Partnerprogramm und Service-Konzept

Wie Smartbook mit den Branchenriesen konkurrieren will

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ITB: Welche Auswirkungen wird Windows 8 auf den Markt haben? Rechnen Sie mit neuen Impulsen im Migrationsgeschäft und bei der Einbindung von Tablets ins Unternehmensnetzwerk?

Duffner: Wir setzen im Zuge unseres B2B-Ausbaus stark auf Windows 8. Damit kann das Tablet ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation werden. Vor allem im Hinblick auf die steigende Mobilität der Mitarbeiter bei gleichzeitigem Zugriff auf gewohnte MS-Funktionalitäten kann das Tablet eine echte Alternative zum herkömmlichen Notebook werden. Dieser Trend ist ja bereits heute schon zu erkennen.

ITB: Welche Zielgruppen werden damit angesprochen?

Duffner: Tablets haben Aufholbedarf in einigen Branchen. Denken Sie an Krankenhäuser, die Lagerwirtschaft, den Maschinenbau, den Außendienst. Hier steckt noch viel Musik im Markt.

ITB: Smartbook war mal Teil des Unternehmens Wortmann. Im Gegensatz zu den Hüllhorstern fertigt Smartbook aber nicht hierzulande, oder?

Duffner: Wir konzipieren die Produkte hier in Deutschland, gefertigt wird aber nah an den Komponentenmärkten in China.

ITB: Wie kann man sich das neue Partnerprogramm vorstellen?

Duffner: Es zielt darauf ab, dass unsere Fachhändler in ihrem Tagesgeschäft besser unterstützt werden, vom Projektgeschäft – beispielsweise, wenn es um Hilfe bei Ausschreibungen geht –, über Marketingunterstützung, Support, bis hin zu einem professionellen Treiber-Pool. Dabei haben wir zum Start des Partnerprogramms bewusst keine Partnerstufen eingezogen. Geplant ist vielmehr, eine gute regionale Abdeckung mit ausgewählten Reseller-Partnern hinzubekommen. Zielmarke ist, in jeder größeren Stadt vertreten zu sein. In einem nächsten Schritt sind regionale Partnerschaften geplant, mit Smartbook-Partnern, die wir in Reparatur- und Supportangelegenheiten einbinden und die solche Services auch für andere angeschlossene Partner leisten. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

ITB: Gibt das einstufige Programm auch Backend-Boni her?

Duffner: Ja, wir werden eine Backend-Bonifizierung vornehmen. Allerdings ist dieser Punkt, insbesondere die Höhe noch nicht spruchreif. Damit auch kleinere Partner profitieren können, wird es Aktionen geben, wie beispielsweise Gratis-Produkte ab einer bestimmten Abnahmemenge.

ITB: Auf der CeBIT wurde auch ein neues Service-Konzept aufgelegt. Was sind die Eckpfeiler des Konzeptes?

Duffner: Grundsätzlich bieten wir unsere Produkte mit einer Herstellergarantie von 24 Monaten an. Teilnehmer am neuen Partnerprogramm dürfen jedoch auf 30 Monate Garantie zählen. Das halbe Jahr Extra-Garantie ist im Fachhandel ein gutes Verkaufsargument. Kommt es während der Garantiezeit zu einem Schaden am Gerät, können es die Reseller einfach an unser Repair-Center schicken. Im Anschluss erhält der autorisierte Fachhändler innerhalb von 24 Stunden ein Austauschgerät. In DOA-Fällen, also beim klassischen Dead on Arrival, wird das Gerät innerhalb von 14 Tagen ab dem Rechnungsdatum als fehlerhaft eingestuft. Hier erhält der Händler sofort ein Austausch-Gerät.

ITB: Wird es in Zukunft vielleicht auch mal Desktop-PCs aus dem Hause Smartbook geben? Wobei – allein schon das -book im Firmennamen deutet auf eine nur mobile Ausrichtung der Produkte hin. Da müsste ein neuer Name her...

Duffner: Wie heißt es so schön: Sag´ niemals nie. Wir verfügen noch über den Markennamen Smarttron und ich könnte mir gut vorstellen, dass wir irgendwann auch PCs für den Business-Bereich anbieten werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Rechtsstreit zwischen Smartbook und Qualcomm.

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