Interview mit Wortmann-Manager Robin Wittland

Was B-Brands den A-Brands voraushaben

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ITB: Was ärgert Sie derzeit am IT-Markt und -Geschäft am meisten?

Wittland: Nichts, es ist halt wie es ist. Es gibt Kunden, die sind Partner und verstehen die Leistungen, die wir für sie erbringen. Und es gibt Kunden, die sind Kunden, weil Sie ausschließlich über den Preis kaufen. Es wird immer diese beiden Welten geben und die dazwischen. Die eine ist nicht schlecht, weil die andere gut ist.

ITB: Was hat sich aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren im IT-Markt verbessert – mal abgesehen natürlich von den technologischen Entwicklungen der Produkte?

Wittland: Leider nichts. Schön wäre es gewesen, wenn die Werte von neuen Produkten, die speziell für bestimmte Themenbereiche entwickelt wurden, als Mehrwert vom Endkunden verstanden und auf diese Weise automatisch zur Nachfrage führen würden. Leider ist das nicht so. Es gibt viele interessante und wirklich gute Lösungen, deren Wert sich dem Endkunden nicht erschließt. Die Übermittlung dieser Werte erfordert eine gigantische Anstrengung von Systemhäusern und Herstellern. Leider wurden die Systemhäuser hier in der Vergangenheit sehr allein gelassen.

ITB: Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?

Wittland: Der Nutzen, den ein neues Produkt einer definierten Kunden-Klientel bieten kann, wird oft nicht sorgfältig herausgearbeitet. Beispielsweise bei Hyper-V, Data Protection Manager, Sharepoint, Groove- und EBS-Server von Microsoft: Die Zielgruppe unter den Endkunden, nämlich kleine und mittelständische Unternehmen, kennen die Produkte häufig gar nicht. Die Probleme, die sich mit diesen Produkten lösen lassen, haben die potenziellen Kunden nicht einmal erkannt. Systemhäuser packen diese Produkte nur selten an, weil kein Kunde danach fragt. Es ist ein klassisches Henne -Ei Problem.

Weshalb man bei Wortmann die Verknappung bei Komponenten und Displays eher gelassen sieht, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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