Definition Was ist lcedID?

Von Seelenschrift 2 min Lesedauer

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Der Trojaner IcedlD zeigte sich erstmals im Jahr 2017. Geschickt ködert er E-Mail-Adressaten mit Word- oder One-Note-Dokumenten. Beim Öffnen kommt es zu einer bösen Überraschung, denn lcedID stiehlt unbemerkt die Online-Banking-Daten seiner Opfer.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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lcedID verbreitet sich über Spam-E-Mails. Um seine Erfolgsrate weiter zu erhöhen, kann er weitere Malware einsetzen. Die E-Mail-Kampagnen nutzen in den meisten Fällen geschäftsrelevante Dokumente als Köder, beispielsweise Quittungen, Gehaltsabrechnungen oder auch Produktrückrufmitteilungen. Diese werden in Form eines Microsoft-Word-, seltener auch OneNote-Dokuments versandt, und enthalten mit Malware infizierte Makrofunktionen. Hinter diesen versteckte sich die Installationsdatei für IcedID.

Der Prozess kann beispielsweise folgendermaßen aussehen: Der Empfänger der verseuchten E-Mail wird beim Öffnen des angehängten Dokuments gebeten, auf eine Schaltfläche zu klicken. Deren Aufschrift kann beispielsweise „Öffnen“ lauten. Kommt er der Aufforderung nach, wird durch den Klick eine HTML-Anwendung gestartet, die wiederum einen Befehl zum Laden der IcedID-Installationsdatei ausführt. Da sich außerdem eine PDF-Datei zur Ablenkung öffnet, bemerkt der Betroffene nicht, was auf seinem Computer geschieht.

Wurde lcedID einmal installiert, kann der Trojaner Zugangsdaten zu Online-Banking-Servern und andere Zahlungsdetails stehlen. Dafür installiert er einen lokalen Proxy, der den Betroffenen auf eine gefalschte Banking-Website leitet. Sie sieht der Originalseite zum Verwechseln ähnlich. Neben diesem Umleitungsangriff ist auch eine sogenannte Web-Injektion möglich, bei der IcedID die Originalseite mit einem gefälschten Inhalt überlagert, sich also selbst in den Browser injiziert.

Deshalb ist lcedlD so gefährlich

IcedlD ist Meister im Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen und verfügt über intensiv ausgearbeitete Techniken, um nicht von einem Antivirenprogramm erkannt zu werden. Dazu zählt beispielsweise die oben erläuterte Web-Injektion: Da sich die Malware in einem gewöhnlichen Browserprozess versteckt, der vom Virenprogramm als harmlos eingestuft wird, kann sie ungehindert ins System eindringen. Ähnlich funktioniert die Steganographie, bei dem der Schadcode in einer Bilddatei verborgen wird.

Da lcedID vornehmlich mit geschäftlichen Ködern arbeitet, sollten Unternehmen all ihre Mitarbeiter einer entsprechenden Schulung unterziehen. Ziel sollte es sein, alle Angestellten zu befähigen, Spam-E-Mails erkennen und von seriösen Nachrichten unterscheiden zu können.

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