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Definition Was ist eine XHTML-Datei?

| Autor / Redakteur: zeroshope / Margrit Lingner

Lange galt XHTML als zukunftsträchtiges, XML-gerechtes HTML, um Inhalte im Web darzustellen. Durch HTML 5 hat sich dies jedoch geändert. Ganz ausgedient hat die XHTML-Datei aber noch nicht.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Abkürzung „XHTML“ steht für „Extensible Hypertext Markup Language“. Durchgesetzt hat sich die Übersetzung „erweiterbare HTML“. Allerdings greift dieser Ausdruck etwas zu kurz: Der Spagat, den eine XHTML Datei schafft, wird auf diese Weise nicht offensichtlich. Einerseits offeriert XHTML als W3C-Standard alle Vorteile einer XML-Sprache. Anderseits handelt es sich um eine praktisch anwendbare Sprache für Webseiten-Editoren. Dafür wurde XHTML so angelegt, dass es auch mit Browsern ohne eigene XML-Fähigkeit kompatibel ist.

Vorteile von XHTML

XML ist eine sogenannte Auszeichnungssprache, die Daten hierarchisch strukturiert darstellen kann. Sowohl Menschen wie auch Maschinen können sie lesen, ziehen aber andere Schlüsse daraus. Die Maschine (der Browser) liest beispielsweise bestimmte Textbausteine als Befehle und präsentiert sie entsprechend. Er setzt sie um, blendet aber konkrete Wörter aus. Lautet der Befehl etwa, eine Frage einzublenden, zeigt die Maschine diese einfach. Mit XHTML kann deshalb beispielsweise im Webseiten-Editor ein interaktiver Quiz für die Besucher der Internetpräsenz programmiert werden. Da XHTML zugleich kompatibel mit allen anderen W3C-Standards (z.B. HTML, CSS, Ajax) ist, fügen sich die entsprechenden Inhalte praktisch problemlos in jede Webpräsenz ein.

HTML 5 und XHTML

Durch HTML 5 ist XHTML allerdings weitgehend überflüssig geworden. Der neue HTML-Standard beherrscht fast alles, was XHTML kann – nur besser. Beispielsweise sind die Syntaxanalyseanforderungen von HTML 5 deutlich geringer als von XHTML. HTML 5 ist zudem spürbar fehlertoleranter. Medien-Dateien lassen sich überdies deutlich einfacher einbinden. XHTML-Dateien werden nur noch für einige Applikationen benötigt, die auf XML-Programmierungen vertrauen.

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