In der Ruhe liegt der Erfolg Wie Dienstleister Projekte im Gesundheitssektor meistern

Von Mihriban Dincel 5 min Lesedauer

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Das Gesundheitswesen ist mit zahlreichen Herausforderungen wie Regularien, Finanzierungsproblemen oder dem Fachkräftemangel konfrontiert. Zusätzlich oder gerade deswegen muss die digitale Transformation vorankommen. Systemhäuser unterstützen dabei.

In Ruhe und partnerschaftlicher Zusammenarbeit können die hohen IT-Anforderungen im Gesundheitswesen gemeistert werden. (Bild:  KI-generiert / Copilot)
In Ruhe und partnerschaftlicher Zusammenarbeit können die hohen IT-Anforderungen im Gesundheitswesen gemeistert werden.
(Bild: KI-generiert / Copilot)

Healthcare hat viele Facetten. Selbst innerhalb eines Segments, man nehme Kliniken und Krankenhäuser, laufen hunderte IT-Prozesse ab. Von einer sicheren Infrastruktur bis hin zur arbeitserleichternden Sensorik. Das Systemhaus Cancom hat ein breites Portfolio an Lösungen und Services für das Gesundheitswesen und kann unter anderem einiges zur Sensorik beitragen. Julius Rummich, Business Development Manager Healthcare bei Cancom, weiß: „Durch Sensorik können Ressourcen entlastet werden – finanziell wie personell.“ Ob Füllbestände der Dispenser, Kühlschränke, die Legionellen-Überwachung, die Belegung der Ultraschallgeräte, Räume oder die Raumtemperatur, all das beruht auf Sensorik, bei deren Implementierung das Systemhaus berät und unterstützt. Die Fachbreite ist immens. „Wichtig ist für uns – mit unserer Erfahrung am Markt – Lösungen zu bieten, die das Klinikum, den Arzt oder die Pflegekraft wirklich weiterbringen“, betont Rummich.

Sensorik in der Praxis

Durch Sensorik kann beispielsweise die passende Temperatur in einem Raum ermittelt und so können gegebenenfalls Heizkosten gespart werden. Besonderes Interesse gelte laut Gerhard Hacker, Senior Manager Healthcare bei Cancom, der Sturzsensorik, welche die „Patientenüberwachung“ erleichtert. Damit werden dank Analyse von Bewegungsmustern Stürze schneller erkannt und im Ernstfall Zuständige informiert. Über ein Dashboard ermöglicht Cancom die Integration solcher Sensorik und verschafft einen Gesamtüberblick – unabhängig davon, ob die Technologien in einem Gebäude, auf dem Campus oder campusübergreifend integriert sind. Oft ist die Implementierung solcher „Alltagshilfen“ mit wenig Invest verbunden. „Es geht nicht um immens große Projekte mit riesigem Aufwand. Aber solche Lösungen können eine erhebliche Entlastung für das Personal bedeuten und in vielen Fällen gesetzliche Anforderungen erfüllen“, erklärt Hacker.

Statt Druck auszuüben, gehen wir pragmatisch und ruhig vor. Gemeinsam mit dem Kunden analysieren wir den aktuellen Stand und ermitteln die notwendigen Maßnahmen.

Gerhard Hacker, Senior Manager Healthcare bei Cancom

Dass IoT immer stärker Einzug in das Gesundheitswesen findet, zeigt die Analyse „IoT im Gesundheitswesen: Marktdaten & -analyse“ der Statista Market Insights. IoT-Umsätze im Healthcare-Bereich steigen stetig und werden es weiterhin. Europa war 2022 mit 27,8 Billionen Dollar der größte Umsatzmarkt, Deutschland führt mit 3,4 Millionen Nutzern von IoT-Geräten.

Prozesse des Gesundheitswesens verstehen

Entscheidend ist es, Vorgänge im medizinischen Umfeld zu verstehen. „Sensorik hilft, stilles Wissen über Prozesse sichtbar zu machen. Erst wenn wir die Prozesse verstehen, können wir etwas optimieren“, ist Rummich überzeugt. Diese Meinung teilt auch Kathryn Sikora, Healthcare Consultant bei SVA System Vertrieb Alexander: „Wenn man Leistungserbringern ernsthaft helfen möchte, muss man zwangsläufig um die Regulatorik wissen, derer sie ausgesetzt sind. Die Regulatorik und die finanzielle Situation geben den Rahmen.“ Eine Analyse der Kundensituation sei wichtig. Gleichzeitig ist sie der Ansicht, Prozesse könnten mit Lösungen nicht optimiert werden, lediglich erleichtert. Und wie das am besten gelingt? „In Ruhe, besonnen, mit dem Blick auf die Regulatorik, das gesundheitspolitische Geschehen und die auch andere Branchen betreffenden Herausforderungen“, verrät Sikora.

Kathryn Sikora, Healthcare Consultant bei SVA System Vertrieb Alexander
„Wir müssen die Mitarbeiter mitnehmen. Mehr Wissen um die Digitalisierung bedeutet weniger Stress mit der Digitalisierung. Dazu empfiehlt es sich, alle Berufsgruppen früh einzubinden und Basiswissen zu schaffen.“

Bildquelle: SVA System Vertrieb Alexander

Erfolgreiche Projekte dank Ruhe und Zusammenarbeit

Doch Healthcare-IT muss so einige Anforderungen erfüllen. Dr. Olaf Iseringhausen, Leitung Competence Center Healthcare Solutions, Bechtle IT-Systemhaus, nennt unter anderem die mobile Nutzung von IT, den abteilungsübergreifenden Zugriff auf Daten sowie die Vernetzung vieler IT-Systeme. „Zeitgleich müssen innovative und sich rasant entwickelnde Technologien wie KI, die in bildgebenden Verfahren, bei der Diagnose, bei Medikamentenchecks oder der Risikobeurteilung unterstützen, effizient und wirtschaftlich integriert werden.“ Obendrauf gibt es die gesetzlichen Vorgaben – Datenschutz, IT-Security, Risikomanagement, etc. „Gerade beim Schutz der IT und der Daten darf es hier keine Kompromisse geben“, postuliert Iseringhausen. Er weiß um die Komplexität und den Aufwand solcher Projekte. Eine sorgfältige Planung sei daher unerlässlich.

Diesen Herausforderungen gilt es also, ruhig mit den richtigen Lösungen Herr zu werden. „Statt Druck auszuüben, gehen wir pragmatisch und ruhig vor. Gemeinsam mit dem Kunden analysieren wir den aktuellen Stand und ermitteln die notwendigen Maßnahmen. Dabei ist es wichtig, nicht über das Ziel hinauszuschießen, sondern partnerschaftlich und auf Augenhöhe die richtigen Lösungen zu entwickeln“, beschreibt Hacker das Vorgehen bei Cancom.

Dr. Olaf Iseringhausen, Leitung Competence Center Healthcare Solutions, Bechtle IT-Systemhaus
„Wir haben über Jahre ein umfassendes Verständnis der Prozesse sowie ihrer Wechselbeziehungen und Schnittstellen entwickelt, um praxistaugliche und wettbewerbsfähige Lösungen anbieten zu können.“

Bildquelle: Bechtle IT-Systemhaus

Dem Gesundheitswesen dient SVA bei Themen von Big Data über IT-Security bis hin zur Softwareentwicklung mit Fokus auf Infrastruktur. Daneben beschäftigt sich das Systemhaus mit Künstlicher Intelligenz, Cloud oder On-Premises sowie Mitarbeiter-entlastenden Services im Gesundheitswesen. Damit solche Projekte erfolgreich umgesetzt werden, gilt es neben der Ruhe, alle Betroffenen bei der Digitalisierung abzuholen. „Geraten sie aus dem Blickwinkel und werden ihre Kompetenzen und Ressourcen nicht adäquat eingesetzt, kann schon allein aus diesem Grund ein Projekt scheitern“, warnt Sikora.

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Unterstützung mit individuellen Services

Lösungen dürften nicht an den Prozessen und den Mitarbeitern vorbei navigiert werden. Sie rät, Mitarbeiter mitzunehmen: „Mehr Wissen um die Digitalisierung bedeutet weniger Stress mit der Digitalisierung. Dazu empfiehlt es sich, alle Berufsgruppen früh einzubinden und Basiswissen zu schaffen.“ Zusätzlich müssen bei der Digitalisierung physische Schnittstellen zwischen den Abteilungen und Berufsgruppen überwunden werden. Aufgrund all dieser Punkte, die es zu beachten gilt, begleitet SVA Kunden bei solchen Projekten im Tandem aus technisch versierten und Branchenexperten.

Bechtle setzt auf Professional, Managed und Onsite Services, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. „Wir unterstützen außerdem beim Betrieb der Basisinfrastruktur und stellen Applikationen, wahlweise als Cloud-Lösung, bereit. Immer mit Blick auf die Einhaltung neuer regulatorischer Vorgaben“, konkretisiert Iseringhausen. Mit einer Datenintegrationsplattform sowie Produkten, speziell für den Healthcare-Bereich, bietet das Systemhaus weitere Unterstützung und das in Kombination mit der Expertise des Competence Center Healthcare.

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