Definition Was ist eine ORF-Datei?

Autor / Redakteur: Laimingas / Margrit Lingner

Die Dateiendung ORF steht für Olympus RAW File, ein Format, das von digitalen Kameras des Herstellers Olympus verwendet wird. RAW bedeutet, dass es sich dabei um unbearbeitete Rohdaten des Bildsensors handelt.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Mit der Dateierweiterung „.orf“ kennzeichnet Olympus die RAW-Dateien, die mit Digitalkameras des Herstellers geschossen werden. Bei den RAW-Dateien handelt es sich um die unbearbeitete Rohdaten des Bildsensors.

RAW-Dateien lassen sich mit klassischen Negativen analoger Kameras vergleichen. Mit speziellen Konvertern können Sie sozusagen "entwickelt" und in eine gesonderte Datei mit einem anderen Format geschrieben werden, ohne dass die ursprünglichen Informationen verloren gehen. Viele Kameras speichern die aufgenommenen Fotos aber auch parallel als RAW- und als JPG-Datei.

RAW ist kein Standard-Format wie beispielsweise JPG, sondern variiert von Hersteller zu Hersteller. Bei Olympus heißt die entsprechende Endung *.orf, bei Nikon *.nef und bei Canon *.cr2. Gemeinsam ist allen RAW-Dateien, dass sie nicht komprimiert und ohne Bearbeitung auf das Speichermedium der jeweiligen Kamera geschrieben werden.

RAW-Dateien öffnen

Da die führenden Kamerahersteller durchweg ihr eigenes RAW-Format definieren, kann es Probleme geben, wenn die genutzte Software zur Bildbearbeitung damit nicht kompatibel ist. Allerdings hat Adobe mittlerweile einen Standard entwickelt, mit dem die Rohdaten kompatibel gespeichert werden können – das digitale Negativ, abgekürzt DNG.

Für die ORF Dateien von Olympus liefert der Hersteller eigene Bearbeitungssoftware – Olympus ORF Codec, Olympus Master – mit. Professionelle Programme wie Photoshop können ebenfalls mit RAW-Dateien arbeiten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kostenlose Anwendungen für Windows, Mac OS und Linux, mit denen eine ORF-Datei geöffnet werden kann.

Vor- und Nachteile von Rohdateien

Der einzige wirkliche Nachteil von ORF-Dateien ist die Dateigröße, schließlich erfolgt die Speicherung ohne Kompression. Da Speichermedien aber günstig zu haben sind, stellt dies kein echtes Problem mehr dar.

Die Vorteile überwiegen, vor allem für professionelle Fotografen, da die Rohdateien verlustfrei sind und somit bei der Nachbearbeitung zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Dazu zählen unter anderem:

  • Belichtungskorrektur
  • Tonwertkorrektur
  • Farbsättigung
  • Scharfzeichnen
  • Weißabgleich
  • Anpassen der Gradiationskurven, um die Bildkontraste zu korrigieren
  • Anzeige von Exif-Informationen

Je nach Kamerahersteller bieten die mitgelieferten Programme noch weitere Bearbeitungsmöglichkeiten.

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