agenda.

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