Microsofts Windows-Chef Steven Sinofsky (r.) und Michael Angiulo, verantwortlich für die HArdware und das PC-Ökosystem, präsentieren Windows 8 auf Mobile Devices.
Während sich Intel mit der Windows-Alternative schmückt, sucht Microsoft die Nähe zu Intel-Wettbewerbern. Denn auch die Redmonder haben den Mobile-Markt verschlafen. Das auf Smartphones ausgerichtete Windows Phone 7 kommt erst Ende des Jahres. Für die schlanken Media-Tablets, die nicht auf der x86-Architektur basieren, hat Microsoft derzeit gar nichts zu bieten.
Hier macht vor allem Apple Furore: Beim iPad kommen die Hardware und das Betriebssystem iOS aus einer Hand. Die firmeneigene Software-Pakete iWorks (eine Office-Suite) und iLife (Multimedia-Suite) hat Apple in handliche Applets aufgeteilt und auf die wichtigsten Funktionen reduziert.
Microsoft bleibt derzeit nichts weiter übrig, als auf die Zukunft zu verweisen: Windows 8 werde alles ändern. Die Frage ist nur, wann die neue Betriebssystem-Version kommt. Marktgerüchte sprechen von Ende 2012, Microsoft selbst macht dazu bislang keine Angaben.
Der größte Trumpf im Kampf um Marktanteile im Mobile-Markt ist aber die Kooperation mit dem bislang unbestrittenen Marktführer für Tablet- und Smartphone-CPUs: ARM. Die Kooperation wurde im Januar 2011 verkündet. Auf der Entwickler-Konferenz Build Windows, die dieser Tage im kalifornischen Anaheim stattfindet, konnte man nun bereits erste Demo-Geräte entdecken, die Windows 8 mit der „Metro“ genannten Oberfläche beispielsweise auf einem mit Nvidias Vierkerner Kal El ausgestatteten Tablet zeigten.
Aber auch x86-Tablets, mit Intels Atom- und AMDs Bradoz-CPUs, sind dort zu sehen. Die 5.000 Geräte, die Microsoft an die teilnehmenden Entwickler verschenkten, sind allerdings keine Mini-Tablets, sondern Slate-PCs mit einer i5-Dualcore-CPU von Intel – und vorinstalliertem Windows 8. Das wirkt fast wie ein Symbol für die kriselnde Beziehung: Auch wenn beide IT-Riesen jetzt mit anderen Technologie-Partnern „ins Bett“ gehen – völlig geschieden wird die Wintel-Ehe wohl nie. □