Studie: „The Shift to Unified Observability“ Unternehmen brauchen Observability

Von Ann-Marie Struck

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Der Fachkräftemangel, fehlende Unterstützung sowie dezentrale Infrastrukturen, sind nur drei der Probleme, vor denen IT-Verantwortliche im Tagesgeschäft stehen. Einer Studie von Riverbed zufolge soll Unified Observability helfen, IT-Teams zu entlasten.

Observability ist ein ganzheitlicher Ansatz zur besseren Überwachung von IT-Anwendungen, der über klassisches Monitoring hinausgeht.
Observability ist ein ganzheitlicher Ansatz zur besseren Überwachung von IT-Anwendungen, der über klassisches Monitoring hinausgeht.
(Bild: natali_mis - stock.adobe.com )

Die von Riverbed bei IDC in Auftrag gegebene Studie „The Shift to Unified Observability: Reasons, Requirements, and Returns“ zeigt klar, dass Unified Observability helfen kann, IT-Teams zu entlasten. Für die Studie wurden mehr als 1.400 IT-Experten aus zehn Ländern befragt. Die Teilnehmer kamen aus sieben verschiedene Branchen (Finanzwesen, Fertigung, Gesundheitswesen, Energie, Technologie, Behörden und professionelle Dienstleistungen).

Der Umfrage zufolge nutzen bereits 92 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland Observability-Tools. Zufrieden sind die meisten mit den Tools jedoch nicht: 62 Prozent sind der Ansicht, dass sie zu eng fokussiert sind und keinen vollständigen und einheitlichen Überblick über den Zustand ihres Unternehmens bieten.

Darüber hinaus klagen 60 Prozent über das Fehlen einer einheitlichen Observability-Möglichkeit. Das wiederum schränke die Fähigkeit der IT-Organisation ein, Geschäftsziele zu erfüllen. Das erschwert die Arbeit, wie 60 Prozent der Befragten angeben.

Gründe für Unified Observability

Das Ziel einer Observability-Lösung ist es, die Ursachen für Abweichungen vom normalen Verhalten zu ermitteln, Probleme zu beseitigen und Ausfälle zu minimieren oder ganz zu vermeiden. In Anbetracht des Personalmangels, der IT-Security sowie Ausfallsicherheit greifen immer mehr Unternehmen auf Unified Observability, die die gesamte IT (Anwendungen, Netzwerkinfrastruktur, Cloud, Endbenutzerdienste, intelligente Endgeräte) überwachen sollen. Als Gründe für die Einführung solcher Lösungen nennt die Studie:

  • die Verbesserung der IT-Teamarbeit und der Produktivität über alle Bereiche hinweg,
  • die zunehmende Bedrohung der Cybersicherheit,
  • die Verwaltung hybrider Netzwerke,
  • die Unterstützung hybrider und dezentraler Mitarbeiter,
  • die schnelleren Problemlösungen oder die Vermeidung von Problemen.

Ein weiterer Treiber ist der Fachkräftemangel. 66 Prozent der befragten Unternehmen aus Deutschland geben an, dass ihr Unternehmen Schwierigkeiten hat, hochqualifizierte IT-Mitarbeiter einzustellen und zu halten. Das sind 10 Prozent mehr als im weltweiten Vergleich.

Doch den Mitarbeitern fehlt oft die Zeit für die wesentlichen Dinge. 60 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Meinung, dass ihre am besten ausgebildeten IT-Mitarbeiter zu viel Zeit mit taktischen Aufgaben verbringen.

Insgesamt zwingt der Studie zufolge der Mangel an Fachkräften die Unternehmen, andere Lösungen zu finden. So suchen 71 Prozent andere Wege, die Probleme auch mit weniger qualifizierten IT-Mitarbeiter beheben zu können. Damit liegt Deutschland mit 8 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt.

Datenerfassung ist nicht leicht

Durch den Einsatz von Observability-Tools versprechen sich Unternehmen, die IT besser beobachten zu können, um mögliches Fehlverhalten und die Gründe dafür direkt zu erkennen. Dafür verwenden 53 Prozent der Unternehmen sechs oder mehr verschiedene Tools für die IT-Überwachung und -Messung. Gleichwohl 61 Prozent das Gefühl haben, durch die Tools in ihrer Produktivität eingeschränkt zu sein. Außerdem haben 75 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, Zusammenhänge zu analysieren und verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen.

„Wenn IT-Teams bereichsübergreifende Observability-Tools verwenden, fördert das die Teamarbeit und den operativen Erfolg, was in Zeiten des Fachkräftemangels von entscheidender Bedeutung ist“, sagt Mike Marks, Vice President of Product Marketing bei Riverbed. „Die Erkenntnisse und Einsichten, die Unified Observability liefert, ermöglichen es auch IT-Mitarbeitern auf Junior Level, schnell und entschieden zu handeln, ohne dass es zu fatalen Situationen kommt. So können sich IT-Führungskräfte auf strategische Geschäftsinitiativen konzentrieren, die die Kunden- und Mitarbeiter-Experience verbessern.“

Budgets für Unified Observability

Doch Observability kostet. In dem Maße, in dem Observability in den Verantwortungsbereich der C-Level Technology Executives (CIOs, CTOs, CDOs, etc.) fällt, investieren gemäß der Studie Unternehmen auch mehr Geld in Observability-Lösungen: 27 Prozent der Befragten Deutschen geben an, dass ihre Budgets für Observability-Lösungen in den nächsten zwei Jahren steigen werden. Darüber hinaus erwarten 4 Prozent einen Zuwachs im Budget um mehr als 25 Prozent. Damit ist Deutschland laut Studie deutlich unter dem Durchschnitt.

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