Definition Was ist eine GZ-Datei?

Autor / Redakteur: zeroshope / Margrit Lingner

Die Dateiendung GZ zeigt an, dass es sich um eine komprimierte bzw. um eine nach dem GZIP-Kompressionsverfahren bearbeitete Datei handelt. Das Kompressionsverfahren ist vor allem im Linux-Universum verbreitet. Im Windows- oder MacOS-Welt spielt es kaum eine Rolle.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

GZ-Dateien werden nach einem speziellen Algorithmus basierend auf einem freien Verfahren komprimiert. Klassische ZIP-Archive nutzen hingege andere Kompressionsverfahren wie deflate64, bzip2, lzma, wavpack oder auch ppmd. GZ wurde als Format vom GNU-Projekt im Prinzip ausschließlich für Linux entwickelt. Tatsächlich haben aber auch Windows und MacOS keine Probleme mit der Handhabung entsprechender Dateien. Trotzdem spielen sie hier eine untergeordnete Rolle, weil das weiter verbreitete ZIP-Verfahren bevorzugt wird. Allerdings kann nicht jede ZIP-Entpack-Software das Format GZIP bzw. GZ entpacken und umgekehrt.

Im Prinzip kann ein GZ-Archiv ausschließlich eine einzige Datei enthalten. Dieses Problem lässt sich allerdings relativ einfach umgehen. Dazu werden über ein tar-Archiv mehrere GZ-Dateien vorher zu einem Tarball zusammengefasst und anschließen komprimiert. Diese Variante ist aber ausschließlich für Linux vorbehalten.

Unter Linux wird mit GZ-Dateien besonders gerne gearbeitet, weil mit „GZIP“ ein eigener Befehl Teil des Betriebssystems ist. Als Beispiel: Wenn ein Textdokument komprimiert werden soll, genügt es beispielsweise, „gzip meindokument.odt“ in den Terminal einzutragen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass dieser Befehl für Bilder im JPEG-Format oder für MP3-Dateien nicht funktioniert. Dies liegt daran, dass die entsprechenden Dateien bereits komprimiert sind. Sie können nicht weiter „gepresst“ werden. Der GZIP-Befehl, um eine GZ-Datei zu erzeugen, funktioniert also nur für reguläre Ordner und Dateien.

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