Ransomware, M365, Cloud und Kubernetes Veeam-Partner sollen sich spezialisieren

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Backup, Security und Disaster Recovery sind „Serious Business“. Mit einem Kompetenz­programm setzt Veeam Anreize für Partner, sich mit erworbenen Fachkompetenzen zu positionieren. Auch die qualifizierten Leads verteilen sich künftig danach.

Wenn es um Ransomware geht, muss die Security-Lösung schnell reagieren.(Bild:  ink drop - stock.adobe.com)
Wenn es um Ransomware geht, muss die Security-Lösung schnell reagieren.
(Bild: ink drop - stock.adobe.com)

Es ist kein Geheimnis: Partnerprogramme sollen als organisatorische Klammer für die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Vertriebspartnern letztere auch mal in gewünschte Richtungen „schubsen“. Bei Veeam steuert man den Channel dieser ­Tage in Richtung Spezialisierung.

Michael Gerich, Director Channel CEMEA, Veeam Software(Bild:  Veeam)
Michael Gerich, Director Channel CEMEA, Veeam Software
(Bild: Veeam)

Michael Gerich, Director Channel CEMEA, Veeam Software, erläutert, dass mit einem Kompetenzprogramm die vertikalen Fachbereiche abgebildet werden. In Folge können sich die Partner nach erfolgreicher Zertifizierung besser vermarkten. Das Programm gliedert sich in vier Richtungen, die da wären: Ransomware & Disaster Recovery, Public Cloud Protection, M365-Sicherung und Container / Kubernetes.

Schwerpunkte nach außen tragen

Neben einem Batch, mit dem der Veeam-Partner dann seine Kompetenz im Marketing nach außen zeigen kann, wird er zudem mit dem entsprechenden Schwerpunkt auf dem Partner-Locator genannt und kann von Leads entsprechend seiner ­Ausrichtung profitieren. Die Kompetenzen sind keine Entweder-Oder-Angelegenheit, denn man kann sich in mehrere Richtungen entwickeln. „Die Zertifizierungsphase ist bereits angelaufen und wir rechnen damit, dass Ende des dritten Quartals die ersten Zertifizierungen an deutsche Partner herausgegeben werden„, sagt der Channel-Chef. Das Kompetenzprogramm startet im Presale mit Zertifizierungen für Vertriebsmitarbeiter zum VMSP (Veeam Sales Professional) und wird auf die Postsale-Phase für Techniker zum VMTSP (Veeam Technical Sales Professional ) ausgeweitet. Die Schulungen finden in der Regel online statt, man muss also keinen Mitarbeiter für Klassenzimmer-Unterricht freimachen. Auch der Test am Ende des Kurses kann ­online absolviert werden. Auch die Veeam Distributoren TD Synnex, Ingram und ­Arrow sind an der Schulungsinitiative ­beteiligt. Einmal im Quartal finden dort Techniker-Schulungen statt.

Das Shared-Responsibility-Modell

„Was die M365-Kompetenz angeht, muss man sagen, dass bei den Kunden noch Aufklärungsbedarf besteht, was das Shared-Responsibility-Modell angeht“, so Gerich. Denn in vielen Unternehmen sei den IT-Verantwortlichen noch nicht bewusst, dass die Microsoft-Verantwortung mit der Betriebszeit der Anwendung endet.

Die Zertifizierungsphase ist bereits angelaufen und wir rechnen damit, dass Ende des dritten Quartals die ersten Zertifizierungen an deutsche Partner herausgegeben werden.

Michael Gerich, Director Channel CEMEA, Veeam Software

Es greift zu kurz, davon auszugehen, dass die Daten in einem Microsoft-Rechenzentrum schon gut aufgehoben sein werden. Vielmehr müssen sich die Anwender selbst um den Schutz Ihrer Accounts und Daten kümmern – das steht so auch in den Lizenzbestimmungen, ist aber vielen Firmen nicht bekannt. Zwar bietet Microsoft ­Office 365 einige nützliche Funktionen zur Datenwiederherstellung, die aber ein Backup letztlich nicht ersetzen können: Versionierung oder Litigation Hold (Einfrieren von Dokumenten bei einem sich anbahnenden Rechtsstreit). Das gilt auch für den Papierkorb (Recycle Bin), der nur eine kurze Zeit eine Wiederherstellung der Daten ermöglicht. Vor ­allem bietet keine dieser Funktionen einen Schutz gegen den Verlust von ­Daten im Falle einer Ransomware Attacke.

Veeam Ransomware Trends Report 2023

Geht man nach dem Veeam Ransomware Trends Report 2023 ist das Problem praktisch omnipräsent: „85 Prozent der Befragten Organisationen und Unternehmen wurden bereits Opfer einer Ransomware-Attacke. Der Anteil ist von 75 Prozent im Jahr 2021 auf besagte 85 Prozent im Folgejahr gestiegen“, fasst der Manager zusammen. 55 Prozent der Betroffenen konnten demnach ihre Daten nicht mehr vollständig wiederherstellen, diese blieben also zerstört oder verschlüsselt. Das Budget für Ransomware-Security ist im selben Zeitraum demnach um 6,5 Prozent gewachsen.

Das Thema „Immutable Storage“ setzt sich Kampf gegen Ransomware mehr und mehr durch, weiß Gerich. Der Schadcode nimmt sich Dateien, verschlüsselt diese, benennt sie dabei um und löscht dann die ­Ursprungsdatei. Immutable Storage bietet eine Möglichkeit der Datenarchivierung bei der die gespeicherten Daten nicht veränderbar sind und Ransomware so beim Backup quasi „auf Granit beißt“.

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