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ITB: Wie schaut es generell mit dem Thema Datenschutz bei Online-Shops aus?
Seidlitz: Hier kommt es leider häufiger zu Fehlern, aufgrund unzureichendem Bewusstsein und mangelhafter Strukturen. Ein Thema ist natürlich der richtige Umgang und Schutz von Daten. Manche Shops können hierzu aber nicht einmal die wichtigsten Fragen beantworten wie: Wer ist der Datenschutzbeauftragte oder gibt es überhaupt einen? Welche Verfahren zur Datenverarbeitung bestehen und wie werden diese konkret angewendet? Was passiert mit den Daten? An welche Partner muss ich diese Daten weitergeben und haben diese die gleichen Qualitätsansprüche wie der Shop selbst? Denn wenn ein Shop alles richtig macht, heißt das noch lange nicht, dass es nicht zu Fehlern durch Partner kommt. Um hier wirklich akkurat zu bleiben, müssen viele Aspekte und Personen mit einbezogen werden. Das Qualitätsmanagement muss von Anfang an zuverlässig betrieben werden.
ITB: Der Weg zum Safer-Shopping-Siegel ist offenbar recht umfangreich. Wie lange dauert durchschnittlich ein Zertifizierungsprozess und welche Kosten entstehen dabei?
Seidlitz: Dadurch, dass wir uns die kompletten Prozesse anschauen und auch den Kunden vor Ort besuchen und prüfen, nimmt die Zertifizierung etwas Zeit in Anspruch. In der Regel dauert sie vier bis fünf Tage. Zudem benötigt der Kunde, je nach seiner Organisation, einige Tage zur Vorbereitung. Sollten dann bei der ersten Prüfung noch Mängel vorhanden sein, muss er diese binnen sechs Wochen abstellen und es wird nachgeprüft. Wenn alles unseren Kriterien entspricht, vergeben wir das Siegel. Die Kosten sind natürlich von Komplexität und Umfang des Shops abhängig. In der Regel kostet eine Prüfung rund 4.500 Euro aufwärts.
ITB: Wie viele Webshop-Betreiber haben sich bislang ein TÜV-Siegel geholt?
Seidlitz: Bislang haben über 150 Unternehmen ihre Online-Shops von uns zertifizieren lassen.
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