1,648 Millionen Dollar beträgt die Vergütung eines CISOs in den USA im Schnitt. Auch in Deutschland verdienen CISOs enorm gut. Woran das liegt, erfahren Sie hier.
Vor allem in den USA verdienen CISOs mittlerweile deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.
(Bild: zest_marina - stock.adobe.com)
Die Vergütung für Chief Information Security Officer (CISO) beträgt in den USA im Durchschnitt 1,648 Millionen Dollar. Diese beeindruckende Summe spiegelt die wachsende Bedeutung der IT-Sicherheit in Unternehmen wider. Die Einkommen schließen dabei Fix- und Bonuskomponenten sowie Eigenkapitalanteile (Equity) ein, was die Gesamtvergütung erheblich erhöht. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie„2024 Global Chief Information Security Officers (CISO) Organization and Compensation Survey” der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles. Der Report gibt detaillierte Einblicke in die Vergütungsstrukturen und organisatorischen Rollen von CISOs weltweit.
Heidrick & Struggles befragte für den Report weltweit über 400 CISOs zu ihrer Vergütung und organisatorischen Aspekten ihrer Funktion. Es ist der vierte Report dieser Art von Heidrick & Struggles. Befragt wurden die verantwortlichen Führungskräfte für die IT-Sicherheit ihrer Unternehmen in den Vereinigten Staaten, Europa, Asien und dem Mittleren Osten. Knapp die Hälfte der Unternehmen, deren CISOs befragt wurden, erzielen einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden Dollar.
Kristin van der Sande, Partnerin der Technology & Services Practice von Heidrick & Struggles, merkt an: „Die Vergütungen für Führungskräfte der IT-Sicherheit in den USA sind exorbitant und gegenüber unserer letztjährigen Erhebung um rund 50 Prozent gestiegen. Damit verdienen die CISOs nochmals deutlich mehr als ihre Kollegen, die für Daten, Datenanalyse und KI verantwortlich sind.“ Deren Gehälter hat Heidrick & Struggles kürzlich in der Studie „2024 Global Data, Analytics, and Artificial Intelligence Executive Organization and Compensation Survey“ erhoben. Van der Sande führt diese Einkommensexplosion auf den „Bedeutungssprung der Funktion bei einem gleichzeitigen Engpass an qualifizierten Managern mit den notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen“ zurück. Zudem sei das Bedürfnis nach Cybersecurity und der Digitalisierungsgrad der Unternehmen in den USA besonders hoch.
Bei den US-Einkommen fällt auf, dass insbesondere die Equity-Komponente sehr ausgeprägt ist. Sie beträgt im Rahmen der Gesamtvergütung durchschnittlich über eine Million Dollar. Lediglich CISOs in Indien kommen mit einer Equity-Höhe von im Schnitt 826.000 Dollar dem Niveau in den USA nahe.
Auch in Europa sind die CISO-Vergütungen erheblich, trotz eines deutlichen Abstandes zu den USA. Laut Heidrick & Struggles verdienen CISOs durchschnittlich 721.000 Dollar. Dabei sind die Einkommen in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und anderen europäischen Ländern weitgehend ähnlich. Die im Rahmen der Studie erhobenen deutschen CISO-Einkommen belaufen sich auf durchschnittlich 688.000 Dollar. Diese jährliche Gesamtvergütung setzt sich zusammen aus 346.000 Dollar an Fixeinkommen, 99.000 Dollar an Bonuszahlungen und 243.000 Dollar an Equity.
