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Geräuschunterdrückung für Webex-Collaboration Weniger Geräusche: Cisco übernimmt BabbleLabs

Autor: Sylvia Lösel

In Zeiten, in denen Videokonferenzen zum täglich Brot des Berufslebens gehören, werden Bild- und Tonqualität immer wichtiger. Um störende Hintergrundgeräusche zu mindern, will Cisco BabbleLabs kaufen, einen Anbieter für KI-basierte Spracherkennung.

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Je besser die Audio- und Videoqualität, desto entspannter ist das Meeting.
Je besser die Audio- und Videoqualität, desto entspannter ist das Meeting.
(Bild: © Gorodenkoff - adobe.stock.com)

„Könnt ihr mich hören?“ oder „Ich verstehe Euch nicht“ – diese beiden Sätzen dürften in den vergangenen Monaten zu den meistgesprochenen gehören. Denn in Zeiten von Homeoffice und mobiler Arbeit sind Videokonferenzen ein wichtiges Element, um miteinander in Verbindung zu bleiben. Dennoch geben laut einer Cisco-Umfrage, die sich auf die Zukunft der Arbeit fokussiert, 98 Prozent der Arbeitnehmer an, dass sie bei der Arbeit von zu Hause aus Frustration durch Ablenkungen bei Videokonferenzen empfinden. Zwei der fünf häufigsten Gründe betreffen Hintergrundgeräusche – entweder von anderen Teilnehmern oder bei ihnen selbst.

KI für bessere Audioqualität

Cisco will diese Störfaktoren künftig deutlich reduzieren und hat deshalb angekündigt, das kalifornische Unternehmen BabbleLabs übernehmen zu wollen.

BabbleLabs arbeitet mit Künstlicher Intelligenz (KI), um besser zwischen menschlicher Sprache und unerwünschten Geräuschen zu unterscheiden und so die Qualität von Kommunikations- und Konferenzanwendungen zu verbessern. Die Technologie geht somit über die reine Geräuschunterdrückung hinaus, da sie

  • Sprache von Hintergrundgeräuschen unterscheiden und
  • Hintergrundgeräusche in Echtzeit entfernen kann.

Diese beiden Elemente tragen zu einer Verbesserung der Sprachausgabe und somit zur besseren Kommunikation bei.

Mit der BabbleLabs-Technologie will Cisco sein gesamtes Collaboration-Portfolio um eine integrierte Geräuschunterdrückung erweitern, sodass Nutzer von Webex von der neuen Audioqualität profitieren können, unabhängig davon, wo sie sich befinden und wie sie sich einwählen (über einen Konferenzraum oder ein mobiles Gerät). Störgeräusche sollen so zu 100 Prozent an der Quelle entfernt werden, an der das Geräusch auftritt (auf der Client-Seite). Dabei orientiert sich BabbleLabs, laut Cisco, an strengen Datenschutzrichtlinien.

Wie ist der Integrationsplan?

Die Übernahme soll im ersten Quartal von Ciscos Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen sein, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen und der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Nach Abschluss der Transaktion wird das BabbleLabs-Team der Cisco Collaboration Group unter der Leitung von Javed Khan, Senior Vice President und General Manager, beitreten, die Teil des Cisco Security and Applications Business unter der Leitung von Jeetu Patel ist.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin