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Eset: Details zum neuen Partnerprogramm Weichenstellung für die Zukunft

Autor: Sylvia Lösel

Maik Wetzel, Channel Director DACH bei Eset, spricht über Beweggründe und Ziele des überarbeiteten Partnerprogramms. Der slowakische Security-Anbieter hat im Managed-Services-Umfeld bereits viel Erfahrung gesammelt und zündet nun die nächste Stufe.

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Die Göttin Isis (ägyptisch: Eset) ist Namenspatronin des Security-Anbieters Eset.
Die Göttin Isis (ägyptisch: Eset) ist Namenspatronin des Security-Anbieters Eset.
(Bild: morane - stock.adobe.com)

Die Göttin Isis ist Schutzherrin und Bewacherin aller Wesen und die Namenspatronin des Security-Unternehmens Eset. Bis ins alte Ägypten reicht die Firmenhistorie des Spezialisten für Endpoint Protection, Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung zwar nicht zurück, für ein IT-Unternehmen ist allerdings auch ein Zeitraum von fast 30 Jahren schon sehr beachtlich. In dieser Zeit ist der Anbieter um ein Vielfaches gewachsen, auch in Bezug auf die Partnerlandschaft. Das, sowie der technologische Wandel, haben nun dazu geführt, das Partnerprogramm zu überarbeiten.

Projektaufwand wird honoriert

Wichtige Eckpunkte waren dabei eine Deal-Registrierung sowie Schulungen und Trainings, wie Maik Wetzel, Channel Director DACH, erläutert. „Wir haben inzwischen sehr viele Partner, deren vertrieblicher Aufwand bei Projekten immens ist. Das wollten wir auf jeden Fall honorieren. Zudem ging es auch darum, internationale Standards zu schaffen und vergleichbar zu sein.“ Der Projektaufwand für Partner ist auch deshalb gestiegen, weil „Eset im Enterprise-Segment angekommen ist“ und nun von Consumern bis zu Großunternehmen alle Kunden bedienen kann. Ein weiterer wichtiger Baustein im überarbeiteten Partnerprogramm waren die Schulungen und Trainings. „Wir bieten nun Onlinetrainings an, die für Reseller kostenfrei sind. Das ist neu. Auch die Breite des Kursangebotes ist gewachsen", beschreibt Wetzel. Zudem können Reseller ihren eigenen Lernpfad bestimmen, indem sie Module analog zu ihrem Geschäftsmodell wählen. Zudem hat Eset das bislang separat geführte MSP-Programm integriert. „In puncto Managed Services haben wir inzwischen sehr viel Erfahrung gesammelt und in der Partnerlandschaft bereits eine hohe Durchdringung. Viele Reseller haben ein hybrides Dienstleistungsmodell, andere ihre eigenen Rechenzentren für Kunden aufgesetzt. Wieder andere betreiben die IT-Infrastruktur ihrer Kunden, daneben aber auch klassisches Infrastrukturgeschäft. Wir sind mittendrin in der Migrationsphase vom klassischen zum Managed Services Business. Und: wir haben damit jetzt so viel Erfahrung, dass wir das nicht mehr getrennt halten müssen. Mit der Zusammenführung beider Programme bauen wir bürokratische Hürden ab – Umsätze werden völlig gleich behandelt, genauso wie die unterschiedlichen Bezugsquellen hier zusammengeführt werden.“

Einstiegshürde gesenkt

Zwar gibt es künftig statt drei, fünf Partnerlevel, die Einstiegsschwelle als Registrierter Partner wurde aber bewusst niedrig gehalten, wie Wetzel ausführt. „Unter unseren mehr als 1.500 registrierten Partnern sind Branchenschwergewichte. Diese haben oft das Problem, kein auf Security fokussierter Dienstleister zu sein. Entsprechend ist der Anteil, den Security beim Gesamtumsatz einnimmt gering. Für diese Partner wollten wir einen Anreiz schaffen, auch Teil des Partnerprogramms zu werden, deshalb haben wir die Einstiegshürden heruntergenommen." Davon profitieren dann natürlich auch alle weiteren neuen Partner, von denen es laut Wetzel viele gibt. „Es gibt ja auch viele Gründe, die für uns sprechen. Wir sind ein europäischer Hersteller, sind inhabergeführt und haben eine starke Mannschaft hier in Deutschland, mit der wir technischen Support, Presales- und Marketing-Support leisten", erläutert der Manager selbstbewusst. Doch nicht nur in Deutschland läuft es gut für Eset. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im slowakischen Bratislava hat, hat in vielen Ländern hohe Marktanteile – unter anderem in Polen, Ungarn und Tschechien aber auch in Spanien – um nur einige zu nennen. Weltweit sind rund 1.800 Menschen bei Eset beschäftigt, der Kundenstamm beläuft sich auf 110 Millionen.

Die Basis all dessen sind aber die Produkte selbst. „Wir waren immer ein Technologiepionier. Unsere Produkte haben eine hohe Integrationsdichte und einen hohen Automatisierungsgrad in Bezug auf Management und Rollout. Wir sind auch dabei, unser Angebot an Services auszubauen. Da darf man im kommenden Jahr eine ganze Menge erwarten. Zum Beispiel hinsichtlich Threat Intelligence Services sowie auch bei klassischen SLAs – da werden wir skalierbarer werden.“ Auch in puncto Awareness-Trainings gibt es bereits Pläne, wie Wetzel noch verrät.

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 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin