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Definition Was ist eine Innovation?

Autor / Redakteur: zeroshope / Sarah Böttcher

Der Begriff der Innovation beschreibt eine Neuerung mit Konsequenzen. Dies bedeutet, dass sie den Markt, die Gesamtwirtschaft oder sogar die Gesellschaft verändert. Die Verbreitung vollzieht sich dabei in bestimmten Zyklen.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Innovation ist als Wort ein Teil des festen Sprachgebrauchs der meisten Menschen. Allerdings können diese den Begriff zwar meistens allgemein mit Begriffen wie „Neuerung“ oder „Veränderung“ beschreiben, aber nicht allgemein definieren. Eine Innovation ist eine Neuerung, die weitreichende Veränderungen nach sich zieht. Wie schnell dies passiert, ist jedoch unklar, da sich die Verbreitung der Neuerung in einem sogenannten Innovationszyklus vollzieht. Alle Schlüsselbegriffe dieser Definition bedürfen allerdings einer weiteren Erläuterung.

Neuerung: unterschiedliche Bedeutungen für verschiedene Bereiche

In der Technik sind Innovationen keine kompletten Neuerungen. Vielmehr setzen sie auf bekannten Geräten oder Software-Lösungen auf, verändern diese aber so stark, dass diese etwas anderes sind. Zum Beispiel: Das Smartphone baute auf Handys und Organizer auf. Es war jedoch ein komplett anderes, neues Gerät, da es beispielsweise über einen Touchscreen zur Eingabe verfügte.

In anderen Bereichen ist dieses Aufsetzen auf etwas Bekanntem nicht zwingend, um eine Innovation zu konstituieren. Zum Beispiel: Das Internet bedeutete für Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft den Staat und noch einige andere Felder eine große Innovation, war aber etwas völlig Neues, abgesehen von seinem vorherigen Einsatz im militärischen Bereich.

Weitreichende Veränderungen: Der Alltag muss sich ändern

Eine Neuerung gilt dann als Innovation, wenn ihre Veränderungen derart weitreichend sind, dass sich der Alltag der Nutzer ändert. Durch den Aufstieg der sozialen Medien hat sich die Art drastisch gewandelt, wie Nutzer kommunizieren. Viele Anrufe werden durch Nachrichten in Messenger-Diensten ersetzt. Dieses Konzept des im Alltag spürbaren Wandels gilt generell.

Verbreitung über Innovationszyklen

Innovationen werden von Nutzern beziehungsweise Kunden nicht gleich schnell angenommen. Bereits in den 1960er Jahren stellte der US-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Everett Rogers die Diffusionstheorie auf. Diese zeigt einen beispielhaften Innovationszyklus bezüglich der Verbreitung:

  • 1. Vordenker: 2,5 Prozent
  • 2. Pioniere: 13,5 Prozent
  • 3. Frühe Mehrheit: 34 Prozent
  • 4. Späte Mehrheit: 34 Prozent
  • 5. Nachzügler: 16 Prozent

Unklar ist, wie lange die einzelnen Phasen in den Innovationszyklen dauern. Beispielsweise bei beliebten neuen Produkten steigt die frühe Mehrheit eher an als bei abseitig erscheinenden Angeboten. Die Adaption des Smartphones ist ein Beispiel für einen schnellen Innovationszyklus. Der Computer wurde hingegen nur ausgesprochen langsam aufgenommen.

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