Wie stark gerade auch in Deutschland die Einkommen gestiegen sind, belegt ein Blick auf die Zahlen des Heidrick-Reports von vor zwei Jahren. Damals ermittelte die Personalberatung Durchschnittseinkommen von knapp über 200.000 Dollar. Van der Sande erläutert: „Nachdem sich vor einigen Jahren die CISO-Funktion in Deutschland entwickelt hat, haben sich die Einkommen inzwischen an das europäische Niveau angeglichen.“ Und weiter: „Der Sprung bei den Vergütungen ist ein Zeichen, wie nervös die Chefetagen inzwischen sind, durch Attacken auf die IT-Sicherheit erheblichen Gefahren ausgesetzt zu sein. Die Höhe der Vergütungen ist ein Ausdruck hierfür.“
Neben den ohnehin sehr hohen Vergütungen kommen für CISOs bei einem Unternehmenswechsel noch sogenannte „Sign-on-Boni“ bei Vertragsunterschrift hinzu. Diese betragen in Deutschland durchschnittlich 153.000 Dollar, in Europa 186.000 Dollar und in den USA 290.000 Dollar. In den USA kommen weitere durchschnittlich 783.000 Dollar an sogenannten „Sign-on-Equity“ Zahlungen hinzu.
14 Prozent der befragten CISOs berichten derzeit an den CEO, im Vergleich zu lediglich fünf Prozent im vergangenen Jahr. Dies sei ein weiterer Indikator, so Van der Sande, „dass zunehmend mehr Vorstandsvorsitzende die Priorität der IT-Sicherheit hochstufen.“ Für elf Prozent der weltweiten CISOs ist der COO der direkte Vorgesetzte. Seit Beginn des Reports von Heidrick & Struggles sind zumeist der CIO, der Chief Digital Officer oder der CTO der direkte Vorgesetzte. In diesem Jahr ist dies so in 48 Prozent der Fälle, nach 54 Prozent im Jahr zuvor.
Stand: 08.12.2025
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Welche Bedeutung der CISO inzwischen in Unternehmen einnimmt, geht auch aus den Antworten auf die Frage hervor, ob sie Teil des Führungsteams („executive leadership team“) ihres Unternehmens seien. In den USA antworteten 86 Prozent der Befragten mit „ja“, in Kontinentaleuropa 67 Prozent. Lediglich in Großbritannien sehen sich nur 20 Prozent der CISOs als Teil des Führungsteams.
Die Heidrick & Struggles Studie wollte von den CISOs ebenfalls wissen, welchen Cyber-Risiken sich ihre Unternehmen gegenübersehen. Die deutlich höchste Gefahr geht dabei aus Sicht der Sicherheitsprofis von Ransomware Attacken aus, 41 der Teilnehmer setzen dieses Risiko auf Rang eins. Als zweithöchstes Risiko werden Angriffe fremder Staaten genannt, 22 Prozent der Befragten sehen hierin das größte Cybersecurity-Risiko. Auf Rang drei folgen Risiken, die auf AI/generative AI zurückzuführen sind. Van der Sande sagt: „Dass die Geopolitik inzwischen als so großes Risiko für die IT-Sicherheit angesehen wird, ist neu und spiegelt weltweite politische Verwerfungen wider. Und auch Künstliche Intelligenz als Gefahr für Unternehmen ist ein aktueller Aspekt, den es so in der Vergangenheit nicht gab, und auf den IT-Sicherheitsexperten Antworten finden müssen.“ Es folgen unter den Cyber-Risiken „Insider Threats“ mit 12 Prozent auf Rang vier.
Die Heidrick & Struggles-Befragung macht auch in diesem Jahr deutlich, dass es sich bei CISO-Karrieren vornehmlich um männliche Führungsrollen handelt. Im aktuellen Report waren 86 Prozent der weltweit Befragten männlich und 11 Prozent weiblich. Dies sind nur minimale Veränderungen gegenüber dem ersten Report 2021, als 87 Prozent der Teilnehmer der Studie Männer und neun Prozent Frauen waren. Van der Sande erklärt: „Die meisten CISOs sind Informatiker und Software-Ingenieure. Diese Studienfächer sind traditionell bei Frauen nicht sehr beliebt. Grundsätzlich würden in Deutschland, aber auch in anderen Märkten, die Unternehmen gerne weibliche CISOs einstellen, sofern die Qualifikation stimmt.“ Vor allem die Befragten in Europa, Australien und Indien äußerten, dass die Diversity-Initiativen ihrer Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung gewinnen würden. Am wenigsten ausgeprägt ist dieser Trend aktuell in den USA.