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IT-Zeitmaschine Von der Warenwirtschaft zum ERP-System

Autor: Dr. Stefan Riedl

Christian Simon, Vorstand Entwicklung & Technik bei Godesys, erinnert sich noch gut an die Zeit als ERP-Systeme (Enterprise-Resource-Planning) unter dem Begriff „Warenwirtschaft“ liefen. Inzwischen sei Software gefragt, die mitdenkt, sagt der Manager.

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Christian Simon, Vorstand Entwicklung & Technik, Godesys
Christian Simon, Vorstand Entwicklung & Technik, Godesys
(Bild: Godesys)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den letzten 25 Jahren denken?

Simon: Bei der rasenden Entwicklung der IT geht oft unter, wo wir technologisch herkommen und wie die Reise in die Gegenwart verlief. Vor 25 Jahren steckten die digitale Welt und das Internet noch in den Kinderschuhen. Der Vorläufer von ERP hieß damals Warenwirtschaft. Die Anforderungen kundenorientierter Unternehmen konnten seinerzeit nur durch Individualentwicklung umgesetzt werden, was zu nicht wartbaren Lösungen führte. Daraus haben wir schnell gelernt und Standardisierung und Customization erfolgreich in den Mittelpunkt unseres Entwicklungsprozesses gestellt.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Simon: Bei Unternehmenssoftware ist davon auszugehen, dass die Bedeutung von ERP in den kommenden Jahren steigt. Meine Vision einer modernen ERP-Lösung kombiniert die Aspekte Modularität und Interoperabilität für das Unternehmens-Backbone mit Design und Nutzen für die Anwender. Gerade eine moderne User Experience wird das effiziente und harmonische Miteinander von Mensch und Maschine unterstützen – idealerweise im Interesse der User und letztlich der Endkunden. Der Wunsch nach einer Software, die mit- und vorausdenkt, wird sich auch im ERP widerspiegeln. Genau dort setzen fortschrittliche Anbieter bereits heute mit ihrer Entwicklungsstrategie an.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur