Studie: Leading in a Digital First World Wie gut ist Ihre Digital-First-Strategie?

Autor: Ann-Marie Struck

Dass die Digitalisierung für Unternehmen wichtig ist, ist ein alter Hut. Ein Leitgedanke ist daher „Digital First“. Doch 90 Prozent der Unternehmen weltweit hinken bei ihren Digitalisierungsstrategien hinterher, wie eine Studie von Tata Communications zeigt.

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„In der heutigen Zeit ist ein digitales Betriebsmodell ein Muss für Unternehmen", erklärt A.S. Lakshminarayanan, Managing Director und CEO von Tata Communications.
„In der heutigen Zeit ist ein digitales Betriebsmodell ein Muss für Unternehmen", erklärt A.S. Lakshminarayanan, Managing Director und CEO von Tata Communications.
(Bild: Vladimir Melnikov - stock.adobe.com)

„Digital First“ ist eine Strategie vieler moderner Unternehmen. So werden Prozesse, Dienste und Produkte mit einem Schwerpunkt auf die moderne, digitale Welt entwickelt. Denn in der heutigen Gesellschaft ist die Digitale Transformation für den Reifegrad eines Unternehmens entscheidend. Je früher Unternehmen damit beginnen, diese Entwicklung zu beschleunigen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie für das digitale Zeitalter gut gerüstet sind.

Die Studie „Leading in a Digital First World; Enabling Success with the Right Mindset, Ecosystem and Trust“ von Tata Communications ging der Frage nach, was digitale Reife in diesen Zeiten ausmacht und wie Unternehmen ihre Prozesse entsprechend aufstellen. Dafür wurden 750 Unternehmen in elf Ländern befragt, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Japan, den USA und UK. Der Report unterteilt die Unternehmen anhand ihres digitalen Reifegrads in drei Kategorien:

  • Digital Trailblazers: Darunter werden die Vorreiter in puncto Digitalisierung verstanden. Diese Unternehmen haben bereits Digital-First-Betriebsmodelle etabliert. Gemäß der Studie sind das nur 10 Prozent der befragten Unternehmen. Davon führen 63 Prozent das Umsatzwachstum ihres Unternehmens auf ihre Digital-First-Strategie zurück.
  • Digital Migrants: Zu dieser Kategorie zählen alle Unternehmen, die partielle Fortschritte bei der Digitalisierung gemacht haben. Das macht etwa die Hälfte (52 %) der befragten Unternehmen aus.
  • Digital Aspirants: Die Unternehmen in dieser Sparte stehen noch am Anfang ihrer Digitalen Transformation. Der Studie zufolge befinden sich 38 Prozent der Unternehmen erst in einem frühen Stadium der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und konnten aufgrund mangelnder digitaler Reife kein Wachstum erzielen.

Wo sollte nachgebessert werden?

Insgesamt liefert der Report einen Überblick über den digitalen Reifegrad der Unternehmen weltweit, ihren Zielen und Schwachpunkten. Demnach haben 90 Prozent der befragten Unternehmen ihre Digital-First-Ziele noch nicht erreicht. Vielmehr hatten 45 Prozent der Unternehmen im vergangenen Jahr mit Produktivitätseinbußen aufgrund von Konnektivitätsproblemen zu kämpfen.

Von den Unternehmen, die im vergangenen Jahr Marktanteile gewonnen haben, glauben 41 Prozent der Befragten, dass die Umstellung auf digitale Betriebsmodelle der Schlüssel dazu war. Folglich hat die Verpflichtung zu einem digitalen Betriebsmodell auch den ersten Platz des Nachholbedarfs belegt. Denn 44 Prozent der Unternehmen waren nicht in der Lage, ein digitales Betriebsmodell für ihr Ökosystem zu entwickeln.

Außerdem fehlte ein hypervernetztes Ökosystem. 91 Prozent der Unternehmen gaben an, nicht in der Lage zu sein, ihren Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern eine hochwertige digitale Nutzererfahrung zu bieten. Zugleich gaben sie an, innerhalb ihres Unternehmens mit einem Flickenteppich unterschiedlicher digitaler Strategien und Prozesse zu arbeiten.

Zudem verhindern fehlende Sicherheit und Vertrauen bei vielen Unternehmen den digitalen Fortschritt. Folglich hat für 49 Prozent der Befragten Cyber Security höchste Geschäftspriorität. Gleichzeitig schätzen 34 Prozent der Unternehmen ihre Leistung als unzureichend ein, ein flexibles Betriebsmodell bereitzustellen. Dies hemmt nicht nur ihre Innovationsfähigkeit, es erschwert ihnen auch, sich schneller als die Konkurrenz an Veränderungen anzupassen.

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Redakteurin, Vogel IT-Medien