Code Collaboration Vier Augen und ein Programmierer
Gemeinsames Arbeiten am Code hat sich in Programmiererkreisen bewährt. Dass immer mehr im Homeoffice gearbeitet wird, nahm „Gangfunk“ und gemeinsames Arbeiten an einem Bildschirm aus der Gleichung heraus. „Code Collaboration“ soll es richten.
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CodeStream bietet eine Umgebung für gemeinsames Programmieren eines Codes. Nachdem sich die Arbeitswelt auch für Entwickler in jüngerer Zeit hin zu deutlich mehr Arbeit im Homeoffice verschoben hat, ist das Thema „Code Collaboration“ hoch im Kurs. Entwickler, die sich an unterschiedlichen Standorten befinden, soll so die branchenübliche Praxis ermöglicht werden, dass zwei Programmierer gemeinsam an einem Bildschirm arbeiteten, wenn sie einen Code programmieren. Dieses so genannten „Four-Eye-Programming“ soll dazu führen, dass keine Unstimmigkeiten im Code übersehen werden. Vor diesem Hintergrund hat der Software-Anbieter New Relic aus San Francisco quasi auf die Verstetigung der Heimarbeit gesetzt und CodeStream vor kurzem übernommen.
System zeigt Fehler auf
Über die Einbindung von CodeStream in die Observability-Plattform „New Relic One“ werden Entwickler mit allen notwendigen Metriken versorgt, so dass sie Fehler im Code beheben können: „Das System zeigt nicht nur an, dass ein Fehler besteht, sondern leitet den Entwickler direkt zu der Stelle im Code, an dem er sitzt“, sagt Klaus Kurz, Director, Solution Consulting Central Europe, New Relic.
Code Collaboration findet im Idealfall innerhalb einer geschlossenen Plattform statt, in der alle beteiligten Anwendungen integriert genutzt werden können, findet Kurz. Gemeint ist damit, dass CodeStream Teil der Observability-Platform „New Relic One“ ist, und diese wiederum beinhaltet unter anderem Microsoft-Integrationen wie VS Code, Visual Studio, Teams und GitHub. So müssen Programmierer die Umgebung nicht verlassen, um solch eine Anwendung zu nutzen, und alle Daten laufen in Relation zueinander zusammen.
Der Observability-Ansatz

„Dabei trackt das System jede Veränderung eines Codes, inklusive Uhrzeit und natürlich der Person, die die Veränderung vorgenommen hat“, beschreibt Kurz den Grundgedanken dahinter. „Rückfragen an Kollegen oder Meldungen über mögliche Fehler werden direkt an der passenden Stelle vermerkt und über Alerts an die entsprechenden Personen im Team weitergegeben.“
Dieser Ansatz wird durch Observability ermöglicht, die hier als Plattform daherkommt. Das bietet im Gegensatz zum Monitoring (das sich auf abgegrenzte Bereiche und Systeme beschränkt) einen Überblick über den gesamten IT-Stack eines Unternehmens, so der Anspruch. „Dabei bringt es auch Daten aus Systemen, die eigentlich nicht miteinander agieren, auf einem Dashboard zusammen, wertet sie in Relation zueinander aus und betreibt dabei eine permanente, KI-basierte Fehleranalyse“, erläutert Kurz.
KI-basiertes Dazulernen
Wird dann ein Fehler gefunden oder vermutet, liefert die Observability-Plattform mit dem Alert auch gleich eine konkrete Handlungsempfehlung. Die KI-basierten Algorithmen sorgen dafür, dass dabei auch Fehler entdeckt werden können, die dem System noch unbekannt waren. Observability lernt also aus den Datenmengen, die sie jeden Tag verarbeitet.
In der „Errors Inbox“ von CodeStream laufen die gefunden Fehler inklusive Handlungsempfehlung zusammen, bevor sie zur finalen Bearbeitung durch einen Programmierer weitergeleitet werden.
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